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Zwar gibt es viele Entspannungsmethoden wie Yoga, Meditation oder Muskelentspannungsübungen, im Alltag nehmen sich die meisten dafür jedoch wenig Zeit.

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Jahrhundert zu verstehen; Musik wurde und wird instrumentenspezifisch komponiert, wobei technische Verbesserungen des Klaviers — Hammer - und Pedalmechanik, Klangvolumen — von den Komponisten ausgenutzt wurden. Ebenso schlugen sich die Klangverbesserungen der Streichinstrumente , die Intonationssicherheit und Erweiterung des Tonumfangs von Holz- und Blechblasinstrumenten in der Kompositionspraxis nieder, die höhere Anforderungen an die Instrumentalisten stellte.

Die Musikindustrie operiert im Zusammenhang kultureller Prozesse. So hat sich seit Mitte der er-Jahre das Verhältnis des wirtschaftlichen Erfolgs innerhalb der angebotenen Produkte in überbetrieblicher Hinsicht trotz zunehmender Konzertverflechtung nicht verändert.

Dem im kulturwissenschaftlichen Diskurs verbreiteten Urteil, die Musikindustrie betreibe eine Kommerzialisierung , steht die Meinung entgegen, ihr Hauptinteresse liege weniger in der Gestalt des Werks als in der wirtschaftlichen Verwertung seiner Rechte. Dem musikalischen Produkt ist im Gegensatz zur Praxis der traditionellen Musikkultur zu eigen, dass es nur auf dem Trägermedium einer zu seiner Verwertung einmalig erbrachten Werkleistung beruht.

Dies Werk wird im Regelfall einmalig komponiert , einmalig interpretiert , auf dem Tonträger festgehalten und verbreitet. Es wird aus dem vorhandenen Repertoire ausgewählt bzw. Weder Produktion noch Rezeption von Tonträgern lässt sich also strukturell mit den traditionellen kulturellen Prozessen vergleichen. Anders aber als im öffentlichen Musikleben, das dem Publikum bestehende Musikwerke anbietet, indem die Institutionen danach in einem geeigneten Repertoire suchen, geht die Musikindustrie den entgegengesetzten Weg.

Sie versucht dem auf einem Tonträger präsenten Musikstück so kontrolliert wie möglich eine Rezeption aufzubauen. Das entscheidende Moment liegt in der Nachfrage des Produkts, die die Entscheidungen der Verkaufspolitik bestimmt. Diese sind in den verschiedenen Sektoren Pop, Klassik, Jazz usw. Musik findet in der Gesellschaft statt. Sie steht zu ihr in stetiger und gegenseitiger Abhängigkeit und Einflussnahme: Musik ist abhängig von den sozialen Rollen der Menschen, die sie erfinden, singen und spielen, hören, verbreiten, sammeln, kaufen, bevorzugen oder ablehnen; sie ist gleichfalls abhängig von den Institutionen , die durch Musik andererseits erst entstehen.

Über ethische , ästhetische oder auch andere Werturteile bildet sie Normen in Bezug auf das Verhalten ihr gegenüber. Sie ist in der Lage, soziale Gruppen zu konstituieren und zu verändern.

Seit dem Hochmittelalter hat sich das musikalische Leben in sozialer wie in technischer Hinsicht vielfach gewandelt. In diesem Wechsel änderte sich nicht nur die Musik, sondern auch das, was als Musik angesehen wurde, und letztlich auch ihr Wesen und ihre Funktion. Die Einführung von Medien stellt den Stand der technischen Grundausstattung der Gesellschaft dar, die Musik herstellt, verbreitet und wahrnimmt.

Dies sind im Wesentlichen fünf Schritte: Schrift , Buchdruck , Schallaufzeichnung , elektronische und digitale Medien. Sie sind jeweils die Kommunikationskanäle , unabhängig von den Inhalten und ihren sozialen Bedingungen. Erst gemeinsam mit den Codes entfalten sie produktive Kräfte.

Zwischen Codes und Medien besteht ein dialektisches Verhältnis. Bedienen sich die Codes bestimmter Materialien wie Papier oder elektrischer Energie, so formen sie diese in mitteilbare Information um. Zugleich müssen sich die Codes aber dem Medium anpassen. Damit sind Codes ebenso entscheidend wie die Trägermedien dafür verantwortlich, wie sich Kunst entwickelt.

Diese Entwicklung ist das Ergebnis gesellschaftlicher Entscheidungen — wirtschaftlicher, politischer, rechtlicher, ideologischer und ästhetischer — für den Einsatz von Medien und Codes.

Die Grundlagen für die europäische Musikkultur bestanden bereits seit dem Spätmittelalter. Der Wandlungsprozess setzte ein bis zur technischen Entwicklung des Notendrucks und nutzte die sich entfaltenden Notationsmöglichkeiten bis zur Mensuralnotation. Der Komponist als autonomer Schöpfer des musikalischen Kunstwerks trat als Individuum aus der mittelalterlichen Anonymisierung heraus, während die immer komplexeren musikalischen Gebilde einer technisch angemessenen Interpretation durch den Musiker bedurften.

Das Bürgertum als politisch und wirtschaftlich bestimmende Schicht schloss sich dem an. Waren im Mittelalter, z. Komponist, Sänger, Instrumentalist, Verleger und Händler. Zunächst blieben Komponisten und Interpreten an die Patronage von Kirche und Höfen gebunden, die Musik forderte, aber auch Musik förderte und in ein Mäzenatentum mündete.

Der Komponist stieg vom Dienstleister zum Prestigeträger des Fürsten auf, der ihm nicht selten durch privaten Musikunterricht verbunden war.

In der bürgerlichen Gesellschaft und im beginnenden Kapitalismus endlich wird der Komponist ein Subjekt auf dem freien Markt. Er bietet seine Werke, die er ohne einen Auftraggeber schafft, einem anonymen Publikum aus Musikinteressierten an. Als vermittelnde Instanzen treten Verlage und Handel dazwischen, die die Grundlage eines neuen Industriezweigs bilden. Die parallele Entwicklung im Bereich der Unterhaltungsmusik setzte dagegen erst im späten Bis dahin waren Volks- und Unterhaltungsmusiker sozial schlecht gestellte städtische Spielleute oder Spezialisten innerhalb der Dorfgesellschaft.

Es gab hier nach wie vor keine Arbeitsteiligkeit, nur mündliche Überlieferung der Musik und eine wenig differenzierte Funktion des Musikmachens: Volksmusiker waren in den Alltag und die Abläufe des Kirchenjahrs eingebunden, übernahmen aber auch die Rolle des Informationsübermittlers, etwa durch den Moritaten - und Bänkelsang. Die spezifisch bürgerliche Salonmusik entstand ebenfalls im Vor allem für das Klavier und kleine Hausmusikensembles wurden leicht spielbare und effektvolle Stücke hergestellt.

Sie dienten als Spielmaterial für den Musikunterricht. Carl Czernys Schule der Geläufigkeit und andere Übungsmusik bildeten die Ausrüstung für den bürgerlichen Musiklehrer, der als neuer Beruf erschien. Ein gedrucktes und überregional verbreitetes Repertoire an Chorwerken stiftete soziale Identität, die Sängerfeste des Deutschen Sängerbundes wurden zum Ausdruck der nationalkulturellen Identitätsbildung.

