Warum nehmen die Golfstaaten kaum Flüchtlinge auf? Von Ölreichtum und Kälte


Still, al Qaeda found fertile fund-raising ground in Saudi Arabia, where extreme religious views are common and charitable giving was both essential to the culture and subject to very limited oversight.

Arabien-Forscher Sebastian Sons sieht das Königshaus intern und extern unter Druck


Wie viele absolute Regime ist sie darauf bedacht, die eigene Macht zu sichern — und die seiner Verbündeten. Auch im eigenen Land verbot das Königshaus Demonstrationen und griff hart durch.

Aber es setzte noch auf eine zweite Rechnung: Geld gleich Wohlstand gleich Ruhe im Volk. Doch der Ölreichtum ist gefährdet. Riad hofft darauf, dass sich aufgrund der Erdölschwemme etwa das Fracking in den USA irgendwann weniger lohnt und die Förderung gedrosselt wird. Doch wann und ob es soweit kommt, gleicht einem Blick in die Glaskugel. Die Terrormiliz will nationale Grenzen sprengen, ihr Kalifat ausdehnen — und dabei auch vor Saudi-Arabien nicht Halt machen, so die Lesart des Königshauses.

Zwar stehen auch sie für eine strenge Auslegung des Korans, fühlen sich jedoch vom IS-Terror bedroht. Dieses Engagement würdigten viele Nachrufe auf König Abdullah und beschrieben ihn als vorsichtigen Reformer, der das Land durch unruhige Zeiten führte.

Für Salman aber dürfte es kaum weniger turbulent werden. Inzwischen ist im Bildungssektor die Liberalisierung so weit vorangeschritten, dass die Mehrheit der Studierenden Frauen sind.

Sie müssen die Vorlesungen von männlichen Dozenten am Bildschirm verfolgen, da in der Universität wie im gesamten öffentlichen Raum der Grundsatz gilt, dass Frauen keinerlei persönlichen Kontakt zu nichtverwandten Männern und Männer keinerlei persönlichen Kontakt zu nichtverwandten Frauen haben dürfen.

Eine Zustimmung eines männlichen Verwandten zur Aufnahme eines Studiums ist mittlerweile nicht mehr erforderlich. Nur durch automatischen Fahrbetrieb konnten bei einem internen Verkehrsmittel beide Bedingungen erfüllt werden, dass Frauen keine Fahrzeuge steuern — und ohne Aufsicht nicht mit männlichem Fahrpersonal zusammentreffen.

In Saudi-Arabien leben bei einer Gesamtbevölkerungszahl von ca. Der Saudische Staat will die meist illegale Beschäftigung eindämmen und gründete eine eigene Mann starke Einsatztruppe, die seitdem Läden, Baustellen, Restaurants und andere Arbeitsplätze durchkämmt.

Etwa eine Million Menschen reisten daraufhin aus und rund vier Millionen weitere fanden feste Arbeitsplätze und durften im Land bleiben. Bei Unruhen in einem überwiegend von Ausländern bewohnten Viertel Riads im November sind nach Polizeiangaben Menschen getötet worden. Im Stadtteil Manfuhah hätten Einheimische und Ausländer die Polizei mit Steinen und Messern angegriffen, woraufhin Sicherheitskräfte eingeschritten seien.

Ein Saudi-Araber und ein weiterer Mensch seien getötet worden. Über dessen Identität wurde nichts mitgeteilt. Weitere 68 Menschen wurden verletzt und mehr als Menschen von der Polizei festgenommen. Hunderte illegale Einwanderer stellten sich nach den Ausschreitungen der Polizei und wurden mit Bussen in ein Abschiebezentrum gebracht. Saudi-Arabien ist ein enger Verbündeter der Vereinigten Staaten.

Seitdem gelten die Vereinigten Staaten als enger Verbündeter des Königreiches. Die engen Beziehungen zwischen den beiden Ländern lassen sich als Tausch von Zugang zu Öl gegen Sicherheitsgarantien beschreiben.

