Goldstandard

Der Goldstandard ist eine Währungsordnung (auch Goldwährung genannt), bei der die Währung entweder aus Goldmünzen besteht oder aus Banknoten, die einen Anspruch auf Gold repräsentieren und in Gold eingetauscht werden können.

Wenn die Löhne stabil bleiben, obwohl die Unternehmen Löhne in der Höhe nicht mehr finanzieren können Lohnrigidität , führt dies zu Unternehmensinsolvenzen.

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Der Goldstandard ist eine Währungsordnung (auch Goldwährung genannt), bei der die Währung entweder aus Goldmünzen besteht oder aus Banknoten, die einen Anspruch auf Gold repräsentieren und in Gold eingetauscht werden können.

Daneben gibt es u. Das Währungsregime des Goldstandards hatte sich weltweit um das Jahr herum durchgesetzt und war ab in den Industriestaaten das anerkannte System geworden.

Mit der vermehrten Nutzung von Banknoten und Giralgeld entfernte sich die Geldmenge bereits Ende des Jahrhunderts mehr und mehr vom reinen Goldstandard in Richtung auf ein Proportionalsystem. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wurde die Einlösungspflicht von Banknoten in Gold von vielen Staaten ausgesetzt, so dass der Goldstandard in den Jahren ab praktisch aufgehoben war. Nach einer Phase flexibler Wechselkurse gab es auf der Konferenz von Genua eine Einigung, wonach neben Gold auch Devisen als Währungsreserven gehalten werden durften.

Das System geriet mit der Weltwirtschaftskrise erneut ins Wanken. Im Juli beschlossen Repräsentanten aus 44 Staaten das System von Bretton Woods , das die Vorteile des Goldstandards als festen Wechselkurssystems mit den Vorteilen eines flexiblen Wechselkurssystems kombinieren sollte.

Dieses System scheiterte Es wurden Banknoten ausgegeben, die bei der nationalen Währungsbehörde gegen Gold getauscht werden konnten. In Deutschland wurde durch das Gesetz vom 4. Juli [3] auf alle Landeswährungen angewendet. Dabei galt das Proportionalsystem mit Dritteldeckung, d.

Indirekt an den Goldstandard angeschlossen waren solche Länder, die statt Goldreserven Währungsreserven von in Gold konvertierbaren Währungen anlegten Golddevisenstandard. Diese drei Länder hielten zeitweise fast zwei Drittel der gesamten Währungsreserven.

Die wichtigste Währungsreserve war das britische Pfund Sterling. Die Währungsbestimmungen vieler Länder im Jahrhundert erlaubten zur Mitte des Jahrhunderts eine gleichzeitige Prägung von Gold- und Silbermünzen als durch ihren Metallwert gedeckte Kurantmünzen. Zu unterscheiden sind zwei Situationen: Situation b liegt beim Bimetallismus vor, den vor allem Frankreich praktizierte. Eine nahezu reine Silberwährung war dagegen z. Auch in den deutschsprachigen Ländern dominierte ein Silberstandard.

Goldmünzen wurden hier nur als Handelsmünzen geprägt. Das Bindeglied zwischen Gold- und Silberblock waren die Staaten mit einer bimetallischen Doppelwährung, v. Frankreich und die von ihm dominierte Lateinische Münzunion. Reich zu Grunde.

Dieses Silber wurde am Markt u. In der Folge sank der Wert des Silbers erheblich unter 1: Daran zerbrach der Bimetallismus der Münzunion. Milton Friedman — und andere Ökonomen vertreten die Ansicht, dass das Preisniveau während der Deflation in Goldwährungsländern während der Zwischenkriegszeit Great Depression stabiler geblieben wäre, wenn das System des internationalen Bimetallismus nicht zugunsten des klassischen Goldstandards aufgegeben worden wäre.

Im System des Bimetallismus wäre es einfacher gewesen, für die wachsende Warenmenge eine wachsende Geldmenge zu schaffen.