Einfachere Reisemöglichkeiten, Eisenbahn und Dampfschifffahrt, begünstigten zudem diese Massenveranstaltungen. Das Urheberrecht , das bis zum Ende des Jahrhunderts das expandierende Verlagswesen und Konzertleben der europäischen Länder regelte, stärkte die Komponisten.

Ihre Einkommensverhältnisse besserten sich nachhaltig und sie bekamen erstmals die Kontrolle über ihre Werke und die Abgeltung aus deren Nutzung. Damit wurde der Komponistenberuf auch juristisch anerkannt und der Schwerpunkt der schöpferischen Produktion lag nun endgültig in der Hand der Künstler selbst. Die Erfindung des Notendrucks half zwar, Musik schneller und weiter zu verbreiten, doch waren die Auflagen bis zum Ende des Jahrhunderts immer noch recht gering.

Eine breite Käuferschicht fanden Noten noch nicht. Allerdings unterstützen frei verfügbare Noten die entstehende öffentliche Musikkultur, namentlich im italienischen Opernwesen um die Mitte des Jahrhunderts und im englischen Konzertwesen seit dem frühen Das bürgerliche Musikleben begann sich unter deren Einflüssen sozial und wirtschaftlich zu entfalten.

Zunächst hielten Gasthäuser und öffentliche Säle als Aufführungsorte her, später wurden die ersten Konzerthäuser als spezialisierte Spielstätten für die Konzertmusik errichtet — unter Mitwirkung der städtischen Verwaltungshoheit. Noten erwiesen sich als profitabel und ein breiter Markt wuchs heran. Damit rückte auch der Warencharakter von Musik in den Vordergrund. In der Mitte des Jahrhunderts überstiegen die Aufführungen von Musik bereits verstorbener Komponisten erstmals diejenigen von noch lebenden.

Dies ist auch ein Anzeichen für die Herausbildung eines spezifisch bürgerlichen Kanons und der ihm zugrunde liegenden wertenden Ästhetik. Im häuslichen Bereich kam dem Klavier eine besondere Rolle zu. Es gehört zu einer industriell gefertigten, standardisierten Musik, die später als Inbegriff für musikalischen Kitsch galt. Noch offensichtlicher war die Marktentfaltung in der Popularmusik. Schon gegen Ende des Die dort gespielte Musik diente zum Tanzen und Mitsingen, nicht aber dem Kunstgenuss.

Sie unterschied sich aber in ihrem ideologischen Bezug. Während für die Fürsten Musik eine angenehme Zerstreuung war und die Kirche sie religiös funktionalisierte, so suchte das Bürgertum in ihr Bildung und Erbauung und nutzte sie zur Repräsentation. Als Mäzen trat nun der Bürger auf, vermehrt auch die öffentliche Hand.

Ihr Ziel war ein öffentliches Musikleben, das dem Bürgertum selbst zu Bildung und Erziehung gereichen könne. Hier begann die Kulturpolitik. Was als kulturell wertvoll im Dienst der Allgemeinheit erachtet wurde, erhielt auch abseits von wirtschaftlichen Überlegungen Förderung. Die Werturteile fällte eine zunehmend abgeschlossene Teilkultur — Universitäten, Intellektuelle, Künstler und Kritiker — mit der Tendenz zur Selbstreferenzialität , so dass die gesellschaftliche Desintegration der Kunst weiter vorangetrieben wurde.

Als Gegengewicht zur bürgerlichen Sphäre wuchs die Unterhaltungsindustrie an, die Boulevardtheater unterhielt und als neues Berufsbild den professionellen Entertainer schuf. Diese Entwicklungen hatten Folgen für die Kunstrezeption. War bis zum Beginn der Neuzeit Musik entweder funktional, z. Sie wurde als Kunstwerk und um ihrer selbst willen aufgenommen.

Diese strukturelle Hörweise, die das musikalische Kunstwerk in seiner Form und seinem Gehalt nachzuvollziehen sucht, setzt bereits theoretisches Vorwissen voraus. Die Unterscheidungsfähigkeit wurde zu einem wichtigen sozialen Merkmal stilisiert; wer den bürgerlichen Kanon nicht nachvollzog, galt als ungebildet.

Man hörte sie auch, während man mit Gespräch, Essen, Tanz beschäftigt war, als Konsum einer Dienstleistung. Am Ende des Jahrhunderts setzte eine Wandlung der westlichen Gesellschaft ein, die die Erfindung der Schallaufzeichnung begleitete. Mit der Erfindung des Kondensatormikrofons setzten die elektronischen Medien ein. Musik wurde nun bis zum Zweiten Weltkrieg vorwiegend medial vermittelt, durch Radio und Musikfilm.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann sich mit dem wachsenden Wohlstand breiterer Gesellschaftsschichten die Konsumgesellschaft zu bilden. Die Nachfrage nach elektrischem Zubehör wie Tonbandgerät oder Transistorradio stieg, das Fernsehen begann sich auszubreiten.

Mit der elektrischen Industrialisierung entwickelte sich erstmals eine industrielle Produktion von Musik im eigentlichen Sinne. Sämtliche Prozesse waren nun arbeitsteilig angelegt, wie es im Bereich der Unterhaltung schon zuvor gewesen war. Das bürgerliche Musikverständnis in Bezug auf Kunst hatte sich seit dem Jahrhundert nicht wesentlich gewandelt.

Die Musikindustrie überformte es. Sie übernahm überwiegend die Ökonomisierung des vergangenen Jahrhunderts, die Musikschaffenden wurden zu Arbeitnehmern einer sich konzentrierenden Industrie, die von Tonträgerherstellern und Rundfunkanstalten dominiert wurde.

Diese beiden entschieden nun, welche Musik gehört und rezipiert wurde. Nach und nach kehrte sich die Erwartungshaltung des Publikums um. Die musikalische Vorliebe für einzelne musikalische Richtungen hängt von vielen Faktoren ab wie Alter, Geschlecht und Sozialisation. Musikalische Sozialisation ist wahlfreies Handeln.

Zwar können bestimmte gesellschaftliche Institutionen wie Familie oder Kirche sie fördern, es wird jedoch nur in wenigen Fällen negativ sanktioniert z. Musikpädagogik kann die Sozialisation beeinflussen, wenn der Träger ein Interesse daran zeigt und dazu in der Lage ist.

In Ländern, in denen die Schulmusik eine schwache Stellung hat oder nicht existiert, ist dies schwieriger möglich oder sogar unmöglich. Eine normative Sozialisation wird durch die öffentliche Förderung von klassischer Musik und Oper — dem bürgerlichen Bildungskanon — gestützt.

Wo diese an Regel- , Musik- und Hochschulen eine Vorrangstellung im Lehrplan besitzt, lenkt sie das Interesse der Sozialisanden auf sich. Schule vermittelt zentrale Werte und Prinzipien, zu denen die ästhetische Bildung gehört. Während das gemeinsame Singen, das die Jugendmusikbewegung in den er-Jahren in die niederen Schultypen hineintrug, noch bis in die er-Jahre der hauptsächliche Berührungspunkt mit Musik gewesen war, wuchs den Schulen allgemein mit der Ausbreitung der elektronischen Medien eine starke Konkurrenz um den Zugang zur Musik.

