Klimakiller: Wie Sie Produkte mit Palmöl meiden können

 · Zusammen produzieren diese beiden Länder mehr als 80 Prozent des weltweiten Palmöls. Fast alles davon wird exportiert. Auch nach Europa. Palmöl ist Author: Doreen Fiedler.

Wir können und sollten unsere Grundnahrungsmittel selbst anbauen und nicht auf Kosten der tropischen Regenwälder und der dort lebenden Menschen. Laut Najib hat China beim letzen Besuch zugesagt, noch mehr Palmöl abzunehmen.

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Von der EU in Auftrag gegebene Studien, die die EU-Kommission lange zurückhielt, kommen zu dem Ergebnis, dass Biodiesel aus Palmöl dreimal so viele klimaschädliche Emissionen wie .

Palmöl ist das meistproduzierte pflanzliche Öl weltweit. Um den Umweltauswirkungen der nicht nachhaltigen Palmölproduktion entgegenzuwirken, wie z. Zudem soll ab in der EU verkaufter Biokraftstoff keine Pflanzenöle mehr enthalten, deren Herstellung Entwaldung verursacht, so die Abgeordneten in einer verabschiedeten Resolution.

Es komme dabei häufig Kinderarbeit zum Einsatz, und es gebe zahlreiche Landkonflikte zwischen örtlichen und indigenen Gemeinschaften und Inhabern von Palmölkonzessionen. Laut Najib hat China beim letzen Besuch zugesagt, noch mehr Palmöl abzunehmen. Kostengründe und der Wechsel der Rohstoffbasis von Talk zu Palmöl haben den Ausschlag für die Investitionsverlagerung gegeben.

Dazu gehört auch die EU. Investitionen in Forschung, Entwicklung und Kommerzialisierung seien nötig, um die Entwicklung der Palmölindustrie zu unterstützen. Hier gehe es auch darum, Humankapital zu stärken, den Bereich der Palmölindustrie zu professionalisieren und neue Fonds für das Pflanzen neuer Ölpalmen und Wiederbepflanzungsprogramme zu fördern. Wie wir bereits aus anderen Handelsbeziehungen wissen, haben die Konzerne die Macht und beide Länder sind wichtige Handelspartner der EU und auch der Deutschen Wirtschaft, wie Sie aus den Beiträgen vom Ausländischen Amt ersehen können:.

Dass Malaysia ebenfalls über Macht verfügt, sehen Sie an diesem Beispiel: Das Label geht jedoch nicht weit genug, da es den Anbau auf Torflandschaften, welche viel Kohlenstoff speichern und damit wichtig im Kampf gegen den Klimawandel sind, erlaubt, die Verwendung von hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln zulässt und sein Beschwerdemechanismus nicht sehr transparent und effektiv ist.

Die Lösung ist, es verantwortungsvoll anzubauen. Denn auch vor Naturschutzgebieten wird nicht halt gemacht. Hoffen wir, dass die Europäische Kommission weiterhin den Import von Palmöl einschränken wird. Palmöl ist das meist produzierte pflanzliche Öl weltweit.

Australier protestieren gegen Palmöl! Bad for Forests, and Your Health. Panzer für Palmöl — 3. Vor kurzem bin ich aber wieder ausgestiegen, wegen deren Palmöl-Philosophie. Kaum ein Einkauf, bei dem sich keine Produkte im Korb befinden, die Palmöl enthalten. Das meistgehandelte pflanzliche Fett ist allgegenwärtig: Und die Liste liesse sich noch weiter fortsetzen. Als weiterer Verwendungszweck ist in den letzten Jahren Biodiesel dazugekommen.

Vor einigen Jahren hat Indonesien Malaysia als weltgrössten Produzenten überholt. Riesige Flächen an Regenwald mussten den Plantagen Platz machen. Die einfachste und billigste Methode der Landgewinnung ist, den Regenwald abzubrennen. Vor allem im Herbst ziehen über grosse Teile Südostasiens riesige Rauchschwaden, die von den Brandrodungen stammen.

Die Kosten sind immens: Hektaren den Plantagen geopfert worden. Das entspricht annähernd der Fläche von Deutschland. Wenn der Regenwald verschwindet, gefährdet das Tierarten, wie etwa Orang-Utans. Und die Brandrodungen belasten im grossen Ausmass die Klimabilanz. Der CO2-Ausstoss Indonesiens verzehnfachte sich während der grossen Brände im Herbst letzten Jahres und übertraf zeitweise gar die Emissionen der amerikanischen Wirtschaft.