Im Hinblick auf den Hegemonialstreit mit dem Iran bei der Militärintervention im Jemen , in Syrien und im Irak warnte der deutsche Auslandsnachrichtendienst BND allerdings vor einer zunehmend destabilisierenden Rolle Saudi-Arabiens [87] , wobei das Wirken des seit Januar amtierenden saudischen Verteidigungsministers Mohammed bin Salman besonders kritisch betrachtet wurde: An den militärischen Handlungen der Arabisch-Israelischen Kriege nahm das Königreich nicht teil; es unterstützte aber die gemeinsame Sache der Araber durch massive finanzielle Hilfe an die Palästinenser-Organisationen sowie durch zeitweilige Reduzierung der Erdöllieferungen in die westliche Welt unter König Faisal.

Saudi-Arabien befindet sich seit Palästinakrieg mit Israel offiziell im Kriegszustand, der Staat Israel wird weiterhin nicht anerkannt, politische Kontakte beider Länder gibt es nicht. In den letzten Jahren setzt sich das Königreich für eine friedliche Lösung des Nahostkonfliktes ein.

Der Plan sah die Übergabe fast der gesamten israelisch besetzen Gebiete an die Palästinenser vor sowie die Anerkennung des Palästinenserstaates mit der Hauptstadt Ost-Jerusalem. Der Plan wurde nach Kritik sowohl durch Israel als auch aus arabischen Staaten aufgegeben. König Abdullah gelang es, die verfeindeten palästinensischen Führer der Organisation Fatah und der islamistischen Terrorgruppe Hamas in der heiligen Stadt Mekka am 8.

Februar zu einem Friedensvertrag zu weisen. Dieser sollte sich aber mittelfristig als wirkungsloses Mittel herausstellen, um die inneren Konflikte der Palästinenser nachhaltig zu lösen. Ende wurde Mahmud Ahmadinedschad von König Abdullah zum Haddsch eingeladen, dies hatte vor allem einen symbolischen Wert, da es das erste Mal in Saudi-Arabiens Geschichte war, dass ein König einen schiitischen Führer offiziell zum Haddsch einlud.

Es sollen dabei auch politische Themen besprochen worden sein. Die saudische Regierung sagte, dass sie gemeinsam mit den anderen Golfstaaten einen Militärschlag gegen den Iran vermeiden und in der Angelegenheit des iranischen Atomprogrammes schlichten wolle. Auch Saudi-Arabien hatte ein eigenes Atomprogramm. Seit der Hinrichtung des prominenten schiitischen Klerikers Nimr al-Nimr am 2.

Januar zusammen mit 46 weiteren Personen, unter denen sich Terroristen, aber auch friedliche Oppositionelle befanden, herrscht eine ernsthafte diplomatische Krise mit dem Iran. Januar stürmten iranische Demonstranten die saudische Botschaft in Teheran und setzten sie teilweise in Brand. Januar gab Saudi-Arabien auch die Beendigung aller wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Iran inklusive des Flugverkehrs sowie die Ausweisung aller iranischen Staatsangehörigen bekannt. Der als streng dogmatisch geltende salafistische Islam ist vor allem im Königreich verbreitet, Saudi-Arabien gilt als dessen Heimat.

Das Land steht damit im Verdacht, weltweit sunnitischen Extremismus zu exportieren. Von den Millionen, die an saudische Hilfsorganisationen gespendet werden, sollen auch ein Teil in den Irak und nach Südostasien zu sunnitischen Widerstandsgruppen gehen. Das König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog wurde von König Abdullah gegründet, in Wien eröffnet und wird von Spanien und Österreich mitgetragen.

Das Zentrum sieht sich als inter-Regierungs-Organisation, welche den globalen Dialog und die Kooperation sowie den gegenseitigen Respekt zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens und Kultur stärken möchte. Es ist das einzige arabische Land bei den G -Treffen. Das Land ist in 13 Provinzen Singular: Alle Provinzgouverneure werden vom König ernannt. Dörfer werden in der Regel von einem Dorf- oder Ältestenrat regiert.

Mekka und Medina sind für Nicht-Muslime völlig gesperrt. Die ersten vier sind Millionenstädte. Historisch ist Riad ein sehr wichtiger Durchreiseort des arabischen Raums, der Pilgerwege nach Mekka und Medina, der wichtigsten Pilgerstätten des Islams.

In Riad befindet sich seit der Hauptpalast des Königshauses Saud. Riad, manchmal im Deutschen auch Er-Riad geschrieben, war ursprünglich eine Oase, die sich nach und nach zur Metropole entwickelte, besonders nach dem Ölboom in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts.