In der Regel haben Kinder bereits im Vorschulalter hinreichende Erfahrung mit Musik gesammelt, und die Schule ist nicht mehr die erste Enkulturationsinstanz. Eine wichtige soziale Funktion von Schule besteht indessen darin, gleichaltrige Jugendliche zusammenzubringen, so dass sich Gruppen bilden.

Die Mehrzahl der Jugendlichen ist in Gruppen eingebunden. Da Musikhören wenigstens als Nebenbeschäftigung zu den häufigsten Freizeitinhalten bei Jugendlichen gehört, spielt die Orientierung nach dem wahrgenommenen Musikgeschmack anderer eine Rolle beim Anbahnen sozialer Kontakte.

Jugendliche nehmen Musikgeschmack als Persönlichkeitsmerkmal wahr. Innerhalb der Gruppen wird Musik häufig thematisiert. Es finden gegenseitige Anpassungen des Musikgeschmacks statt, um kognitive Dissonanzen in Bezug auf die Gruppe zu vermeiden.

So entsteht im Gegenzug kollektiv geteiltes Wissen, das den Zusammenhalt der Gruppe stärkt. Analog dazu werden Abneigungen gegenüber anderen Musikstilen, d. Die audiovisuellen Medien sind in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zum einflussreichen Enkulturationsfaktor geworden.

Dieser Wandel betrifft nicht nur die Art der Musik, die gehört wird, er betrifft vor allem die Umstände der Mediennutzung. Einerseits wird Musik weiterhin nebenbei gehört, z. Dies spricht auch für einen Umgang mit Musik im Sinne einer Selbstsozialisation. Der Einflussgrad der Medien besteht in der immer leichteren Verfügbarkeit von Musik.

Da Musikhören lustbetont ist, ist Mediennutzung effizient und rational. Ein Sozialisationseffekt besteht darin, dass der einzelne Mediennutzer das Angebot nicht bestimmen oder überblicken kann und fremdbestimmte Wissensstrukturen über Musik aufbaut. Ein weiterer Grund liegt in subliminalen Reizen, die der Nutzer nicht oder nicht vollkommen kontrollieren kann. Dies sind vorwiegend neurophysiologisch bedeutsame Effekte wie Bahnung oder Lernen am Modell , die eine Konditionierung des Hörers erzeugen.

Da sie auf der tiefsten Stufe der neuronalen Informationsverarbeitung ansetzen, die sich dem Bewusstsein entzieht, sind sie entsprechend wirksam und lassen sich nicht durch Aufklärung verhindern. Musikalische Lebenswelten bedeuten das, was Menschen als selbstverständliche Umgebung und Umwelt in Bezug auf Musik erleben. Sie stellen die Weltsicht des Individuums dar. Sie werden durch das musikalische Alltagserleben geprägt und prägen wiederum die alltägliche Umwelt des Menschen.

Die historischen und sozialen Wurzeln der Musik im Alltag sind vielfältig. Dies gilt für Gesellschaften aller Ethnien und Epochen und innerhalb dieser für zahlreiche Einzelstrukturen, da Musik einerseits eine universelle Erscheinung ist, andererseits nach innen Gesellschaften differenziert. Musik erfüllt ein Grundbedürfnis nach Fürsorge und emotionaler Hinwendung. Sie gewährt Identifikation mit der sozialen Gruppe und mit sich selbst, sie befriedigt das Bedürfnis nach Heimat und kultureller Zugehörigkeit.

Darum ist sie ein Bestandteil der Lebensqualität im Alltag, in dem sie ihre Bedeutung aus ihrem Gebrauch entfaltet. Die kulturellen Grundlagen der Musikverwurzelung im europäischen Kulturkreis haben sich unterschiedlich stark gehalten. Die Wurzeln der mittelalterlichen christlichen Musikkultur sind hinter dem neuzeitlichen Musikverständnis der Stände- und Fürstengesellschaft zurückgetreten, dieses hinter der bürgerlichen Musikkultur des Selbst das Kulturverständnis dieser Epoche ist nicht unverändert geblieben, es ist in anderen und neuen Formen aufgegangen, z.

Jahrhunderts oder in der Neuen Musik , die nur ein kleiner Ausschnitt des Publikums wahrnimmt. Dem gegenüber steht die Popkultur , die die Mehrheit des Publikums rezipiert. Die Vielfalt des musikalischen Angebots spiegelt diese Situation wider, da sie analog zu den unterschiedlichen Lebensentwürfen und den kulturellen Bedürfnissen ein Spektrum aller Musikarten umfasst.

Sie alle aber können bei Menschen unterschiedlicher sozialer oder kultureller Herkunft oder aus verschiedenen Generationen dieselben Grundbedürfnisse befriedigen. Für weite Teile bleibt das Kulturmodell des Bürgertums indes noch immer vorbildhaft, da es neben der Identität stiftenden Funktion eine distinktive besitzt, mit der sich der Bürger von anderen Gesellschaftsschichten abgrenzen kann.

Andererseits war für das Proletariat des Jahrhunderts die Teilhabe an diesem Kulturmodell nicht mehr unbedingt erstrebenswert. Daran haben auch die Massenmedien nichts geändert. Die Teilhabe an unterschiedlichen Musikkulturen ist unterdessen nicht mehr an bürgerliche Orte und Situationen wie einen Konzert- oder Opernbesuch gebunden, sondern lässt sich medial in jeder Lebenssituation verwirklichen.

Musikalische Lebenswelten führen zur Bildung von Subkulturen. Sie ermöglichen es Menschen, ihre kognitiven und emotionalen Entwürfe erfüllend auszuleben. Subkulturen stellen kommunikative Netze dar. Ihre Mitglieder verständigen sich, indem sie sich nicht nur primär über einen gemeinsamen Musikgeschmack definieren, sondern darüber hinaus über den Kleidungs- und Lebensstil, Gruppensprachen und gemeinsame musikbegleitete Handlungen wie Musikfestivals.

Damit erzeugen und formen sie alltagskulturelle Schemata. Indem sie Medien darin einbeziehen, konstruierten sie erneut Bestandteile von Lebenswelten. Musik übernimmt in diesem Regelkreis eine Funktion zur Individualisierung des Einzelnen und fordert ihn zur eigenen sozialen Integration auf.

Sie ist mittelbar beteiligt an Neukonstruktionen von Vergemeinschaftung und schafft neue Formen der Identitätsbildung. Auch dies ist ein Anzeichen musikalischer Selbstsozialisation, zumal Jugendliche als hoch relevantes Mittel zur Identitätsfindung das aktive Musizieren nutzen, etwa durch autodidaktisches Erlernen von Musikinstrumenten oder Gründen einer Band.

Es wurde von der Dirigentin Elke Mascha Blankenburg — gegründet. Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Musik Begriffsklärung aufgeführt.

Chroniques de ma vie [24]. Über einige Relationen zwischen Musik und Malerei [57]. Liber de arte contrapuncti [81]. Frauen in der Musik. A Greek-English Lexicon , Handwörterbuch der griechischen Sprache. Braunschweig, , Band 2, S. Darmstadt, , Band 2, Sp. A Concise Anglo-Saxon Dictionary. Nytt och fullständigt Syenskt och Tyskt Lexicon. Chroniques de ma vie.

