Entwicklungszusammenarbeit

Die Geschäfte mit den “revulotionären” afrikanischen Staaten Angola und Mozambique waren zwei der Sargnägel der DDR. Es wurde aus ideologischen Gründen massiv in diese Staaten investiert.

In den folgenden sieben Jahren leitete Nussbaum an dem von Sen gegründeten Institut ein philosophisches Projekt, machte sich mit der Realität Indiens vertraut und führte dort später eigene Feldstudien durch.

Afrika bleibt eine Wachstums-Illusion

Die Geschäfte mit den “revulotionären” afrikanischen Staaten Angola und Mozambique waren zwei der Sargnägel der DDR. Es wurde aus ideologischen Gründen massiv in diese Staaten investiert.

Seit koordiniert es die Programme und Aktivitäten der Vereinten Nationen. Bruttosozialprodukts für öffentliche Entwicklungshilfe aufwenden sollen. Es wurde bis heute von nur wenigen Staaten z. Norwegen, Schweden, Dänemark, Niederlande, Luxemburg erreicht. In einem langfristigen Prozess begannen die Vereinten Nationen in den 80er Jahren auf Initiative der damaligen Ausschussvorsitzenden der Kommission für Umwelt und Entwicklung, Gro Harlem Brundtland , eine globale Agenda 21 für einen weltweiten, nachhaltigen Wandel zu formulieren, [4] der zu einer völligen Neubewertung von Umwelt- und Entwicklungsproblemen führte und deren Umsetzung bis in die Gegenwart anhält.

Seit ist das Amt für Zusammenarbeit EuropeAid die zentrale Stelle für die praktische Umsetzung der europäischen Entwicklungspolitik. EuropeAid verwaltet die Programme und Projekte in allen Entwicklungsländern. Diese arbeiten in sehr unterschiedlichen Themenfeldern. Manche sind hauptsächlich politisch aktiv, um eine Veränderung von Gesetzen sowohl in den Industrieländern, als auch in den Ländern, in denen sie arbeiten, zu erreichen.

Den Menschen in den Projektgebieten kommt, angefangen bei der Bedarfsanalyse über die Projektgestaltung, eine federführende Rolle zu.

Eine Systematisierung stellt einen partizipativen Prozess der Wissensproduktion dar. Dabei wird das Wissen der eigenen Praxis durch Reflexion und kritische Analyse extrahiert.

Zentraler Aspekt hierbei ist, dass die Analyse der Praxis -erfahrungen und die Konstruktion des Wissens von jenen Personen durchgeführt werden, die auch die Projekt-Aktivitäten umgesetzt oder an den Aktivitäten teilgenommen haben. Diese Einheit wird dadurch charakterisiert, dass die Wissensproduktion bei einem Systematisierungsprozess immer auf ein praktisches Wissen abzielt, um so Vorgänge besser verstehen und eine Steigerung der Effektivität erzielen zu können.

Eine Systematisierung von Projekterfahrungen kann jedoch zu einem gewissen Grad auch theoretisches Wissen produzieren bzw. Theorien bereichern oder eventuelle Schwachpunkte in theoretischen Ansätzen aufzeigen. Dies bedarf allerdings einer rigorosen Gegenüberstellung der Ergebnisse einer Systematisierung mit vorhandenen Theorien und Ansätzen. Systematisierung ist ein Konzept, welches in Süd- und Mittelamerika in den er Jahren entwickelt wurde.

In den folgenden Jahrzehnten wurden das Konzept und der Arbeitsansatz immer weiter verbessert und verfeinert und den aktuellen Bedingungen angepasst.

Wichtige Vertreter dieser Weiterentwicklung waren bzw. Im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit wird unter Transition die Übergangsphase verstanden, in der Projekte nach längerer externer Finanzierung erfolgreich in die Selbständigkeit begleitet werden. Generell ist anzumerken, dass ein Transitionsprozess nicht erst am Ende eines Projektes oder Programms beginnen kann, sondern vielmehr ein integrativer Bestandteil der gesamten Projekt bzw.