Die Stadt ist ca. Damals hatte sie ca. Die Stadt liegt eingebettet zwischen dem Meer und dem Asir-Gebirge. Als Nächstes ist Mekka zu nennen, die wichtigste Stadt des Islams.

In Mekka leben rund 1,3 Millionen Menschen. Die Anreise erfolgt allermeist über den Hafen und den Flughafen von Dschidda und dann noch gut km weit auf dem Landweg. Mekka befindet sich im Landesinneren ungefähr Kilometer südlich des nördlichen Wendekreises im mittleren Westen des Landes. Medina hat rund 1,75 Millionen Einwohner und ist die zweitheiligste Stadt der Muslime. Sie liegt in der Mitte des Landes, westlich von Riad. Mohammed ist in Medina begraben, was die Stadt zu einem wichtigen Pilgerort macht.

Medina war eine bedeutende Karawanenstadt und ein wichtiges Handelszentrum, das von den Truppen des saudischen Königs gegen die Armee der Haschimiten erobert und dem Königreich einverleibt wurde. Sie bestehen aus den fünf Teilstreitkräften. Es gibt keine Wehrpflicht , die Streitkräfte sind eine reine Berufsarmee , das Mindestalter für den Eintritt beträgt achtzehn Jahre.

In den saudischen Streitkräften können nur Männer dienen. Mitte der er Jahre lag die Truppenstärke noch bei ca. Bild am Sonntag berichtete, dass der Bundessicherheitsrat am Januar beschlossen hat, Waffenexporte nach Saudi-Arabien zu stoppen, indem Exportanträge abgelehnt oder vertagt wurden. Der Beitritt hat die Internationale Öffnung des saudischen Marktes beschleunigt.

Nach den Bodenschätzen ist der Dienstleistungssektor, insbesondere der Tourismus mit alljährlich mehr als drei Millionen [] Pilgern, ein wichtiges Wirtschaftsgut. Euro aus Deutschland ein. Die Ausfuhren beliefen sich auf 0,9 Milliarden Euro. Im Jahr sollen die ca. Das Land hält hohe Devisenreserven Mrd. USD im April Dieser Kurs wurde jedoch nun deutlich angepasst.

Ab sofort gibt es eine Mehrwertsteuer - und Benzin ist drastisch teurer. Ein Liter Super kostet nun umgerechnet 45 Euro-Cent - mehr als doppelt so viel wie zuvor. Damit wolle man den schnellen Anstieg des Energieverbrauchs im Land bremsen, so das Ministerium. Die wichtigsten Bodenschätze Saudi-Arabiens sind: Die Erdölförderung wurde aufgenommen, der Ölexport.

Die Vorräte belaufen sich auf 35 bis 36 Milliarden Tonnen bzw. Da die aus der Raffinierung hergestellten Produkte wie Heizöl , Benzin , Kerosin und Diesel den Bedarf im Königreich bei weitem übersteigen, werden diese an Länder exportiert, die keine eigene Raffinerie-Industrie besitzen. Es warf seine gesamte Reservekapazität auf den Markt, um den Verlust irakischer und kuwaitischer Produktion auszugleichen, und stabilisierte so die Märkte.

Es verfügt über Reservekapazitäten, die in Zeiten der Angebotsknappheit auf den Markt geworfen und in Zeiten des Überflusses wieder zurückgezogen werden können. Seit fördert Russland mit über 9,4 Millionen Barrel pro Tag mehr, während die Förderung Saudi-Arabiens erstmals seit auf unter 9 Millionen, nämlich durchschnittliche 8,7 Millionen Barrel pro Tag, zurückging.

Experten gehen davon aus, dass Saudi-Arabien gezielt seine Fördermengen gedrosselt hat, um den Ölpreis zu erhöhen. Das Königreich gilt als die Hauptstütze der weltweiten Erdölproduktion: Dies stimmt mit den Ergebnissen des texanischen Investmentbankers und Ölexperten Matthew Simmons überein. Eine Steigerung der Förderung in diesen alten Feldern gelang nur mit deutlich mehr Bohrtürmen, eine weitere Steigerung der Erdölproduktion ist daher nur mit der Anzapfung anderer Erdölfelder möglich.