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Musik in der verwalteten Welt. Die therapeutischen Nutzung von Musik: Frauenbewegung und Feminismus, eine Geschichte seit Frau, Musik und Männerherrschaft.

Vorwort zur zweiten Auflage erste S. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. In anderen Projekten Commons Wikinews Wikiquote. Diese Seite wurde zuletzt am Dezember um Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden. Temperierte Quarte auf dem Klavier.

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Zeitgleich verändert sich auch die Bedeckung vieler Gletscher mit Schutt. Diese Schuttbedeckung wird bislang jedoch nur selten erfasst. Das ist eine Web-basierte Entwicklungsumgebung und Datenbank mit Satellitenbildern aus vierzig Jahren Fernerkundung, die für Forschende frei zugänglich ist. Dazu haben sie ein automatisches Verfahren entwickelt, das erdumspannend Pixel-für-Pixel-Vergleiche anstellt.

Eine manuelle Überprüfung zeigte robuste Ergebnisse. Demnach sind 4,4 Prozent der Gletscheroberfläche in Gebirgen von Schutt bedeckt der grönländische Eisschild und die Antarktis wurden nicht in die Betrachtung aufgenommen. Zu den Polen hin nimmt die Schuttbedeckung ab, da die Landschaft hier eher flach ist. In steilen Gebirgsregionen, wie dem Himalaja, hingegen liegt mehr Schutt auf den Gletschern. Da die Gletscher weltweit schrumpfen, wird der Anteil der Schuttbedeckung voraussichtlich zunehmen - und damit die Überwachung der Schuttbedeckung wichtiger werden.

Es dient als Trinkwasser, bewässert landwirtschaftliche Flächen oder treibt Turbinen an. Die Ergebnisse der Studie bilden nach Aussage der Autoren eine Grundlage für künftige Modellierungen der Effekte von Schuttbedeckung auf dem Eis, von der regionalen bis hin zur globalen Skala. Geophysical Research Letters, doi: Es geht wieder los: Insbesondere ältere Patienten sind durch Influenza-Viren gefährdet.

Aber auch Schwangere, Kinder und Pflegepersonal sind besonders betroffen. Deswegen raten Experten jetzt zur gezielten Grippeschutzimpfung. Leischker, in der vergangenen Saison kam es zu vielen Influenza-Erkrankungen, teilweise mit schweren Verläufen. Aus Sicht eines Krankenhausarztes: Ja, die letzte Grippesaison hat leider viele Todesopfer gefordert und viele Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen geführt. Sowohl für Patienten, als auch für das medizinische Personal.

Die Praxen und Notaufnahmen der Krankenhäuser waren voll mit Patienten, die an echter Influenza erkrankt waren. Aber auch voll mit Patienten, die durch andere Viren an Infekten der oberen Luftwege litten. Es gibt mehr als Viren, die eine Erkältung verursachen können. Fast alle Infekte der oberen Atemwege und auch die meisten Erkrankungen mit dem Influenza-Virus können zum Glück ambulant behandelt werden. Diese Patienten müssen also nicht im Krankenhaus aufgenommen werden.

Wie wird dann eine Influenza-Infektion am effektivsten behandelt? Bei jungen und gesunden Menschen, die nicht stationär aufgenommen werden müssen, reicht die Behandlung der Symptome: Das sollte mindestens viermal täglich angewendet werden, sodass die Nasenatmung immer frei ist. Zusätzlich kann man mit Wasserdampf inhalieren, um die ausgetrockneten Schleimhäute anzufeuchten: Am besten dreimal täglich.

Bei Halsschmerzen bringen Lutschtabletten Linderung. Und auch wenn es banal klingt: Nicht mehr zur Arbeit gehen, bis die Symptome weg sind! Man ist dann selbst schneller wieder fit und steckt seine Kollegen bzw. Durch die Influenza ist es zu zahlreichen Todesfällen gekommen.

Warum gilt die Grippe trotzdem als eine unangenehme, aber harmlose Erkrankung? Die Grippe ist keine harmlose Erkrankung: Diese Patienten müssen stationär behandelt werden, bei Lungenversagen ist oft eine künstliche Beatmung notwendig. Wir hatten im letzten Winter hier auch viel mehr Herzinfarkte und auch Schlaganfälle zu verzeichnen.

Was haben denn Herzinfarkte mit Influenza zu tun? Es ist bisher wenig bekannt, aber eine Influenza erhöht das Herzinfarktrisiko erheblich: Während der ersten sieben Tage einer Influenza-Erkrankung ist das Herzinfarktrisiko um das fache erhöht!

Und selbst einen Monat nach der Infektion ist das Risiko für einen Infarkt noch deutlich höher als bei Menschen, die nicht erkrankt sind. Schlaganfälle treten im Rahmen einer Influenza häufiger auf.

Weshalb erhöht eine Influenza-Infektion das Herzinfarktrisiko? Hauptsächlich durch zwei Faktoren: Die vom Körper ausgeschütteten Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin erhöhen das Herzinfarktrisiko zusätzlich.

Schützt die Influenza-Impfung vor Herzinfarkten? Und auch vor Schlaganfällen, dies ist mittlerweile auch durch mehrere Studien belegt. Im vergangenen Winter sind einige Krankenhäuser an die Grenzen ihrer Kapazitäten gekommen. Es gab ganz viele Patienten, die wegen Komplikationen durch eine Influenza-Infektionen auf einer Intensivstationen behandelt werden mussten, teilweise mit künstlicher Beatmung.

Dadurch wurden Intensivbehandlungsplätze schnell Mangelware. Ich erinnere mich insbesondere an eine Situation, die ich im letzten Winter als Notarzt hatte: Ein Patient musste wegen einer Lungenentzündung beatmet werden, aber kein Krankenhaus in der Umgebung hatte einen Intensivbehandlungsplatz frei.

Hinzu kam, dass viele Ärzte und Pflegefachkräfte selbst an Influenza erkrankt und dadurch arbeitsunfähig waren. Ärzte sollten doch grundsätzlich gegen Influenza geimpft sei, oder nicht? Ja, das sollten sie, aber die Realität sieht leider anders aus: Weniger als 30 Prozent des medizinischen Personals lässt sich gegen Influenza impfen. Dabei ist es für medizinisches Personal gleich aus drei Gründen wichtig, sich impfen zu lassen: Erstens - und das ist der wichtigste Grund - damit sie ihre häufig abwehrgeschwächten Patienten nicht anstecken.

Zweitens, damit sie während einer Influenza-Epidemie arbeitsfähig bleiben und Erkrankte behandeln können. Und last, but not least, um auch sich selbst zu schützen. Viele Menschen glauben, durch die Impfung überhaupt erst krank geworden zu sein.

Was spricht für diese These? Das hört man häufig, trifft aber nicht zu, denn bei der Influenza-Impfung handelt es sich um einen sogenannten Totimpfstoff, der nur Bruchstücke der Impfviren enthält.

Eine Influenza-Totimpfung kann also niemals eine Influenza auslösen. Natürlich können als typische Nebenwirkungen Rötungen, Schmerzen und Schwellungen an der Injektionsstelle auftreten - als Folge der lokalen Antikörperbildung - und klingen innerhalb weniger Tage wieder ab.