Sie fordern, dass die Palmölproduktion nicht mehr auf Kosten des Regenwaldes gehen dürfe. Der Druck auf die Industrie wurde so gross, dass diese handelt. Die Umsetzung kann unterschiedlich strikt erfolgen, vom Einkauf von Zertifikaten bis zur vollständigen Kontrolle der eigenen Produktionskette. Grosse Unterschiede gibt es regional: Doch so nachhaltig, wie es der Name verspricht, ist es nicht.

Tatsächlich sind die Kriterien lasch: Der Anbau auf Torfböden und die Verwendung hochgefährlicher Pestizide wie Paraquat sind nicht verboten. Kritisiert wird auch, dass die Kontrolleure vom Runden Tisch oder seinen Mitgliedern selbst beauftragt werden. Eine unabhängige Kontrollinstanz gibt es nicht. Somit treibt das Siegel weniger den Schutz des Waldes und seiner Anwohner voran. Vielmehr dient es Industrie und Politik als Legitimation und zur Nachschubsicherung für ihren steigenden Palmölbedarf.

Die gigantischen Monokulturen und deren Ausweitung hätten unweigerlich die Vernichtung von Regenwald und Artenvielfalt sowie Landraub zur Folge.

Denn obwohl Brandrodungen in Indonesien verboten sind und die Regierung sogar ein Moratorium für die Abholzung von Primärwald verhängt hat, schreitet das Waldsterben weiter voran.

Greenpeace hat in einer Studie die Ursachen der Waldbrände untersucht, die im Juni in Jambis Nachbarprovinz Riau wüteten - es waren die schlimmsten seit 16 Jahren. Wer könnte dann helfen, Kompensationen für die betroffenen Gemeinden durchzusetzen? Die Täter würden von der Bildfläche verschwinden und wir hätten keinen Einfluss mehr auf die Situation.

Doch im ersten Wirkungsbericht, den der Runde Tisch im Herbst erstmals vorlegte, wurden 46 Beschwerden gegen Mitglieder umgesetzt, jedoch nur 19 davon auch abgeschlossen. Zurück in Bungku, führt die Fahrt auch an jener Stelle vorbei, an der Puji gefoltert wurde. Es war nicht der erste Fall von Gewalt gegen die Menschen von Jambi.

Es war ein Deal unter Familienmitgliedern: So wurde Wilmar auch die Verhandlungen los, die kurz darauf abgebrochen wurden. Sie vertrieben die Menschen mit Gewalt, zerstörten und plünderten insgesamt fast Hütten. Zurück in ihre Dörfer können sie nicht mehr - die Firma hat den Zugang mit Wassergräben und bewachten Schranken abgeriegelt.

Pujis Freunde sitzen auf zusammengezimmerten Brettern. Sie sind erschöpft, viele traumatisiert. Ardani, ihr charismatischer Anführer, hustet unablässig. Sie haben zu wenig Essen und zu wenig Wasser. Wir waren reich und sicher. Manche versuchen, Palmölfrüchte zu verkaufen. Doch wenn sie kein Geld haben, um die Security zu bestechen, werden sie als Diebe verhaftet.

Er redet keine Viertelstunde, da nähert sich ein Soldat auf dem Motorrad. Die Widerständler stehen unter Beobachtung. Der Soldat setzt sich in die Runde, die Gespräche verstummen. Als er nach zwei Stunden fährt, ist es bereits dunkel. Die haben unser Land gestohlen! Doch was folgt daraus? Was unternimmt der Konzern, um Landkonflikte wie den in Jambi zu befrieden? Unilever antwortet schriftlich, dass weder sie noch Wilmar Palmöl der Ganda Group beziehen.

Letzteres habe Wilmar schriftlich bestätigt. Unilever verweist auf die neue Strategie, bis Ende " Prozent rückverfolgbares und nachhaltig zertifiziertes Palmöl" für die "Foods Kategorie in Europa" zu beziehen.

Das Umfeld der Mühlen soll mit Satellitendaten überwacht werden, um Krisenherde zu ermitteln. Man wolle durch "Dialog und enge Kooperation die Industrie transformieren".

Eigentlich müsste sie die Auswirkungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie überprüfen und entsprechend anpassen. Das schreibt die Nachhaltigkeitsverordnung vor. Er hält es für eine "Fehlentscheidung, dass die EU an der Zwangsbeimischung festhält". Der Umweltausschuss der Kommission, dem Häusling angehört, hatte eine Senkung der Quote von zehn auf fünf Prozent beschlossen, doch das Parlament hob die Grenze vorerst wieder auf sechs Prozent an.

Noch ist nichts entschieden. Die Industrie hat eine wirkmächtige Lobby. Denn auch die Automobilindustrie ist an Agrarsprit interessiert.