Zahlungsbilanz


Die Leistungsbilanz ist ein Teilbereich der Zahlungsbilanz.

Ausgeglichene Zahlungsbilanz, Zahlungsbilanzdefizit, Zahlungsbilanzüberschuss


Obwohl die Schweiz in Mitteleuropa liegt und von vier Euroländern eingeschlossen wird, ist sie kein Mitglied der Europäischen Union. Es wird das Spezialhandelskonzept verfolgt, welches alle Waren ab einem Wert von 1. Eingeschlossen ist der Veredelungsverkehr, jedoch nicht der Transit- und Lagerverkehr. Die Handelsbilanzen zweier Länder können aufgrund unterschiedlicher Erfassungs- und Bewertungsmethoden voneinander abweichen. Diese Differenzen beruhen auf unterschiedlichen Ursachen und können mit zunehmender Entfernung und Detaillierungsniveau der Untersuchungsländer ansteigen.

Unterschiedliche Partnerlandangaben sind eine der häufigsten und wichtigsten Ursachen für Spiegelbilddifferenzen. Bei den Exporten ist als Partnerland generell das letzte Bestimmungsland anzugeben, in dem die Ware ge- oder verbraucht bzw. Bei Importen weist die deutsche Statistik grundsätzlich das Ursprungsland der Ware nach, in dem diese vollständig gewonnen oder hergestellt wurde.

Erhoben wird auch das Versendungsland, also das Land, von dem aus die Ware direkt nach Deutschland geliefert wurde und das sich vom Ursprungsland unterscheiden kann. So kann ein Vergleich zwischen den Exporten und den Importen zweier Länder unterschiedlich ausfallen, je nachdem, ob bei den Importen die Zahlen nach dem Ursprungs- oder dem Versendungslandkonzept zum Abgleich herangezogen werden.

Daher wird vom sog. Dieses ist dann in den Ausfuhrdaten enthalten, während dem Einführer im endgültigen Bestimmungsland das Ursprungsland bekannt ist und dies entsprechend in der nationalen Statistik nachgewiesen wird.

Beginnt hingegen das EU-Ausfuhrverfahren bereits in Deutschland durch die Abgabe der Ausfuhranmeldung beim deutschen Zoll, was den Regelfall darstellt, so entfällt die Intrastat-Meldung und das Risiko diesbezüglicher Spiegeldifferenzen tritt nicht auf. Entsprechend den internationalen Standards wird als Warenwert der Grenzübergangswert Statistischer Wert zu Grunde gelegt. Leistungsbilanz Hinsichtlich der Bewertungsarten muss hierbei zwischen Monatsversion und Jahresversion unterschieden werden.

Dies führt in der Monatsversion dazu, dass im länderübergreifenden Handelsbilanzvergleich der Exportwert von Land A nicht dem Importwert von Land B entspricht. Ebenso verfährt die Österreichische Nationalbank bei der jährlichen Erstellung der österreichischen Zahlungsbilanz.

Dies führt dazu, dass die Transport- und Versicherungskosten zwischen den Zollgrenzen nicht immer in der Jahresversion der Handelsbilanz auftauchen, sondern je nach Darstellungsart der Dienstleistungsbilanz zugeordnet und als ausländische Dienstleistung betrachtet werden.

Der Saldo der Handelsbilanz — wie auch der Dienstleistungsbilanz — und deren Vergleichbarkeit, ist demnach davon abhängig, welche Bewertungsverfahren herangezogen werden und wie weit die Partnerländer voneinander entfernt sind.

Der Saldo der Leistungsbilanz wird hingegen nicht beeinflusst. Bei der Bewertung der Waren entstehen allerdings auch Differenzen hinsichtlich der Zoll- und Steuererfassung sowie der Umrechnungsmethoden für Währungen. Dies gilt gegebenenfalls auch für die Erfassung des Handels mit Lizenzen oder Abfällen. Möglicherweise sind bestimmte Warenbewegungen z. Reparaturen anders als in Deutschland im Partnerland nicht von der statistischen Meldung befreit. Die Abdeckung des Handels nach Anwendung der Schwellen kann je nach Mitgliedstaat und Handelsrichtung unterschiedlich sein.

Hinzu kommt, dass üblicherweise die Versendungszahlen eines Landes über den spiegelbildlichen Eingangszahlen des Partnerlandes liegen. Dies lässt sich mit der unterschiedlichen Unternehmensstruktur auf der Import- und der Exportseite erklären.

Während die Unternehmen des Exportlandes die Schwellengrenze überschreiten, fallen im Importland kleinere Unternehmen unter die Schwellengrenze und sind damit zur Intrahandelsstatistik nicht meldepflichtig.

Auch hierdurch können sich auf Warenebene Spiegeldifferenzen ergeben. Die nach der Verbuchung der Ein- und Ausfuhr entstehenden Asymmetrien und der Handelsbilanzsaldo sind somit nicht unbedingt auf den realen Warenverkehr zurückzuführen. Eine zentrale Rolle in der Darstellung des eigentlichen Warenverkehrs spielen zudem die Preise, welche für die Im- und Exporte verrechnet werden.