Auch leicht erhöhte Temperatur sowie leichte Kopf- und Gliederschmerzen gehören zu den typischen Nebenwirkungen einer Influenza-Impfung. Manche verwechseln das mit einer Influenza. Und die Influenza-Impfung schützt lediglich vor Influenza, aber nicht vor den übrigen Erkältungsviren. An einer Erkältung kann natürlich auch kurz jeder nach einer Grippe-Impfung erkranken - dafür ist aber nicht die Influenza-Impfung verantwortlich! Im vergangenen Winter sind auch Menschen erkrankt, die gegen Influenza geimpft waren.

Der Typ B Yamgata war leider in den am häufigsten verwendeten trivalenten Impfstoffen nicht enthalten. Alle Patienten, die mit diesem Impfstoff geimpft wurden, hatten einen Schutz gegen das zirkulierende Influenza-B-Virus. Leider hat die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut die Empfehlung zur Verwendung des tetravalenten Impfstoffs erst im Januar veröffentlicht - das war deutlich zu spät.

Wie genau sehen die Empfehlungen in diesem Jahr aus - und wer übernimmt die Impfkosten? Es sollten alle Personen nur noch mit dem tetravalenten Impfstoff behandelt werden. Das empfiehlt jetzt neben der Ständigen Impfkommission auch der Gemeinsame Bundesausschuss, der unter anderem den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen festlegt.

Für die meisten Impfwillige bedeutet dies, dass keine Kosten auf sie zukommen: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen jetzt auch die Kosten für den tetravalenten Impfstoff. Wer sollte sich denn jetzt grundsätzlich impfen lassen? Meiner Meinung nach sollte sich jeder impfen lassen! Das ist am effektivsten, um die Ausbreitung des Virus' zu verhindern.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung von Personen, die entweder ein hohes Risiko für Komplikationen, oder aber ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben.

Das sind unter anderem alle Menschen im Alter von über 60 Jahren sowie alle Menschen mit chronischen Grunderkrankungen, wie zum Beispiel Herzkrankheiten, Diabetes mellitus, Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung oder chronische Nierenkrankheiten.

Auch Schwangere sollten sich impfen lassen, sie riskieren ansonsten Komplikationen. Medizinisches Personal sollte grundsätzlich geimpft sein - ebenso wie Personen, die alte und kranke Menschen pflegen- egal ob beruflich, ehrenamtlich oder privat. Eine junge gesunde Frau, die ihre eigene pflegebedürftige Mutter betreut, sollte sich unbedingt impfen lassen - um auch ihre Mutter vor Influenza zu schützen.

Sämtliche Personen, die beruflich vom Publikumsverkehr betroffen sind, sollten sich ebenfalls direkt impfen lassen. Es scheint kaum jemanden zu geben, der nicht zu einer betroffenen Gruppe gehört.

Was sollte beim Impfen von Kindern beachtet werden? Wenn Sie mich als Geriater fragen, sollten Eltern ihre Kinder impfen lassen. Überall da, wo viele Kinder zusammen sind, ist das Risiko, sich an Influenza anzustecken, besonders hoch. So zum Beispiel in Kindertagesstätten und Schulen. Kinder scheiden Influenza-Viren zudem deutlich länger als Erwachsene aus, im Durchschnitt zehn Tage lang. Die Impfung schützt aber natürlich auch die Kinder selbst. Ich kenne eine Familie, deren dreijähriges Kind im Januar diesen Jahres über vier Wochen wegen einer Influenza mit Lungenversagen künstlich beatmet werden musste.

Das ist besonders traurig, da dieses Leid für das Kind durch eine Impfung vermeidbar gewesen wäre. Ich würde alle Kinder impfen! Kommen wir von den Kindern zu den sogenannten Silver Agern: Es gibt fitte Senioren, die gerne in der nasskalten Zeit Kreuzfahrten in sonnige Regionen machen.

Sollen die auch geimpft werden? Auch die sollten sich unbedingt impfen lassen! Ein Kreuzfahrtschiff ist aus Sicht eines Infektionsepidemologen wie eine Kindertagesstätte für Erwachsene. Genau wie in einer Kita sind dort viele Menschen auf engem Raum zusammen - ideale Voraussetzung für Viren, um sich zu vermehren.

In der Vergangenheit kam es zu mehreren Kleinepidemien auf Kreuzfahrtschiffen. Die Grippeimpfung für einen Kreuzfahrer ist ein Must-have! Aber wenn wir mal von den Routen rund um Skandinavien und dem Polarmeer absehen, führen viele Kreuzfahrten doch in warme Gefilde.

Da gibt es doch derzeit keine Influenza, oder? Doch, in den Tropen sowie in den Subtropen kommt die Influenza sogar ganzjährig vor. Und auf der Südhalbkugel tritt die Influenza auf, wenn bei uns Sommer und Herbst ist. Aktuell grassiert in Australien eine Influenza A. Die Influenza-Viren mögen es entweder trocken und kalt - wie bei uns im Winter - oder warm und feucht - das haben sie in den Tropen ganzjährig. Welche Infektionsrisiken gibt es bei Flugreisen?

Die Belüftungsanlagen der Flugzeuge haben Filter eingebaut. Diese entfernen effektiv die Tröpfchen und damit die in ihnen enthaltenen Influenza-Viren. Innerhalb des Flugzeugs können Sie sich also nur an den rechts, links und hinter Ihnen sitzenden Mitreisenden infizieren. Und am Kabinenpersonal, wenn einer von ihnen trotz Erkrankung arbeitet. Auch bei Flugreisen sollten Sie gegen Influenza geimpft sein! Welchen Nutzen haben Gesichtsmasken zum besseren Schutz? Gesichtsmasken können helfen, wenn sie beispielsweise im Gedränge und öffentlichen Verkehrsmitteln die zwei Meter Abstand nicht einhalten können.

Kontrollierte Studien gibt es zu dieser Frage nicht. Aber es lohnt ein Blick in die Geschichte: Influenza-Viren werden durch Schmier- und Tröpfcheninfektion übertragen. In der Regel reichen zwei Meter Abstand zu Mitmenschen, um sich nicht anzustecken. Glücklicherweise reagiert das Influenza-Virus auf Umwelteinflüsse sehr empfindlich: Es wird zum Beispiel durch Wasser und Seife abgetötet. Zur Prophylaxe reicht es daher aus, die Hände gründlich mit Wasser und Seife zu waschen.

Ich empfehle deshalb, alkoholhaltige Gels zu verwenden. Auch auf der Augenbindehaut befinden sich Rezeptoren für das Influenza-Virus. Deshalb mit den Händen nicht in das eigene Gesicht fassen, insbesondere nicht in den Augen reiben.

Häufig befassen Geriater sich auch mit Fragen der Arzneimitteltherapie von alten Menschen und den Wechselwirkungen, die verschiedene Medikamente haben. Bei der Versorgung geht es darum, den alten Menschen ganzheitlich zu betreuen und ihm dabei zu helfen, so lange wie möglich selbstständig und selbstbestimmt zu leben.

