6 Gründe, warum die Postbank verkauft wird

zinspolitik, die sie ein Jahr zuvor eingeführt hatte, aufgeben sollte. Der Policy Der Policy Board war zunehmend der Meinung, daß der anhaltende Rückgang der Ver-.

Angesichts fallender Ölpreise sind die Inflationsgefahren weitaus geringer geworden, so dass ein Verfall der Wechselkurse kaum schmerzt. Denn niemand will mehr das Loch in der Bilanz finanzieren. Schon habe ich ein Buch dazu veröffentlicht, das von liberalen Bankökonomen heftig kritisiert wurde. Vielen Dank, Wolf B. Dann werden eben ein bisschen versteckte Verbrauchssteuern angehoben und neu eingeführt, die Kommunen drehen die Abgabenschraube rauf und das Rentenniveau wird abgesenkt.

Null-Zinspolitik der EZB: Privathaushalte verlieren, der Staat gewinnt

Pendant zum früheren DMSchein eingeführt worden, obwohl die anderen Mitgliedstaaten keine derart großen Denominationen hatten. Im internationalen Vergleich ist diese Denomination sehr groß und wird in ihrem Wert nur vom schweizerischen Franken-Schein übertroffen. Die maximalen Denominationen in den USA ($) und dem Vereinigten Königreich (£50) sind deutlich kleiner. In der.

Schon im vergangenen Bundestagswahlkampf musste er als Begründung herhalten, warum die Rente mit 63 eingeführt werden muss. Was für Papi nicht passt, ist nimmermehr gut, will sie uns sagen. Offen bleibt aber die Frage: Wie gehen wir damit um, dass die Lebenszeit immer länger, aber die Lebensarbeitszeit sich immer weiter verkürzt? Die demographische Entwicklung dafür sorgt, dass wir nicht nur länger leben — aber auch immer mehr Rentner von immer weniger Erwerbstätigen finanziert werden müssen?

Rente ist eben eine komplizierte Sache und erfordert nicht nur einen Blick auf die eigene Lage oder die von Papi, sondern langfristiges Denken für viele Menschen. Weil im Jahr die durchschnittliche monatliche Rentenzahlung für Männer und Frauen bei mickrigen Euro liegt, für Frauen in Westdeutschland im Schnitt bei nur Euro, gelten eben sehr schnell alle Rentner als arm. Nun wächst ohne Zweifel zukünftig die Armut im Alter, einfach weil die früher so soliden Erwerbsverläufe aufgebrochen und Phasen der Arbeitslosigkeit länger werden.

Rentner ist nicht gleich Rentner. Der Beamten-Rentner ist vergleichsweise fein raus, Pension klingt ja auch vornehmer. Pensionen beginnen in etwa da, wo, die theoretisch denkbare Höchstrente schon aufhört: Jahre lang den Höchstbeitrag zur Rentenversicherung einbezahlt und fast das Doppelte des Durchschnittseinkommens verdient hat, kriegt doch nur eine rechnerische Höchstrente von 2.

Beamte wehren sich, sie sind organisiert. Rentner sind nicht so schlagkräftig. Sie sind die Verfügungsmasse der Politik, die vor der Wahl an die Tröge gelockt und später, nun ja: Auch davon ist derzeit nur in Nebensätzen die Rede: Dass nicht die Rentenversicherung das Problem ist, sondern die Zerstörung dieser Vorsorgesysteme zusammen mit Lebensversicherung und anderen Sparformen durch die Null-Zinspolitik. Denn die neuerdings von der Politik gescholtenen Riester-Renten sind besser als ihr Ruf — der Null-Zinspolitik aber können sie nicht standhalten.

Der Wohn-Riester verschafft ziemlich viel Geld. Schlecht laufen zinsbasierte Verträge. Die Versorgungswerke, und das ist der glatte Hohn, werden aufsichtlich dazu gezwungen, riesige Beträge in Anleihen zu halten — mit negativer Rendite. Versorgungswerke finanzieren also direkt die Euro-Rettung mit Mitteln, aus denen eigentlich später Alterseinkommen bezahlt werden sollen. Kleine Rente bedeutet nicht automatisch arm. Erst jüngst fiel der WDR wieder auf diese Rechnung herein; nach massiven Beschwerden über die nun ja: Andere Rentner sind familiär gut versorgt, haben Immobilien oder anders Vermögen.