Im länderübergreifenden Warenaustausch international agierender Unternehmen ist beispielsweise eine Unterbewertung der Güter aus steuer- und zollrechtlichen Gründen weit verbreitet. Die sogenannten konzerninternen Verrechnungspreise sind somit nicht repräsentativ für das eigentliche Waren-Austauschverhältnis zwischen den Ländern.

Zudem muss das Verhältnis der Preise von Ex- und Importgütern sowie die Wechselkurse betrachtet werden. Steht dem Export von hochpreisigen Investitionsgütern ein Import von günstigen Rohstoffen gegenüber, so entsteht ein Überschuss. In diesem Zusammenhang ist eine Betrachtung der Terms of Trade sinnvoll. Diese zeigen das reale Austauschverhältnis von exportierten und importierten Gütern, also die Veränderung der Exportpreise gegenüber den Importpreisen.

Diese treten selten isoliert auf und bedingen sich zudem meist gegenseitig. Sie bewirken und sind Teil eines Kreislaufs, der aufgrund der komplexen volkswirtschaftlichen Mechanismen, selten genau vorhersagbar ist. Im Folgenden werden die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Handelsbilanz dargestellt. Die durch die hohen Exporte zunehmende inländische Produktion führt für sich genommen zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit , wenn denn die Gründe für den Handelsbilanzüberschuss nicht in einer Schwäche des Binnenmarktes liegen.

Weiterhin ermöglicht es ein Überschuss der Exportindustrie, in ihre Produktion und Technologien zu investieren, was wiederum die internationale Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes verbessert. Dadurch entsteht, neben Zinsverpflichtungen für dieses Land, ein erhöhter Bedarf an ausländischer Währung Dollar und ein Überangebot der inländischen Währung Euro.

Verfügt der Markt nun über eine hohe Nachfrageelastizität, werden sich die Gütermengen kurzfristig mit der Veränderung des Wechselkurses korrigieren Robinson-Bedingung. Infolgedessen werden die Exporte aus dem Euroraum steigen, da diese für das Ausland günstiger geworden sind, und die Importe aufgrund des relativen Preisanstiegs sinken. Nachteile einer Abwertung liegen vor allem im Anstieg des inländischen Preisniveaus sowie dem Export von Rezession und Arbeitslosigkeit ins Nachbarland durch die Aufwertung der ausländischen Währung.

Ebenso können geldpolitische Eingriffe der Zentralbanken wirksame Effekte auf Handelsungleichgewichte und die Konjunktur haben. Die Verbesserung der Handelsbilanz durch eine, wie oben beschriebene, Abwertung des Euros, ist bedingt durch unterschiedliche Reaktionszeiten selten ein sofortiger Prozess. Ursachen hierfür sind vertragliche Bindungen der Unternehmen, zeitintensive Suche nach günstigeren Anbietern und die zeitverzögerte Konsumanpassung.

Dies kann zur Folge haben, dass sich die Ausgleichswirkung auf die Handelsbilanz erst nach einer kurzzeitigen Verschlechterung dieser einstellt. Dieser Vorgang wird auch als J-Kurven -Effekt bezeichnet. Im dritten Kapitel werden empirische Beobachtungen aufgezeigt, bevor in Kapitel Vier die Ursachen weltweiter Ungleichgewichte und in den Kapiteln Fünf und Sechs die Korrekturmechanismen globaler Ungleichgewichte sowie wirtschaftspolitische Handlungsmöglichkeiten zum Umgang damit aufgeführt werden.

Am Ende wird ein Fazit zu den gesammelten Fakten und Feststellungen gezogen. Das hat zur Folge, dass entweder die Teilbilanzen der Zahlungsbilanz alle selbst ausgeglichen sind oder, dass diese einzeln betrachtet einen Überschuss oder ein Defizit aufweisen, sich aber gegenseitig ausgleichen und in der Summe eine Null aufweisen. Ungleichgewichte werden in der EU-Verordnung lediglich sehr ungenau definiert. Vor allem fortgeschrittene Volkswirtschaften mit hohem Industrieanteil verzeichnen hohe Leistungsbilanzüberschüsse.

Gründe dafür sind, dass der zunehmende Welthandel stark vom Warenverkehr geprägt ist und hinzukommend das Aufholen der Schwellen- und Entwicklungsländer seit dem Anfang der er Jahre, womit dort ein Investitionsboom einhergeht.

Die Leistungsbilanz ist ein Teilbereich der Zahlungsbilanz. Weitere Bestandteile der Zahlungsbilanz sind die Kapitalbilanz und die Vermögensübertragungsbilanz. Die Zahlungsbilanz umfasst alle wirtschaftlichen Transaktionen zwischen dem In- und dem Ausland. Sie ist eine statistische Gegenüberstellung aller Bewegungen von Waren und Dienstleistungen, die im- oder exportiert werden. Die Bewegungen von Waren sind in einer ihrer Teilbilanzen, der Handelsbilanz, aufgelistet, während die Dienstleistungen in ihrer weiteren Teilbilanz, der Dienstleistungsbilanz, erfasst sind.