Die DGG wurde gegründet und hat heute rund Mitglieder. Anhang Die wichtigsten Tipps zur Grippe-Impfung: Ältere Menschen besonders gefährdet https: Bei der Herstellung von Alkohol und alkoholischen Getränken wird Kohlenstoffdioxid frei. Wissenschaftler der Hochschule OWL erforschen, wie sich dieses in Erdgas umwandeln und zur Speicherung von erneuerbaren Energien nutzen lässt. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Mit Windrädern und Sonnenkollektoren alleine lässt sich die Energiewende nicht umsetzen - Fortschritte benötigt die Wissenschaft vor allem bei der Speicherung der Energie: Dadurch und durch Drosselungen in konventionellen Kraftwerken entstehen Ausfallzahlungen, die die Kosten bei der Stromerzeugung in die Höhe treiben", erklärt Timo Broeker, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Getränketechnologie der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Strom aus Wind- und Sonnenenergie wird per Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt. Dieser wird mit Hilfe von Kohlenstoffdioxid in Erdgas überführt. Dieses Gas kann mit bestehender Infrastruktur gespeichert werden. Kohlendioxid entsteht bei der alkoholischen Gärung - etwa bei der Herstellung von Spirituosen oder Bier, aber auch bei der Bioethanolproduktion, das dem Kraftstoff beigemischt wird.

Partner im Projekt ist unter anderen die Südzucker AG. Die Wissenschaftler der Hochschule OWL haben dort untersucht, wie das Kohlenstoffdioxid genutzt werden kann, das beim Bierbrauen während der Gärung entsteht. Dafür haben sie eine Anlage entwickelt, die mit Hilfe des Kohlendioxids Erdgas produziert, das zur Speicherung erneuerbarer Energien dient. Unter anderem soll dafür der Betrieb mit realen Daten aus der Windstromerzeugung am Computer simuliert werden.

Die Hochschule OWL erhält rund Timo Broeker, Telefon , E-Mail timo. Jahrhundert sind mehr als 90 Prozent aller Feuchtgebiete, darunter auch viele Moore, im mittel- und westeuropäischen Binnenland verschwunden. Moore wurden trocken gelegt, um sie landwirtschaftlich zu nutzen oder um Torf zu gewinnen.

Nur wenigen ist klar, welche wichtigen Funktionen Moore erfüllen. Obwohl Moore nur etwa drei Prozent des globalen Festlandes einnehmen, binden sie 20 bis 30 Prozent der gesamten Kohlenstoffvorräte aller Böden. Werden Moore trocken gelegt, sinkt der Wasserspiegel und die sonst sauerstofffreien Böden werden belüftet.

Weltweit geht jährlich immer noch etwa ein Prozent der gesamten Moorflächen verloren. In Deutschland sind bereits fast alle Moorflächen entwässert, nur noch etwa zwei Prozent der ursprünglichen Moorflächen sind in einem naturnahen Zustand. Es gibt aber auch einige Lichtblicke, so laufen europaweit vielfältige Aktivitäten zur Revitalisierung von Mooren.

Seit dieser Zeit ist viel passiert", so Dr. Nach Jahrzehnten der Entwässerung sind Moorböden oft stark degradiert, haben Nährstoffe angereichert und an Oberfläche verloren. Tiefgründig entwässerte Moore benötigen deshalb oft mehrere Jahrzehnte, bis sie ihre ursprünglichen landschaftsökologischen Funktionen wieder erfüllen.

Auf den in Mitteleuropa weit verbreiteten Niedermooren entstehen bei der Wiedervernässung häufig Flachseen. Das sind neue, hoch dynamische Ökosysteme, die rasch von sehr seltenen und stark gefährdeten Vogelarten besiedelt werden. Dies berücksichtigt vor allem die Beeinflussung angrenzender Gewässer und die Freisetzung von Klimagasen.

So kann der Oberbodenabtrag eine Möglichkeit sein, diese Risiken zu minimieren. Es verbindet Grundlagen- und Vorsorgeforschung, bildet den wissenschaftlichen Nachwuchs aus und berät Politik und Gesellschaft in Fragen des nachhaltigen Gewässermanagements.

Die Arbeiten erfolgen in enger Kooperation mit den Universitäten und Forschungsinstitutionen der Region Berlin-Brandenburg und weltweit. Die vielfach ausgezeichneten Einrichtungen sind Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft. Top soil removal reduces water pollution from phosphorus and dissolved organic matter and lowers methane emissions from rewetted peatlands. Journal of Applied Ecology. Zerknallende Druckgasbehälter können Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung gefährden. Der Zerknall einer Flüssiggas- oder Acetylenflasche geht mit einer Druckwelle, einem Feuerball und Trümmerflug einher.

Solche Ereignisse haben in der Vergangenheit schon häufig zu schweren oder tödlichen Verletzungen geführt. Die Merkblätter geben konkrete Handlungsempfehlungen für verschiedene Brandszenarien, an denen Flüssiggas- bzw. Teilweise stimmen die getroffenen Empfehlungen mit denen aus früheren Merkblättern überein. In anderen Fällen weichen sie deutlich von früheren Einsatzhinweisen ab. So wird beispielsweise im Merkblatt zu Acetylenflaschen im Brandeinsatz dringend davon abgeraten, durch den Brand erhitzte Acetylenflaschen zu bewegen, wie zum Beispiel diese zum Kühlen in ein Wasserbad zu transportieren.

Neben praktischen Hinweisen vermitteln die Merkblätter auch Hintergrundwissen, um die Akzeptanz der getroffenen Handlungsempfehlungen zu erhöhen. Brandschutzes - vfdb e. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung findet Mikroplastik in Lebensmitteln beunruhigend. Insgesamt schätzen 75 Prozent der Bevölkerung Lebensmittel als sicher ein. Mikroplastik in Lebensmitteln bewegt jedoch immer mehr Deutsche.

Waren zuvor 45 Prozent besorgt über Mikroplastik in Lebensmitteln, sind es nun mit einem Anstieg von 11 Prozentpunkten mehr als die Hälfte der Befragten. Für das BfR ist besonders interessant, ob die öffentliche Wahrnehmung von der wissenschaftlichen Einschätzung abweicht. Aus den bisherigen Studien lässt sich nicht ableiten, wie viele Mikroplastikpartikel die Verbraucher beispielsweise durch den Verzehr von Fisch wirklich aufnehmen. Fragen und Antworten zu Mikroplastik https: Ob Antibiotikaresistenzen oder Mikroplastik - welche gesundheitlichen Risiken sind Verbraucherinnen und Verbrauchern bekannt und was beunruhigt sie?

Als repräsentative Verbraucherbefragung liefert der BfR-Verbrauchermonitor in halbjährlichem Abstand Einsichten zu der Frage, wie die deutschsprachige Bevölkerung gesundheitliche Risiken wahrnimmt. Dafür werden etwa 1. Fragt man nach ausgewählten Themen, so führen Salmonellen, gentechnisch veränderte Lebensmittel, Antibiotikaresistenzen und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln immer noch die Bekanntheitsskala an - gefolgt von Mikroplastik in Lebensmitteln, Aluminium in Lebensmittelverpackungen und Kohlenmonoxid.

Dabei sind Antibiotikaresistenzen und Mikroplastik die Themen, die bei den meisten Befragten für Beunruhigung sorgen. Im Vergleich zur letzten Umfrage ist die Bevölkerung deutlich besorgter um Mikroplastik: Hier ist die Beunruhigung um 11 Prozentpunkte gestiegen. Auch Salmonellen findet mehr als die Hälfte besorgniserregend. Spielzeug wird im Vergleich zur Vorgängerbefragung als genauso sicher eingeschätzt.