Eine Deflation hätte so vermieden werden können. David Hume — entwickelte ein Modell, das als Goldautomatismus bekannt wurde. Es basiert auf vereinfachenden Grundannahmen.

Es wird nur die Zirkulation der Goldmünzen betrachtet und die Rolle der Banken wird vernachlässigt. Wenn ein Exporteur für seine ausgeführten Waren mit Gold bezahlt wurde, brachte er es in eine Münzanstalt zum Prägen von Münzen.

Dies wurde als Export von Gold betrachtet. Ein Land, das mehr Gold für importierte Waren exportiert als es Waren exportiert, generiert einen Abfluss an Gold und damit ein Zahlungsbilanzdefizit. Im Ausland hatte dies den Effekt, dass die Preise auf Grund des erhöhten Goldumlaufs stiegen; der Goldmünzenzufluss bedingte eine Änderung der relativen Preise.

Diese Preiserhöhung hatte zur Folge, dass die importierten Güter im Defizitland teurer wurden und ihr Absatz zurückging. Für andere Länder verbilligten sich die Waren aus dem Defizitland, so dass der Konsum erhöht werden konnte. Das hatte für das Defizitland einen steigenden Export zur Folge und im Gegenzug gingen die Importe zurück. Der Automatismus sollte mittel- bis langfristig zu einem Ausgleich von Handelsbilanzungleichgewichten führen.

Eine wichtige Aufgabe der Zentralbanken unter dem klassischen Goldstandard bestand darin, Goldreserven in dem Umfang zu halten, wie es zur Deckung von Einlösungsverpflichtungen aus Banknoten und Scheidemünzen erforderlich war. Hatte eine Zentralbank den Zinssatz erhöht, so floss ihr kurzfristig ausländisches, ebenfalls goldgedecktes Finanzkapital zu.

Ihre Goldreserven erhöhten sich. Die Zahlungsbilanz des Gold abgebenden Landes wurde belastet, die des aufnehmenden Landes entlastet. Mittelfristig kehrt sich dieser Effekt jedoch um, da nicht nur das Gold zurückgezahlt werden muss, sondern wegen des überproportional hohen Zinssatzes auch hohe Zinszahlungen in Gold geleistet werden müssen. Wegen der kurzfristigen Ungleichgewichte in der Zahlungsbilanz konnte eine Kettenreaktion von Diskontsatzerhöhungen in Gang kommen. Die Zentralbanken des Blocks von Ländern mit Goldstandard kamen daher überein, dass alle Zentralbanken an die Weisungen einer einzigen Zentralbank gebunden sein sollten.

Diese weisungsbefugte Zentralbank sollte die britische Bank of England sein, die damals einflussreichste Bank. In solchem Fall wird zugunsten national unterschiedlicher Diskontsätze argumentiert. Zwischen den Ländern, die dem Goldstandard unterlagen und zwischen denen Gold frei bewegt werden durfte, führte die Goldumtauschverpflichtung der Zentralbanken dazu, dass die Wechselkurse faktisch fixiert wurden.

Es entstand also ein festes Wechselkurssystem mit allen Vor- und Nachteilen. Durch Unterschiede in der Ausgestaltung des Goldstandards und in der Kreditwürdigkeit der Staaten konnten die realen Wechselkurse von den rechnerischen Kursen abweichen. Der Ursprung der weltweiten Einführung eines Goldstandards im Jahrhundert basiert auf zwei, nacheinander wirkenden Ursachen. Der festgesetzte Zwangskurs bewertete Goldmünzen daher über und Silbermünzen unter.

Es lohnte sich nämlich, die unterbewerteten Silbermünzen einzuschmelzen und als Metall zu verkaufen, weil die Silbermenge einer Münze einen Marktwert hatte, der höher als der Nennwert der Münze war. Das führte dazu, dass die wichtigsten Handelsmächte dazu übergingen, ihre Währung in Gold zu definieren und damit in Gold zu konvertieren. Aus den Entscheidungen der nationalen Regierungen konnte ein fester Wechselkurs entstehen.