Anwaltschaftliche Aktivitäten von einer Person oder einer Gruppe können unter anderem Medienkampagnen, öffentliche Reden sowie die Auftragsvergabe und Veröffentlichung von Forschungs- oder Umfrageergebnissen beinhalten. Lobbying ist eine spezifische Form von Anwaltschaft und zugleich eine bestimmte Weise der Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft.

Mittels Lobbyismus versuchen Interessengruppen Lobbys vor allem durch die Pflege persönlicher Verbindungen, die Exekutive und Legislative zu beeinflussen. Die Entwicklungszusammenarbeit war seit Anfang an den Spannungsfelder von höchst unterschiedlichen Interessen ausgesetzt.

Die meisten der heutigen Entwicklungsländer waren nach dem Zweiten Weltkrieg mit Ausnahme Lateinamerikas noch unter Kolonialherrschaft.

Nach Erlangung ihrer häufig blutig erkämpften Unabhängigkeit waren diese Länder ausgebeutet, verarmt und gegenüber den entwickelten Ländern verschuldet. Die Industrienationen verfügten dagegen über diese Mittel, jedoch nicht mehr über die benötigten Rohstoffe. Im Spannungsfeld des sogenannten Ost-West-Konfliktes suchten die konkurrierenden Blöcke unter den Entwicklungsländern nach Verbündeten. Beispiele dafür sind die Zusammenarbeit der Sowjetunion mit diktatorischen Regimes wie in Kuba , Nordkorea oder zeitweise Angola.

Eine zentrale Forderung ist es, jährlich mindestens ein Prozent des in den Industriestaaten erwirtschafteten Bruttosozialprodukts den Entwicklungsländern zugutekommen zu lassen. Die Terroranschläge am Einige der Entwicklungsländer, besonders im asiatischen Raum, bergen in sich ein enormes Potential von Wirtschaftswachstum und werden von den Industrienationen als zukünftige Absatzmärkte für ihre eigenen Produkte für wirtschaftlich strategisch wichtig erachtet. Stattdessen werden diese Gelder in die Ausweitung israelischer Projekte in Entwicklungsländern investiert, die Israel in internationalen Institutionen unterstützen.

Dies führte zu einer Energieverknappung in den Industrienationen und löste die erste Ölkrise aus. Die Entwicklung in den Entwicklungsländern wurde gebremst. Die sich verschlechternden Handelsbedingungen für viele ihrer Rohstoffe in den siebziger und achtziger Jahren führten zu sinkenden Deviseneinnahmen, die sie wiederum vermehrt für das verteuerte Rohöl ausgeben mussten.

In den Industriestaaten kam es zur zweiten Ölkrise und einer noch stärkeren Weltwirtschaftsrezession als nach der ersten Ölkrise. Banken und Regierungen erhöhten die Zinssätze, wodurch die Probleme bei der Schuldenrückzahlung vor allem für die Entwicklungsländer verschärft wurden und zu noch geringeren Exporterträgen der Entwicklungsländer führten. In den achtziger Jahren wurde es für die Entwicklungsländer zunehmend schwieriger, frühere Kredite von Geschäftsbanken zu decken, und sie mussten sich an die Weltbank um Hilfe wenden.

Diese gewährte in der Folge nur dann Kredite, wenn die Empfängerländer sogenannten Strukturanpassungsprogrammen zustimmten, die Wirtschaftsreformen zur Verringerung der Importe und Förderung der Marktwirtschaft erzwangen. Der nach entstandene Ost-West-Konflikt endete bis mit dem politischen und ökonomischen Zusammenbruch der meisten kommunistischen Regime.