Bei Textilien und Kosmetika ist das Sicherheitsgefühl leicht gesunken. Weiterhin vertrauen die Befragten den staatlichen Stellen in Deutschland überwiegend, dass diese die Gesundheit von Verbrauchern schützen. Wie schon in der ersten Umfrage im Jahr sind diese Themen in der öffentlichen Wahrnehmung wenig sichtbar und werden daher auch nicht als besonders beunruhigend angesehen.

Ebenso spielt Lebensmittelhygiene zu Hause nur eine geringe Rolle im Bewusstsein von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Mehr Gesundheit und Wohlbefinden durch Bewegung und Ernährung. Ernährung und Bewegung nehmen in vielfältiger Weise Einfluss auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Prävention chronischer Erkrankungen.

Körperliche Aktivität kann einer altersbedingten Abnahme von Muskulatur und Knochendichte entgegenwirken sowie die Funktion des Immunsystems verbessern.

In welchem Umfang bisher körperlich inaktive Personen hiervon profitieren, ist bisher nicht ausreichend untersucht. Weitere Informationen zur Studie unter http: Unter der Leitung von Prof. Karsten Krüger, Institut für Sportwissenschaft, werden die Auswirkungen eines Trainingsprogramms allein oder in Kombination mit einer Ernährungsumstellung sowie der Gabe von OmegaFettsäuren auf immunologische, ernährungs- und sportwissenschaftliche Parameter untersucht.

Innerhalb eines zwölfwöchigen Studienverlaufs absolvieren die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer zweimal pro Woche eigenständig einen Fitness-Zirkel in einem kooperierenden Fitnessstudio. Eine der Studiengruppe erhält zusätzlich eine Ernährungsberatung, eine weitere Gruppe ein Nährstoffsupplement mit OmegaFettsäuren. Was wir von den Bergen der Alpen sehen können, ist noch lange nicht alles: Wellen breiten sich unterschiedlich schnell aus Hintergrund der Forschung ist, dass sich Erdbebenwellen in verschiedenen Gesteinsarten unterschiedlich schnell ausbreiten.

Aus ihrer Geschwindigkeit lassen sich also Rückschlüsse darauf ziehen, durch welche Art von Untergrund sie gelaufen sein müssen. Der darunterliegende Erdmantel besteht eher aus dichterem Gestein", beschreibt Dr.

Daten werden zentral gesammelt Nach dem Projektstart im Jahr war das dichte Netz aus Messpunkten zwei Jahre später fertig aufgebaut. Alle Daten sämtlicher Messpunkte werden an zentralen Stellen in Europa gesammelt und können jedem, der ihre Nutzung beantragt, zur Verfügung gestellt werden. Je nachdem, wo ein Erdbeben seinen Ursprung hat, kommen seine Wellen früher oder später in der Alpenregion an und verlaufen aus verschiedenen Richtungen durch das Messnetz.

Detaillierte Auswertung Besonders interessant sind für die Forscher die sogenannten Raumwellen. Im Gestein des Erdmantels breiten sie sich schneller aus als in der Erdkruste. Durch die Wurzel der Alpen laufen sie also auch langsamer als durch das umgebende Gestein. Das enge Netz des Alp Array erlaubt es, die Informationen, die in den Oberflächenwellen enthalten sind, ebenfalls detailliert auszuwerten.

Vielleicht ist es auch umgekehrt, oder an verschiedenen Stellen unterschiedlich. Mehr als 50 Einrichtungen aus 18 Ländern sind zurzeit daran beteiligt. Zu müde oder zu energielos für sportliche Aktivitäten? Wissenschaftler der University of Queensland haben herausgefunden, dass Tee oder Kaffee helfen können, in Schwung zu kommen. Frauen, die täglich nur eine Tasse davon trinken, sind häufig aktiver als solche, die darauf verzichten.

Eine Studie der School of Human Movement and Nutrition Sciences der University of Queensland ergab, dass Frauen, die eine oder zwei Tassen Tee oder Kaffee pro Tag trinken, häufiger das empfohlene Level an moderatem bis intensivem Sport absolvieren als jene, die diese Getränke seltener konsumieren. Tina Skinner sagt, der Koffeinkonsum durch Kaffee und Tee kann sportliche Aktivitäten von Frauen im mittleren Alter fördern, weil er Müdigkeit und Energielosigkeit reduziert.

Müdigkeit und Energielosigkeit halten mittelalte bis alte Frauen oft davon ab, das notwendige Pensum zu schaffen", so Dr. In der Studie wurden die Gewohnheiten von 7. Die Teilnehmerinnen wurden gebeten, nicht nur ihren durchschnittlichen Tee- und Kaffeekonsum der letzten zwölf Monate zu dokumentieren, sondern auch ihr Bewegungs- und Sportverhalten aus der Vorwoche zu erfassen. Sportliche Aktivität ist in jedem Abschnitt des Lebens wichtig.

Besonders bei Menschen mittleren Alters sorgt sie für körperliche Funktionalität und Unabhängigkeit und hilft, das Risiko für Altersschwäche möglichst gering zu halten. Aus organischen Abfällen, die bisher nicht verwertet wurden, lässt sich Bio-Sprit gewinnen.

Mehr als vier Milliarden Tonnen Rohöl werden jedes Jahr gefördert. Strom aus Wind-, Solar- und Wasserkraftwerken reicht nicht aus, um fossile Energieträger zu ersetzen. Damit lässt sich im günstigsten Fall der Energiebedarf aller Elektroautos decken und der Wasserstoff für Fahrzeuge mit Brennstoffzellen herstellen. Doch dann fehlt immer noch Benzin für die Verbrennungsmotoren, die noch Jahrzehnte in Betrieb sein werden. Eine nachhaltige Mobilität ist nur möglich, wenn es gelingt, Benzin durch alternative Treibstoffe zu ersetzen.

Die Zutaten für den neuen Treibstoff kommen aus dem Wald: Die Nutzung der Holzabfälle ist zudem klimaneutral: Verwandelt man sie in einen Treibstoff und verbrennt diesen, so wird nur Kohlendioxid freigesetzt, das die Bäume der Atmosphäre zuvor beim Wachsen entzogen haben.

Es gelangen daher keine zusätzlichen Treibhausgase in die Atmosphäre. Und dann kann der Treibstoff aus Holzabfällen überall hergestellt werden, wo Bäume wachsen. Man muss ihn nicht - wie Erdöl - von der Quelle erst zur Raffinerie und zu den Tankstellen transportieren.

In einer ersten Prozessstufe, die von dem italienischen Unternehmen Spike Renewables entwickelt wurde, erhitzt man die Holzreste, bis sich ein dunkles, zähflüssiges Pyrolyseöl bildet.

Dieses lässt sich in der mobilen Anlage weiterverarbeiten. Aus dem wird im zweiten Schritt Methanol gewonnen. Entzieht man diesem den Sauerstoff, entsteht synthetisches Benzin. Nanokatalysatoren sparen Ressourcen Um die chemischen Abläufe zu beschleunigen, werden Katalysatoren benötigt.