Nach war der Goldstandard das dominierende Währungssystem. Einige Länder beriefen eine internationale Konferenz ein, um eine Währungsunion auf Grundlage des Bimetallismus zu gründen. Dezember die Lateinische Münzunion. Es wurde befürchtet, dass sich die Welt in einen Goldblock, einen Silberblock und einen Bimetallblock spalten könnte.

Die Lateinische Münzunion stellte ihr Währungssystem auf eine reine Goldwährung um, weil der Bimetallismus wegen des Wertverfalls des Silbers nicht mehr zu halten war. Die Reparationszahlungen , die nach dem Deutsch-Französischen Krieg ab vom besiegten Frankreich an Deutschland flossen, waren die Grundlage der neuen deutschen Goldwährung, der Mark.

Frankreich musste Reparationen in Höhe von fünf Milliarden Franc zahlen. Dies geschah zu Millionen Franc in Form von Goldmünzen.

Diese Wechsel wurden bei der Bank of England in Gold umgetauscht. Gleichzeitig verkaufte Deutschland seine Silberbestände und kaufte weiteres Gold auf dem Weltmarkt zu. Um einer Abwertung der Silberwährungen durch die hohe Silbermenge auf dem Markt entgegenzuwirken, limitierten Frankreich und die Lateinische Münzunion die Prägung von Silbermünzen.

International sank jedoch der Silberwert — die Silbermünzen der Münzunion wurden faktisch von vollwertigen Kurantmünzen zu Scheidemünzen. In den letzten Jahren des Die gesamte Wirtschaftsleistung verringert sich zunehmend. Dadurch werden Schuldner benachteiligt, da ihre über Kredite finanzierten Sachgüter in Geldeinheiten gemessen an Wert verlieren, aber sie nach wie vor den gleichen anfangs festgesetzten monetären Wert begleichen müssen.

Hingegen profitieren Besitzer von Geldvermögen von einer Deflation, da ihr Kapital nun — zinsbereinigt — einen höheren Wert hat als am Anfang der Periode. In der Folge kommt es vermehrt zu Insolvenzen von verschuldeten Unternehmen, mit negativen Auswirkungen auf deren Arbeitnehmer und Gläubiger. Die Kaufkraft der Konsumenten steigt, wenn die Löhne nicht stärker sinken als die Preise.

Wenn die Löhne stabil bleiben, obwohl die Unternehmen Löhne in der Höhe nicht mehr finanzieren können Lohnrigidität , führt dies zu Unternehmensinsolvenzen. Litt ein Land einmal unter einer deflationären Phase, so war die Gefahr einer selbsterhaltenden bzw.

Sinkende Preise und Einkommen führten zu einer merklichen Kaufzurückhaltung der Konsumenten, da diese mit weiter sinkenden Preisen bzw. Die sinkende Nachfrage wiederum bewirkte eine niedrigere Auslastung der Produktionskapazitäten oder gar Insolvenzen und damit weiter sinkende Preise und Einkommen. Aufgrund der negativen Auswirkungen auf die Gläubiger, z. Banken, schränken diese ihre Kreditvergabe ein, was die Geldmenge vermindert und Wirtschaftswachstum erschwert.

Diesen Kreislauf bezeichnet man im Allgemeinen als Deflationsspirale. Seit dem Aufkommen keynesianischer und monetaristischer Theorie gilt Deflation als verhinderbar. Wenn sich eine Volkswirtschaft im Abschwung eines Konjunkturzyklus befindet, reagieren die Menschen vorsichtig. Sie erwarten, dass sich ihre Einkommenslage verschlechtern wird, sie fürchten um ihren Arbeitsplatz , und geben deshalb in der Erwartung eines zukünftig geringeren Einkommens und der daraus resultierenden Haltung der Existenzsicherung weniger Geld aus.

Eine vermehrte Zunahme der persönlichen finanziellen Rücklagen setzt allenfalls dann ein, wenn der Zustrom an Geld für die Person nicht so stark sinkt wie der Abfluss an Geld.