Weiterhin listet sie auch Erwerbs- und Vermögenseinkommen, also beispielsweise Arbeitsentgelte, Kapitalerträge und Übertragungen, zum Beispiel Heimatüberweisungen ausländischer Arbeitnehmer oder Entwicklungshilfezahlungen, auf. Daneben werden noch Transportleistungen, Patent- und Lizenzgebühren sowie Ausgaben und Einnahmen aus dem Tourismus in ihr ausgewiesen. Bundeszentrale für politische Bildung b. Für Industrieländer hat diese Teilbilanz jedoch eine eher geringere Bedeutung, weshalb sie in dieser Arbeit kein näherer Betrachtungsgegenstand ist und die Annahme vertreten wird, dass sie einen Saldobetrag von null aufweist.

Weiterhin wird in der Fachliteratur manchmal noch zusätzlich in eine Devisenbilanz unterteilt, die Veränderungen von Währungsreserven der Zentralbank betrachtet. Nach der verwendeten Zahlungsbilanzstruktur der Bundesbank und der Europäischen Zentralbank ist die Devisenbilanz bereits Teil der Kapitalbilanz.

Die Permanenz der bestehenden, anhaltenden Leistungsbilanzüberschüssen und -defiziten legt nahe, in diesen wirtschaftliche Ungleichgewichte zu sehen Grömling Hohe Defizite in der Leistungsbilanz gelten als potentielle Krisenverursacher, da sie ein Solvenzproblem auslösen können, welches Liquiditätsprobleme oder gar eine Währungskrise nach sich ziehen kann Winkler Erfassungen von Transaktionen innerhalb der Zahlungsbilanz unterliegen dem Prinzip der doppelten Buchführung.

Zur Verdeutlichung wird das am Beispiel eines Warenexportes gezeigt: So ergibt sich für die gesamte Zahlungsbilanz immer ein Saldo von null, was nicht auf ihre einzelnen Teilbilanzen zutrifft. Wenn es in einem Jahr zu mehr Güterimporten als Exporten kommt, weist die Leistungsbilanz ein Handelsdefizit auf. Die kumulierten Salden der Leistungs- sowie Kapitalbilanz ergeben die so genannte Nettoauslandsposition, die die Nettoverschuldung oder das Nettovermögen eines Landes gegenüber dem Ausland erfasst.

Nach diesem Modell führt ein Anstieg des Einkommens zu einem Anstieg der Nachfrage nach inländischen und ausländischen Gütern. Weiter führt hier eine Aufwertung der heimischen Währung zu mehr Importen.

Je nach Situation bildet sich ein entsprechender Leistungsbilanzsaldo. Entsteht ein Defizit, so wirken nach diesem Modell die Kapitalströme rein passiv zur Finanzierung und zum Ausgleich des Leistungsbilanzdefizits.

Dem entgegen gibt es einige Ansätze, die von einer dominierenden Wirkung der internationalen Kapitalströme ausgehen. Der Saldo von null in der gesamten Zahlungsbilanz entsteht somit durch ein passives Verhalten der Leistungsbilanz.

Ebenfalls für eine Dominanz der Kapitalbilanz gegenüber der Zahlungsbilanz spricht das sehr hohe Transaktionsvolumen des internationalen Kapitalmarktes, welches das des internationalen Handels um ein vielfaches übersteigt.

Vielmehr [zeigt sich], dass insbesondere bei einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtungsweise in der mittleren Frist eine Interaktion [Hervorhebung im Original] der zwei Bilanzen stattfindet [ Ein unkontrollierte Korrektur dieser Ungleichgewichte begünstigt starke Verwerfungen an den internationalen Devisen- und Finanzmärkten.

Die Ungleichgewichte umfassen grundlegend drei verschiedene Ländergruppen. Abbildung 1 zeigt die hauptsächlich betroffenen Akteure. Dem gegenüber steht eine Reihe von Volkswirtschaften mit Leistungsbilanzüberschüssen. Dazu zählen aufstrebende asiatische Volkswirtschaften, erdölexportierende Nationen und einige europäische Länder.

Ihr Leistungsbilanzüberschuss im Jahre beträgt zusammen 1. In den er Jahren betrug das Leistungsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten von Amerika drei Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes. Der Euroraum konnte als Ganzes gesehen eine nahezu ausgeglichene Zahlungsbilanz vorzeigen. Der hohe Leistungsbilanzüberschuss der Ölländer zeigt, dass die Wirtschaftsstruktur und die Rohstoffausstattung Überschüsse bedingen kann.

China, Deutschland und Japan. Das restliche Viertel war verteilt auf die 94 ärmsten Länder. Besonders häufig in der Kritik ist Deutschland mit seinen hohen Überschüssen. Deutschlands Überschüssen stehen spiegelbildlich die Defizite anderer Länder gegenüber. Leistungsbilanzsalden in der EU von bis in Prozent des Bruttoinlandsprodukts.