Der Ostblock und seine Führungsmacht Sowjetunion fielen auseinander. Diese Vorgänge veränderten das internationale System und Ansichten in der Entwicklungspolitik in mehrfacher Hinsicht. Es verbesserten sich die Chancen, gegenüber Entwicklungsländern Mindestbedingungen wie die Einhaltung der Menschenrechte, den Kampf gegen Korruption sowie Entwicklungsengagement zu fordern und die Einhaltung dieser Standards an die Weiterleistung von Entwicklungshilfe zu knüpfen.

Strategisch interessante Entwicklungsländer konnten Ost und West nicht länger zum eigenen Vorteil gegeneinander ausspielen. Der senegalesische Ökonom Felwine Sarr argumentiert: Bürokratische Hürden gehören zu den häufigsten Klagen von Investoren. Der veröffentlichte Doing Business Index bescheinigt den subsaharischen Staaten nur wenige Fortschritte. Viele Länder verharren in der Stagnation. Ghana ist sogar vom Erfreulich der Aufstieg Ruandas. Innerhalb von 10 Jahren verbesserte sich das Land vom In den meisten afrikanischen Staaten fehlt es an einer Leistungselite, die ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten ausschöpft, die vollen Einsatz zeigt und Überdurchschnittliches vollbringt.

Und es fehlt auch an guten Institutionen. Nur funktionierende Institutionen ziehen produktive Unternehmer an. Wo sind Ministerien und nachgeordnete Behörden qualitativ fähig, anspruchsvolle Dienstleistungen zu erbringen?

Wo sind Beamte zureichend qualifiziert, unbestechlich und hoch motiviert? Ein verlässliches Geburtenregister, ein Kataster- oder Statistikamt sucht man in den meisten afrikanischen Staaten vergeblich. Aber ohne unstreitige Daten kann man keine wirtschaftlichen oder sozialen Probleme lösen. In der DR Kongo sind gerade mal 3. Wegelagernde Polizisten und Militär verlangen rechtswidrige Zahlungen und verteuern die Waren für die Endverbraucher alle Kilometer.

Die wenigsten Bahnlinien sind mangels Wartung in Westafrika einsatzbereit. In Togo kann die Eisenbahn nur Zement und keine Container befördern. Bewertet wird, welche Schwierigkeiten es bei folgenden Faktoren gibt: Im Tschad werden 60 Tage benötigt, um ein Unternehmen zu gründen. Investitionen in Kraftwerke wurde jahrzehntelang versäumt. Deshalb sind Stromausfälle in fast allen Ländern an der Tagesordnung. Die Energiekrise ist ein wichtiger Grund dafür, dass der Kontinent überwiegend noch in Elend und Armut steckt.

Die meisten Reformen gab es in Ruanda. Die Wirtschaft des Landes boomt, weil Ruanda eine Vorreiterrolle bei gutem Regierungsmanagement spielt. Die Probleme können aber nicht allein durch staatliche Intervention gelöst werden, sondern die Stimulierung des Unternehmertums muss im Vordergrund stehen.

Viele Länder sind von fehlender sozialer und gesellschaftlicher Partizipation, Arbeitslosigkeit und damit Perspektivlosigkeit, insbesondere für die Jugend geprägt. So miserabel wie ungerecht ist das Gesundheitssystem in vielen Ländern organisiert Wohlhabende lassen sich in Privatkliniken im Ausland kurieren. Gute staatliche Bildungseinrichtungen stehen zunehmend weniger zur Verfügung. Ich kenne viele Afrikaner, die sich von ihren Politikern gedemütigt fühlen und ihnen nicht mehr über den Weg trauen.

Dort erhielt er unter anderem im Jahre den Adam Smith -Preis der Universität und einen weiteren Preis, der es ihm ermöglichte, ein vierjähriges Studium seiner Wahl zu belegen.

Da Philosophie und Wirtschaft seiner Meinung nach einander auf vielen Ebenen nahestehen, entschloss er sich, die erste ebenfalls zu studieren.