Auch die Unternehmen halten sich zurück. Es wird nur das Nötigste gekauft und wenig investiert sogenannte Investitionszurückhaltung. Dieser Nachfragerückgang führt dazu, dass Unternehmen geringere Umsätze bzw.

Insgesamt sinkt nun die Gesamtgüternachfrage bei ungefähr gleich bleibendem Güterangebot Nachfragelücke. Grundsätzlich sind geringere Bedürfnisse die Ursache von Konsumzurückhaltung. Ob diese geringeren Bedürfnisse aus Selbstbeherrschung oder mangelndem Geld resultieren ist eine andere Sache.

Dieses Phänomen ist zurzeit in Japan zu beobachten Stand: Besonders durch das Platzen von Spekulationsblasen wie z. Immobilienblasen kommt es zu einer Vermögensdeflation, vor allem, wenn die Vermögensgegenstände durch Kredite finanziert worden sind. Die sinkenden Vermögenspreise führen dann zur Überschuldung von Haushalten, wodurch es zu Kreditausfällen kommt und auch die Banken in Bedrängnis geraten.

Da nun weniger neue Kredite vergeben werden als auslaufen und ausfallen, sinkt die Geldmenge. Die Konsumenten können ebenfalls ihre Konsumausgaben kaum noch mit Krediten finanzieren, so dass in der Volkswirtschaft die Nachfrage zurückgeht.

So kann die Vermögensdeflation eine allgemeine Deflation auslösen. Wenn diese Wetten zusammenbrechen, müssen fieberhaft Vermögensanlagen verkauft werden, deren Preise durch das gleichzeitige hohe Angebot kollapsartig verfallen. Eine solche Spirale nach unten übersteigt die sog. Lohndeflation zu einem sich kumulativ selbstverstärkenden Prozess in einer Volkswirtschaft, bei dem Güter- und Faktorpreise gleichzeitig fallen. Dieses Phänomen wird als Liquiditätsfalle bezeichnet: Aufgrund verfestigter Deflationserwartungen in der Wirtschaft bieten selbst nominale Zinsen von Null Prozent keine Anreize für die Kreditvergabe durch Geschäftsbanken an Investoren oder Konsumenten.

Die Kreditrisiken der Gläubiger gegenüber den potenziellen Schuldnern werden von den Gläubigern aufgrund der allgemeinen Unsicherheit über die zukünftige Wirtschaftsentwicklung infolge der Deflation höher als die durch die Kreditvergabe für die Gläubiger erzielbaren Zinserlöse angesehen. Kreditrationierung durch die Kreditinstitute verhindert dann, dass die potenziell vorhandene Liquidität durch die Nullzinspolitik der Zentralbank in effektive Nachfrage bei Investoren und Konsumenten umgesetzt werden kann, was über steigende Kreditvergabe durch Geschäftsbanken durchaus möglich wäre.

Erst wenn wieder Vertrauen in der Wirtschaft auf ein nahes Ende der Deflation entsteht, löst sich die Liquiditätsfalle, in der die Geldpolitik steckt, auf, und der normale Wirkungszusammenhang stellt sich wieder her.

Eine weitere mögliche Quelle für Deflation ist der Staatssektor. Wenn eine Regierung die Staatsausgaben drastisch kürzt, etwa um das Budgetdefizit zu verringern oder einen Budgetüberschuss zu erzielen, fällt die staatliche Nachfrage auf den Märkten kleiner aus, und man gelangt wieder bei gleich bleibendem Angebot zu einer Nachfragelücke.

Erstens im Fall wegbrechender Nachfrage aus dem Ausland wegen dort regional lahmender Konjunktur oder einer Weltwirtschaftskrise.

Zweitens durch Aufwertung der eigenen Währung , die die Ausfuhren für die ausländischen Kunden teurer macht. Wenn etwa der Euro gegenüber dem US-Dollar aufwertet, d. Gleichzeitig macht die Aufwertung der Inlandswährung Importprodukte günstiger und setzt zusätzlich die inländische Produktion unter Druck, die ggf. Beides schlägt sich im inländischen Preisniveau nieder.