Darüber gibt es übrigens einen Bericht einer Regierungskommission aus den 70ern, die die Einkommenslage der Älteren sorgfältig untersuchte. Seither hat sich die Vielfalt weiter erhöht. Und seither lösen trotz schwacher und unklarer Datenbasis Rentenreformen einander ab — wobei es mal aufwärts, dann wieder abwärts geht. Damals kommt die Rente ab 63! Dummerweise explodieren danach die Beitragssätze. Diese Regel wurde eingeführt, damit zwischen riskantem Investment-Banking und bravem Sparbuch-Banking unterschieden werden.

Wenn sich jetzt Politiker über den Verkauf der Postbank aufregen, vergessen sie: Die Deutsche Bank macht genau das, was viele wollten: Sie wird kleiner und spezialisiert sich auf riskantere Geschäfte, will den deutschen Unternehmen global folgen — und die einfachen, risikolosen Geschäfte mit dem Kleinsparer sollen die Sparkassen machen, oder andere, darauf spezialisierte Banken.

Die Bankenlandschaft verändert sich. Banken entflechten und spezialisieren sich. Postbank-Kunden kaufen nur ganz einfach Produkte. Alles andere würde sowieso einen hohen Beratungsaufwand Beratung, Protokoll, Haftung erfordern.

Für simple Produkte aber braucht man keine Deutsche-Bank-Spezialisten. Das kann die Sparkasse nebenan auch und die Postbank ganz alleine.

Ab Herbst soll daher die Postbank in einem eigenen Börsengang an die Börse gebracht werden; in der 2. Jahreshälfte beginnt der Einstieg zum Ausstieg. Es könnte kein schlechter Deal für die Deutsche Bank werden: Je nach Börsenverfassung kann sie daran erheblich verdienen. Aber auch für sie gilt: Mit der Postbank zusammen wären sie zu riesig — die Bank-Kontrolleure aber wollen Banken verschlanken.

Deswegen ist die Postbank-Aktie die wahrscheinlichste Lösung. Vielleicht für Aktionäre kein schlechter Deal: Immerhin hat die Deutsche Bank die Postbank kräftig modernisiert und ca. Die Regulierung erzwingt faktisch kleinere Banken auf getrennten Märkten.

Die sonst so beschworene Integration der Finanzmärkte ist Geschichte. Eine Vielzahl kleinerer Systeme dürfte stabiler sein. Für die Postbank-Kunden ändert sich nichts.

Den Übergang zur Deutschen hat kein Postbank-Kunde gemerkt. Die sind nach wie vor in den Filialen der Post. Auch ein neuer Eigentümer muss sich daran halten. Möglicherweise wird die Postbank sogar wettbewerbsfähiger und kann ihre Kosten senken — das wider kommt ihrer Aktie und damit der Deutschen Bank zu Gute. Denn unter dem Dach der Deutschen Bank galten besonders teure Regeln, die die Sicherheit erhöhen sollten.

Diese Regeln fallen weg, wenn die Postbank selbständig wird. Noch zögern viele Menschen, weil sie lieber mit einem Berater sprechen.

Aber das wird sich ändern. Damit auch die Zahl der Arbeitsplätze in den Banken. Eine Baustelle weniger, auf der sie nichts bauen kann und Geld für ihre globale Expansion.

Der Wettbewerb ist hart. Die Deutsche Bank müsste also, um zu wachsen, mit der Postbank in die Schlacht mit den Sparkassen ziehen. Also weg damit und spezialisieren auf Wohlhabende und Investmentbanking — und das weltweit. Dieser operative Erfolg wird nicht sichtbar, weil zahlreiche Prozesse und Schadensersatzverfahren die Erfolge überdecken.

Der Kurs der Aktie ist sehr niedrig. Wenn da nicht was passiert, steigen die Geldgeber aus. Jain und Fitschen müssen jetzt Erfolge liefern, sonst sind sie selbst geliefert. Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr.

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