An der Delhi University und der Delhi School of Economics unterrichtete er von bis Wirtschaftswissenschaften. Danach wirkte er an der London School of Economics und ab in Oxford , wo er sowohl Wirtschaftswissenschaften als auch politische Ökonomie unterrichtete und seine ersten Werke veröffentlichte, unter anderem das Buch Collective Choice and Social Welfare , das ihm ein weltweites Renommee verschaffte.

Von bis amtierte er als Oberhaupt des Trinity College in Cambridge , ehe er nach Harvard zurückkehrte. Des Weiteren ist er als ehrenamtlicher Berater für die Organisation Oxfam tätig. Im September war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. Mit ihr hatte er zwei Töchter, Antara und Nandana.

Nach dem Wechsel nach London wurde die Ehe geschieden. In den folgenden sieben Jahren leitete Nussbaum an dem von Sen gegründeten Institut ein philosophisches Projekt, machte sich mit der Realität Indiens vertraut und führte dort später eigene Feldstudien durch. Sen ist seit mit Emma Rothschild in dritter Ehe verheiratet. Sie ist britische Wirtschaftshistorikerin und Professorin an der Harvard University.

Amartya Sens Denken ist von der Frage geprägt, wie die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen in der ökonomischen Theorie so abgebildet werden können, dass die Theorie Hinweise liefert, wie die allgemeine Wohlfahrt verbessert werden kann. Die traditionelle Wirtschaftstheorie befasst sich mit dieser Frage in der Mikroökonomie und dort speziell in der Haushaltstheorie bzw.

Zugleich beharrte er darauf, Lösungsansätze für sein Anliegen im Rahmen der ökonomischen Theorie zu suchen, und erarbeitete wichtige Beiträge zu der von Arrow begründeten Sozialwahltheorie Social Choice. Der Kern von Sens Kritik an der traditionellen Ökonomie richtet sich dagegen, dass diese ohne wesentliche Einschränkungen keine Aussagen über Soziale Ungleichheit und Verteilungsgerechtigkeit ermögliche.

Ziel von Sens Forschungen war neben der Verbesserung der zugrunde liegenden Theorien auch ein Ausbau der Methodik zur Erfassung und Messung sozialer Ungleichheit und vor allem der Armut.

In dem veröffentlichten Aufsatz Equality of What? Entscheidend für die Qualität des Lebens sei nicht das Einkommen, denn auch bei einem guten Einkommen können Unterdrückung und Unfreiheit bestehen. In den er und er Jahren befasste sich Sen zudem mit empirischen Arbeiten über das Problem des Hungers.

Economic Development and Social Opportunity , An ein breites Publikum wandte Sen sich mit seiner Schrift Development as Freedom , in der er seine Gedanken unter Verzicht auf formale ökonomische Darstellungen zusammenfasste. Durch pauschale Zuschreibungen von Eigenheiten und Mentalitäten würden Vorurteile von Fundamentalisten bestärkt und die Identitätsfalle schnappe zu. Eine Überwindung sei möglich, wenn man Pluralismus nicht nur akzeptiere, sondern aktiv befördere. In ihm verbindet Sen u.

Er kritisiert deren Theorien, weil sie ihm zufolge nur die idealtypische gerechte Welt definierten, was die ethische Evaluierung von realen Zuständen kaum möglich mache. Dabei baut er auf einer aus der altindischen Jurisprudenz stammenden Unterscheidung zwischen niti etwa Gerechtigkeit im Sinne von Institutionen und nyaya Gerechtigkeit im Sinne des tatsächlich Realisierten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für ihn ist Objektivität und Unparteilichkeit hier baut er auf einer Denkfigur von Adam Smith auf, dem impartial spectator. Sen genügten diese negativen Auslegungen jedoch nicht. Er machte sich daher auf die Suche nach einem Weg, der das systematische und axiomatische Wesen bewahren und trotzdem ein positives Resultat in der praktischen Dienlichkeit der Theorie erzielen konnte.