Wenn ein Land seine Währung etwa durch ein Currency Board an die eines anderen Landes koppelt, das ein höheres Produktivitätswachstum , eine günstigere Entwicklung der Lohnstückkosten o. Letzteres führt in Richtung Deflation. Einen analogen Effekt wie feste Wechselkurssysteme haben Währungsunionen.

Nach monetaristischer Vorstellung sind Inflation und Deflation immer und überall ein monetäres Phänomen Milton Friedman. Die dahinterstehende Idee ist, dass eine restriktive Geldpolitik Erhöhung der Mindestreserve , Steigerung des Zinssatzes über die Quantitätsgleichung zu niedrigeren Preisen führt. Doch auch nach nicht-monetaristischer Sicht führt eine restriktive Geldpolitik zu Deflation, da sie beispielsweise durch die höheren Zentralbankzinsen die gesamtwirtschaftliche Nachfrage dämpft.

In einer Deflation sinken der nominelle Gewinn, der nominelle Wert von Unternehmen und der nominelle Wert der Arbeitsleistung, während der Wert von Krediten stabil bleibt. Die reale Schuldenlast erhöht sich also durch einen allgemeinen Preisverfall. Dies hat in einer modernen Volkswirtschaft gewaltige Auswirkungen, weil die Buchgeldmenge um ein Vielfaches höher ist als die Bargeldmenge. Buchgeld ist eine durch Kreditvergabe der Banken entstandene Geldmenge Giralgeldschöpfung.

Er beschrieb eine Verkettung von Umständen, die zu Schuldendeflation führt: Das Ergebnis der Schuldendeflation ist scheinbar paradox: Während die neoklassische Theorie immer behauptet hatte, dass Änderungen der Preise keine Auswirkungen auf die Realwirtschaft hätten, warnte John Maynard Keynes bereits vor den Folgen einer mit der Rückkehr zum internationalen Goldstandard verbundenen Deflation.

Unternehmer würden sich während einer schweren Deflation am besten ganz aus dem Geschäft zurückziehen und jedermann sollte geplante Ausgaben möglichst lange aufschieben. Ein Weiser werde seine Anlagen zu Geld machen, sich von allen Risiken und Aktivitäten fernhalten und in ländlicher Zurückgezogenheit die ständige Wertsteigerung seines Geldes abwarten.

Auf Basis der allgemeinen Gleichgewichtstheorie betrachtet führt Schuldendeflation zwar zu einer Kaufkraftumverteilung von den Schuldnern hin zu den Gläubigern, der Markt bleibt aber im Gleichgewicht.

In diesem Modell hat nicht die Schuldendeflation selbst, sondern erst die dadurch ausgelöste Erwartungshaltung der Menschen fatale Folgen. Da die Menschen erwarten, dass sich aufgrund sinkender Löhne und Profite die reale Schuldenlast mit der Zeit erhöht, die Einnahmen sich vermindern, verzichten sie auf Konsum bzw.

Die freiwirtschaftliche Theorie — die von der überwiegenden Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftler abgelehnt wird — betrachtet die nach ihrer Überzeugung sinkende Geldumlaufgeschwindigkeit als Hauptursache der Deflation.

Wie die Quantitätstheorie des Geldes nahelegt, kann eine Deflation nicht nur durch eine Verknappung des Geldangebots, sondern auch durch eine Ausweitung des Güterangebots entstehen. Ist dies der Fall, kann eine Deflation sich durchaus positiv auf den Wohlstand der Bevölkerung auswirken, weil diese bei gleichen Nominallöhnen mehr Kaufkraft hat. Während der zweiten industriellen Revolution von bis erweiterte sich durch neue Technologien und die weltweite Ausweitung von Eisenbahnnetzen das Güterangebot, während der Beitritt einiger europäischer Staaten Deutschland, Belgien, die Niederlande, Skandinavien und später Frankreich in den Goldstandard die Geldmenge verknappte.

Bis in die er Jahre glaubten die meisten Volkswirte, dass eine Deflation sich durch das freie Spiel der Marktkräfte selbst überwindet.