Mit dem Manifa -Erdölfeld besitzt Saudi-Arabien einen weiteren beachtlichen Vorrat an Erdöl, der noch nicht angezapft wurde. Nach der anhaltenden Dollarschwäche im Februar und März wies der Zentralbankgouverneur des Landes das Gerücht zurück, dass es Pläne gebe, die Lieferungen in Euro abzurechnen. Saudi-Arabien gehört mit zu den Ländern, die in der sogenannten strategischen Ellipse liegen. Zukünftig sollen die Energiequellen weiter diversifiziert werden. Erste Ausschreibungen für Wind- und Solarenergie fanden bereits statt.

Demnach soll in Saudi-Arabien bis ein Solarpark entstehen, der nach und nach auf eine Leistung von GW ausgebaut wird. Die Investitionssumme für das Projekt wird mit ca. Dollar an Stromkosten einsparen.

Längerfristig setzt die Regierung auch auf Kernenergie , zu den Bodenschätzen gehört nämlich auch uranhaltiges Erz. Da sich aber die Urananreicherungsanlagen auch zur Herstellung waffenfähigen Materials eignen, entsteht damit im Nahen Osten eine neue Gefahr.

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman teilte dazu unmissverständlich mit: Die Gesamtzahl der Beschäftigten wird für auf 13,8 Millionen geschätzt.

Den Frauen wird zwar das Recht auf Beschäftigung in allen Bereichen eingeräumt. April trat ein neues Arbeitsgesetz in Kraft. Wichtigstes arbeitsmarktpolitisches Instrument darin ist das Saudisierungsprogramm , das die ca.

Der Arbeitsminister kann diesen Prozentsatz herabsetzen, wenn keine qualifizierten saudi-arabischen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.

Das neue Arbeitsgesetz stärkt die Rechte der Gastarbeiter: Arbeitgeber sind zu schriftlichen Arbeitsverträgen sowie zur Übernahme sämtlicher Kosten der Ein- und Ausreise und zur Gewährung von Urlaub verpflichtet.

Andererseits sieht das Gesetz auch eine Ausbildungsverpflichtung der Betriebe vor, um die Gastarbeiter schrittweise durch saudische Arbeitskräfte zu substituieren.

Eine strikte Visumpolitik begleitet dieses Programm. So soll nach dem Willen des Arbeitsministers die Zahl der Visa für ausländische Arbeitnehmer erheblich — um Gleichzeitig gibt es Mindestquoten für den Einsatz einheimischer Arbeitskräfte in der Privatwirtschaft, um der Jugendarbeitslosigkeit vorzubeugen; diese bevorzugen jedoch Arbeitsplätze in der Verwaltung und sind in der Regel schlecht qualifiziert.

Wegen des Einbruchs der Erlöse aus dem Erdölexport und der wegfallenden Subventionierung vieler Arbeitsplätze sowie der absehbaren Einkommensverluste der Führungselite und der Mittelschichten wird eine stark steigende Arbeitslosigkeit unter den ca.

Es droht also gerade bei den Inländern ein Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. Der bedeutendste Industriezweig ist die Erdölraffinerie , gefolgt von der Erdgasraffinerie. Wassermangel und wenig fruchtbare Böden setzen der landwirtschaftlichen Nutzung natürliche Grenzen.

Lebensmittel müssen zu einem hohen Prozentsatz importiert werden: Darüber hinaus wird praktisch alles mit unterschiedlichem Aufwand angebaut.

Besonders viel Wasser verbrauchen dabei die Pflanzen mit langen Vegetationsperioden Mais, Reis und die Milchwirtschaft. Durch den Ölreichtum gibt es kaum finanzielle Grenzen. Die erst seit dem Ölboom bekannten Tiefbrunnen greifen jedoch auf fossile Ressourcen zurück und werden irgendwann erschöpft sein. Saudi-Arabien vermeidet dadurch jedoch auch politische Abhängigkeiten, welche der Wasserimport von anderen Ländern wie dem Irak bringen würde.

Schätzungen zufolge sind bis Investitionen von Mrd. US-Dollar notwendig, um den steigenden Verbrauch zu befriedigen. Den Hauptanteil der Kosten will die saudische Regierung aufbringen. Teile der Investitionen kommen aus der Privatwirtschaft. Die "Vision " ist ein ehrgeiziges wirtschaftliches Projekt der saudischen Führung, dessen Details am April von Kronprinz Mohammed bin Salman verkündet wurden.

