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Alexander Schmidtke und PD Dr. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel.

Bruttoinlandsprodukt (BIP)


Das hier angewendete Prinzip wird auch als Inländerkonzept verstanden. Dabei ist zu beachten, dass es sich hier um die Wohnbevölkerung eines Landes handelt und nicht um die Staatsbürgerschaft. So werden zum Beispiel Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft, die jedoch in Deutschland leben, dem deutschen Bruttonationaleinkommen zugerechnet, wohingegen deutsche Staatsbürger, die nicht in Deutschland leben auch nicht in das Bruttonationaleinkommen des Landes, in dem sie arbeiten, eingerechnet werden.

Das Bruttoinlandsprodukt bezeichnet die Gesamtheit aller in einer Volkswirtschaft in einem Zeitabschnitt produzierten Güter und Dienstleistungen. Das hier angewendete Konzept wird auch als Inlandsprinzip verstanden.

Damit unterscheidet sich das Bruttonationaleinkommen vom Bruttoinlandsprodukt durch das Inlands- bzw. Bei der Berechnung des BIP wird nicht berücksichtigt, ob die Werte durch Inländer oder Ausländer erwirtschaftet werden, solange dies innerhalb der Grenzen eines Landes, also der betrachteten Volkswirtschaft, erfolgt ist.

Das BNP hingegen unterscheidet, ob die Werte durch die in dem beobachteten Land lebende Inländer, oder durch nur in dem betrachteten Land arbeitende Ausländer erwirtschaftet werden.

Als Beispiel können Niederländer, die in Deutschland arbeiten, betrachtet werden. Sie leben in den Niederlanden, fahren aber zur Arbeit nach Deutschland. Nach dem Bruttoinlandsprodukt werden die von ihnen erwirtschafteten Werte mit eingerechnet. Bei der Berechnung des Bruttonationaleinkommens werden diese Werte hingegen von den in Deutschland arbeitenden Niederländern nicht mit eingerechnet. Für kleinere Volkswirtschaften hingegen sind die Ergebnisse dieser beiden Berechnungsmethoden jedoch erheblich.

Hier können Sie ihre Wirtschaftsfrage hinterlassen. Mithilfe einer Differentialfärbung werden Bakterien anhand ihres Färbeverhaltens unterschieden. Das Prinzip der Differentialfärbung beruht darauf, dass diese Entfärbung aufgrund spezifischer Eigenschaften nur bei einer der zu untersuchenden Gruppen gelingt, bei der anderen bleibt die Farbe des ersten Farbstoffs erhalten.

Das bekannteste Beispiel ist die Gramfärbung, mit der aufgrund der unterschiedlichen Zellwandstruktur grampositive und gramnegative Bakterien differenziert werden. Dauerkulturen dienen der Aufbewahrung von Mikroorganismen für einen längeren Zeitraum.

Für eine mittelfristige Aufbewahrung werden die Zellen in einem Trägermaterial getrocknet, für die langfristige Aufbewahrung mit verschiedenen Verfahren tiefgefroren. Bei der Lyophilisation werden Trocknung und Einfrieren kombiniert. Eine Reinkultur besteht aus den Nachkommen einer einzelnen Zelle und wird auch als Klon bezeichnet. Spontanmutationen während der Zellteilungen können zu geringfügigen genetischen Abweichungen innerhalb der Mitglieder dieser Population führen.

Anreicherungsnährmedien nutzen spezifische Eigenschaften von Mikroorganismen in der Ausgangsprobe, um ihr Wachstum gezielt zu fördern, z. Azid hemmt aerobe Mikroorganismen. Bei einer kontinuierlichen Kultur wird im Unterschied zur statischen Kultur während des Wachstums ständig frische Nährlösung zugeführt und gleichzeitig Kulturflüssigkeit abgeführt.

Bei einem Chemostaten entspricht der Zufluss von Nährlösung dem Abfluss von Kulturflüssigkeit, sodass das Volumen konstant bleibt und die Wachstumsrate durch ein Substrat limitiert wird. Bei einem Turbidostat werden Zu- und Abfluss über die Messung der optischen Dichte gesteuert, sodass die Zelldichte konstant bleibt, die Zellen wachsen nahezu mit der maximalen spezifischen Wachstumsrate.

Das Kulturvolumen wird daher in mehreren Schritten erhöht und die Wachstumsbedingungen jedes Mal angepasst und optimiert, z. Dieses schrittweise Verfahren wird als Scale up bezeichnet. Obligat anaerobe Bakterien sind sauerstoffempfindlicher, sie müssen in einer Anaerobenkammer überimpft werden. Gentechnisch veränderte Mikroorganismen werden anhand der gesamten Risikobewertung des Empfänger- und des Spenderorganismus, des rekombinanten Organismus selbst sowie von verwendeten Vektoren eingestuft.

Nach der Biostoff-Verordnung werden Mikroorganismen anhand ihres Gefährdungspotentials in vier Risikogruppen eingeteilt, ein besonders wichtiges Einstufungskriterium ist die Pathogenität gegenüber Menschen. Abhängig von der Risikogruppe, in die ein Mikroorganismus eingestuft wird, gelten vier Sicherheitsstufen für Labore. Pasteurisieren stellt eine Teilentkeimung dar, bei der vegetative Zellen durch Hitze abgetötet werden, jedoch keine Sporen.

Bei der Desinfektion werden gezielt pathogene Mikroorganismen abgetötet oder inaktiviert, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Bei der Sterilisation werden alle vorhandenen Mikroorganismen inklusive ihrer Dauerformen abgetötet oder inaktiviert, ebenso alle Viren und Nucleinsäuren. Die Lebendzellzahl bezeichnet die Anzahl der lebenden Zellen einer Probe.

Sie kann mithilfe von Vitalfarbstoffen gemessen werden stoffwechselaktive Zellen oder durch Ausplattierung vermehrungsfähige Zellen. Trübungsmessung über die Änderung der optischen Dichte, zur Auswertung ist eine Eichkurve erforderlich, die die Änderung der optischen Dichte zu Zellzahl oder Zellmasse in Beziehung setzt. Als Diauxie bezeichnet man ein zweistufiges Wachstum, bei dem nach Verbrauch eines bevorzugt metabolisierten Energiesubstrats und Erreichen der stationären Phase ein zweites Energiesubstrat metabolisiert und eine zweite exponentielle Phase mit anderer Wachstumsrate durchlaufen wird.

Ein Beispiel ist das Wachstum von E. Man unterscheidet sechs Wachstumsphasen, die hintereinander ablaufen: Anlaufphase, in der die Zellen sich an die neuen Wachstumsbedingungen anpassen Beschleunigungsphase: Anstieg der Wachstumsrate Exponentielle Log- Phase: Exponentielles Wachstum mit unter den gegebenen Wachstumsbedingungen maximal erreichbarer Wachstumsrate Übergangsphase: Absinken der Wachstumsrate Stationäre Phase: Kein Wachstum mehr, Zellzahl und Zellmasse bleiben konstant Absterbephase: Exponentielle Abnahme der Zellzahl nach vollständigem Verbrauch der Energiereserven.