Auf diese Weise entstehen leistungsfähige und ressourcenschonende Nanokatalysatoren. Der letzte Schritt bei der Entwicklung der mobilen Produktionsanlage bestand darin, die gesamte Technik in einen Container zu integrieren, der alle Anforderungen an Sicherheit und Brandschutz erfüllt.

Ziel ist es, bis zu Liter Ökotreibstoff am Tag zu produzieren. Gibt es Benzin also schon bald nicht mehr an der Tankstelle, sondern im Wald am Container? Bei den derzeitigen Ölpreisen ist die neue Technik nicht konkurrenzfähig. Entscheidend wird sein, ob wir in Europa wirklich von den fossilen Rohstoffen wegkommen möchten und dafür bereit sind, Ökotreibstoffe von der Steuer zu befreien oder ihre Herstellung zu subventionieren. Da der Holz-Sprit dieselben chemischen Eigenschaften hat wie klassisches Benzin, kann man ihn zumischen oder nach und nach komplett auf den neuen Rohstoff umsteigen.

Bis es so weit ist, möchten das Mainzer Forscherteam die dezentral und flexibel einsetzbaren Container auch für andere Anwendungen nutzen: Das Prinzip der Mini-Fabrik ist etwa für die chemische und die petrochemische Industrie hochinteressant. So könnten Chemieunternehmen Container nutzen, um ihre Prozesse zu flexibilisieren und schneller auf Kundenwünsche zu reagieren. Ein internationales Team von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und der Universität Oxford haben herausgefunden, dass Geradschnabelkrähen mehrere, für sich alleine zu kurze Elemente kombinieren, um an einen Leckerbissen heran zu kommen - eine Fähigkeit, die bisher nur bei Menschen und Menschenaffen beobachtet wurde.

Die Krähen können also neuartige Probleme schnell und flexibel lösen. Welche Vorgänge dabei im Gehirn ablaufen, ist jedoch noch unklar. Das Verbinden mehrerer einzelner Komponenten zu einem neuen, funktionsfähigen Werkzeug wurde bisher nur bei Menschen und Affen beobachtet. Anthropologen sehen die Entstehung dieser Fähigkeit bei unseren Vorfahren als wichtigen Schritt in der Evolution des menschlichen Gehirns. Auch in der menschlichen Indiviualentwicklung treten ähnliche Fähigeiten erst spät auf.

Babys beginnen ungefähr im Alter von 18 Monaten, Werkzeuge zu benutzen. Jedoch fangen sie erst im Alter von ca. Das Gehirn muss sich die neuen Objekte dafür vermutlich zunächst in Gedanken vorstellen und dann die Ausführung planen.

Archäologische Funde deuten darauf hin, dass Verbundwerkzeuge erst spät in der kulturellen Entwicklung des Menschen aufgetaucht sind und möglicherweise mit der Entwicklung von komplexem Bewusstsein und Sprache einhergehen. Für geschickten Werkzeuggebrauch sind auch Geradschnabelkrähen Corvus moneduloides bekannt. Dazu haben sie in ihrer Studie, die heute in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschien, acht Geradschnabelkrähen eine Kiste präsentiert, die diese zuvor noch nie gesehen hatten.

Sie enthielt einen kleinen Behälter mit einem Leckerbissen, der hinter einer durchsichtigen Tür mit einem Spalt für die Schnäbel nicht zu erreichen war. Zu Beginn der Versuchsreihe stand den Tieren ein langer Stab zur Verfügung, den sie durch den Spalt in die Kiste stecken konnten, um damit das Futter durch eine seitliche Öffnung heraus zu schieben.

Alle acht Vögel schafften das ohne Schwierigkeiten. Dann platzierten die Wissenschaftler das Futter nach hinten in die Box und stellten den Krähen verschiedene längliche und hohle Elemente zur Verfügung, die diese zusammenstecken konnten. Für sich alleine waren sie aber zu kurz, um bis zum Futter zu reichen. Am Ende des Experiments mit fünf Schwierigkeitsstufen blieb immerhin noch ein Vogel übrig, der Werkzeuge aus drei und sogar vier Einzelteilen bastelte. Die zugrundeliegende mentale Verarbeitung konnten die Forscher mit diesem Versuch jedoch nicht klären.

Alex Kacelnik von der Universität Oxford sagt: Eventuell simulieren sie das Problem, in dem sie mögliche Abläufe im Gehirn wieder und wieder durchspielen. Haben sie eine funktionierende Möglichkeit entdeckt, führen sie diese dann aus.

Die Tatsache, dass Geradschnabelkrähen Verbundwerkzeuge erstellen können, bedeutet aber nicht, dass die zugrunde liegenden Prozesse im Gehirn die gleichen sein müssen, wie bei Menschen oder Menschenaffen. Für die Wissenschaftler eröffnet sich aber damit eine Möglichkeit, die gedanklichen Prozesse, die für das Erfinden und den Bau von neuen Werkzeugen nötig sind, weiter zu erforschen.

Compound tool construction by New Caledonian crows. Arbeitsgruppen unter weiblicher Leitung erzielen bessere Prüfungsergebnisse.

Trotzdem beurteilen männliche Teammitglieder die Führungsleistung von Frauen schlechter. Grundlage war ein breit angelegtes Teamwork-Feldexperiment an einer italienischen Universität. Das Experiment umfasste Studierende, die sich freiwillig entschieden hatten, einen Teil ihrer Prüfung als Teamarbeit zu absolvieren.

Die Zusammensetzung der Dreierteams und die Führungsrolle wurden ausgelost. So konnten die Forscher den Effekt unterschiedlicher Geschlechterkonstellationen in einem realen Arbeitsumfeld messen. Bislang waren Teamwork-Experimente meist nur unter Laborbedingungen durchgeführt worden. Die Teamleitungen hatten die Aufgabe, gemeinsame Arbeitstreffen zu organisieren und die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung zu koordinieren. Bei gutem Abschneiden ihres Teams wurden sie für ihren Mehraufwand mit Extrapunkten belohnt.

Trotz gleichem Zeiteinsatz erzielten die frauengeführten Teams signifikant bessere Abschlussnoten. Ausschlaggebend waren die individuellen Leistungen der Teammitglieder. Insbesondere Frauen liefen unter weiblicher Führung zu besserer Form auf. Dieser Effekt war den Teamleiterinnen gar nicht bewusst - sie beurteilten ihre eigene Führungsleistung nicht besser als männliche Teamleiter.

Die Teamleiterinnen selbst erbrachten hingegen schwächere Prüfungsleistungen als weibliche Teammitglieder. Die Forscher vermuten, dass Frauen mehr Zeit zum Wohle der Gruppe investierten, etwa durch betreuende und koordinierende Tätigkeiten, auch wenn dabei ihr eigenes Lernpensum zu kurz kam. Dafür spricht auch, dass Teamleiterinnen ihre Aufgabe als besonders zeitintensiv empfanden und das Engagement der anderen Teammitglieder kritischer beurteilten als Männer. Den Autoren zufolge profitierten frauengeführte Teams im untersuchten Beispiel vom uneigennützigen Engagement der Teamleiterinnen sowie deren Organisations- und Motivationstalent.

Wie können Städte den weiter steigenden Verkehr besser in den Griff bekommen? Das Transportmittel der Zukunft für Innenstädte könnte die Seilbahn sein.