Teil des Plans ist, den Anteil der Frauen an der Erwerbsbevölkerung erheblich zu erhöhen. Des Weiteren will das Land gezielt in die Ausbildung der jungen Bevölkerung und ihre Beschäftigungssituation sowie in die Infrastruktur des Königreiches investieren.

Um an das benötigte Geld zu kommen, wird es Steuererhöhungen geben und Teile des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco sollen verkauft werden. Das Land versucht zudem ausländische Investoren anzulocken und plant dafür Hürden für ausländische Investitionen abzubauen.

So lag das Haushaltsdefizit bei 23,4 Mrd. Der Haushaltsüberschuss stieg jedoch mit 77,63 Mrd. USD auf 99,75 Mrd. USD , sackte dann auf einen Überschuss von 54,9 Mrd. In Deutschland waren es im selben Jahr 4,3 Tote. Insgesamt kamen damit 7. Die erste Eisenbahnstrecke war die heute stillgelegte Hedschasbahn. Der Eisenbahnverkehr soll u. Es gibt drei internationale Flughäfen: Die nationale Fluglinie ist Saudia.

Etwa die Hälfte aller Reisenden sind Pilger nach Mekka. Sie ist Kilometer lang. Die Kultur des Landes ist wesentlich vom Islam geprägt. Das Land nimmt in der islamischen Welt eine Sonderstellung ein, da auf dem Staatsgebiet die beiden heiligen Städte Mekka und Medina liegen. Saudi-Arabien versucht, dem Rest der islamischen Welt ein Vorbild in der Auslegung des Korans und der durch die Scharia vorgeschriebenen Lebensart zu sein, was auch Erfolg zu haben scheint.

Dies zeigt sich in fast allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, etwa auch im Kalender. Das Wochenende ist seit dem Juni am Freitag und Samstag, zuvor war der Donnerstag teilweise ein Ruhetag und der Freitag ein kompletter Ruhetag.

Dadurch, dass das Königshaus Al Saud auf seiner Verantwortung gegenüber dem Islam beharrt, ist es verboten, öffentliche Theater , Kinos oder Schauspielhäuser zu betreiben.

Kultur findet nur in einem sehr engen Rahmen statt. Wendet sich das beispielsweise in der Literatur dargestellte Thema der Theologie oder der Darstellung anderer Länder zu, wird es meistens tabuisiert und gilt als verpönt. Versucht man als Mensch aus dem Westen eine kulturelle Veranstaltung durchzuführen, so unterliegt sie immer der strengen Kontrolle und Zensur der Religionsgelehrten.

Im Dezember kündigte die saudi-arabische Regierung an, ab März kommerzielle Kinos in Saudi-Arabien zu erlauben. Das kulturelle Erbe des Landes wird zum Beispiel auf dem alljährlich veranstalteten Dschanadriyya -Kultur-Festival gepflegt. Hier gelangen traditionelle Musik und Tänze zur Aufführung. Diese werden jedoch durch das saudische Kulturministerium überwacht. Inhalte gegen das Königshaus sind verboten. Jede Zeitung, jedes Magazin und jeder Fernsehsender braucht eine königliche Erlaubnis, um erscheinen und senden zu können.

Hauptsächlich sind Seiten, die als unmoralisch, unislamisch oder oppositionell eingestuft werden, zensiert. Die saudi-arabischen Behörden geben offiziell an, dass sie den Zugriff auf rund Saudi-Arabien hat eine der höchsten Nutzungsraten von Twitter weltweit. So kommt es oft vor, dass westliche Filme, Serien und Zeichentrickfilme an einigen Stellen zensiert oder geschnitten werden. Kritik an der Regierung ist ebenfalls verboten und wird unterbunden.

Neun saudi-arabische Fernsehsender sind auch über das Satellitenfernsehen zu empfangen. Es werden aber auch viele ausländische Sender, vor allem aus den arabischen Nachbarstaaten, empfangen, der beliebteste unter diesen ist der in Katar ansässige Sender Al Jazeera.

Dieser unterliegt nicht der Zensur der saudischen Behörden und sendet kontroverse Ansichten und Kritik an der saudischen Regierung. Die Texte werden in der Regel nach dem Erscheinen geprüft. Oppositionelle Journalisten werden strafrechtlich verfolgt. Im Dezember hat die saudische Regierung mitgeteilt, wieder öffentliche Kinos erlauben zu wollen. Im Zuge der "Vision " sollen bis dahin Kinos entstehen.

Die Ehe wird nicht als Sakrament verstanden, sondern als ziviler Vertrag. Dieser Vertrag soll von Zeugen unterschrieben werden, und legt eine gewisse Brautgabe fest, die von dem Mann an die Frau zu zahlen ist. Der Ehevertrag kann auch eine bestimmte Summe festlegen, die im Falle einer Scheidung an die Frau zu zahlen ist, oder bestimmte andere Bedingungen festlegen, z.

Ein Mann hat das Recht, bis zu vier Frauen zu heiraten. Heiratswillige Paare müssen sich Gen-Tests unterziehen. Die Tests geben Aufschluss über die mögliche Gefährdung der künftigen Nachkommenschaft durch eine genetisch bedingte Sichelzellen- oder Mittelmeer-Anämie.

Die Scheidungsrate im Königreich ist für ein Land im Nahen Osten relativ hoch, fast die Hälfte aller geschlossenen Ehen wird nach drei Jahren geschieden. Nach einer Scheidung muss die Frau mindestens vier Monate warten, um erneut zu heiraten.

Es besteht eine neunjährige Schulpflicht für beide Geschlechter. Von der Grundschule bis zum Hochschulabschluss übernimmt der Staat die Ausbildungskosten. Die Bildungserwartung der aktuellen Generation beträgt bereits 16,1 Jahre. Wie in der ganzen Gesellschaft herrscht Geschlechtertrennung: Bildungseinrichtungen sind entweder nur für Männer oder nur für Frauen.

Vorlesungen von männlichen Dozenten verfolgen die Schülerinnen an einem Bildschirm. Während in der Vergangenheit viele Lehrer aus dem Ausland kamen, sind es nun aufgrund einer ausgeprägten Nationalisierungspolitik meist Saudis; sie gelten als weniger gut qualifiziert. Die Geschlechtertrennung in Schulen ist gleichzeitig die Grundbedingung der sexuellen Aufklärung im Schulunterricht; seit Kurzem werden ebenfalls Themen unterrichtet, die den sozialen Kontakt und Umgang mit dem anderen Geschlecht erläutern.

Man erhofft sich dadurch zusätzlich die Senkung der Scheidungsrate. Neben den islamischen Wissenschaften liegt ein weiterer Schwerpunkt im Bereich der technischen Wissenschaften. Im Bereich Erdöl und dessen Verarbeitung verfügt das Königreich über renommierte Bildungseinrichtungen. Etwas über die Hälfte der Universitätsabsolventen sind weiblich; interne Studien haben ergeben, dass die weiblichen Absolventen besser abschneiden als die männlichen. Auch in den neuen, auf Druck der Vereinigten Staaten, reformierten Schulbüchern wird zwar nicht mehr gegen den schiitischen Zweig des Islams gehetzt, wohl aber gegen Christen, Juden und nichtmuslimische Religionen.

Auf dem Campus sollen Studenten und Fakultätsmitglieder aus aller Welt arbeiten, mit bester technologischer Ausrüstung ausgestattet sein und international vernetzt Spitzenforschung betreiben. Es ist eine Kooperation mit zahlreichen westlichen und asiatischen Staaten geplant. Ein weiterer Artikel der Times warnte am Wochenende: Heute sieht man die Folgen der verantwortungslosen, brutalen, gierigen und grenzenlosen Dummheit Washingtons und seiner Nato-Partner. Es ist klar, wer für die Katastrophe in Libyen die Verantwortung trägt: Die heutigen Ereignisse im Nahen Osten und Nordafrika werfen ein Schlaglicht auf den verbrecherischen Charakter des Imperialismus und der herrschenden Eliten, sowie ihrer Lakaien in Politik und Medien.

Die Ursache vielen Elends und Übels auf Erden. Libyen steht kurz vor dem Zerfall. Die geheimen Verhandlungen von Washington mit Havanna und Teheran.

Irrsinniger Wettbewerb um Waffenlieferungen. Neuer Destabilisierungs-Versuch gegen Venezuela: