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bei sehr auf ein gerechtes, ausgewogenes und sensibles Vorgehen zu achten, Beispiel: Ein Elektrobetrieb mit zwölf wodurch für Ihre Mitarbeiter ein.

System and method for providing telephonic voice response information related to items marked on physical documents. Der Gestalter bildet als nächstes Probelinienverläufe aus, die durch die Kachel 9B , 9C verlaufen, wodurch zufällig passende Punktpaare auf den Rändern der Kacheln miteinander verbunden werden.

2 Die Philosophie von Change Management

Bei einem Asset Deal erfolgt der Kauf einzelner kann hier als exemplarisches Beispiel für die erfordert ein sensibles.

In den folgenden Ab- schnitten werden die Inhalte und Erfolgskriterien der einzelnen Teilprozesse erläutert. Dabei sind neben einer Akquisition auch mögliche Wertsteigerungspotenziale anderer Alternativen, wie Kooperationen oder Strategischer Allianzen, in die Überlegungen mit einzubeziehen vgl. Balz , 46; Gut-Villa , Auf der Grundlage der Marktatt- raktivität und des Marktwachstums der einzelnen strategischen Geschäftseinheit erfolgt die Festlegung einer Basisstrategie, die das Wertsteigerungsziel durch Subziele operationalisiert vgl.

Unter Abwägung von Zeit, Kosten und Risiken ist zu entschei- den, ob eine Wertsteigerung durch internes Wachstum, Kooperation oder externes Wachstum erreicht werden soll vgl. Ziel der Basisstrategie ist die Sicherstellung einer optimalen Portfoliogestaltung auf Gesamtunternehmensebene.

Anhand von Analysen des Unternehmens, des Wettbewerbs und anderer Umweltfaktoren ist eine verlässliche Datenbasis für diese strategischen Entscheidungen zu generieren vgl. Balz , 46; Wirtz , ; Richter , Nach Festlegung eines konkreten Anforderungsprofils für ein Zielobjekt Standort, Geschäftstätigkeit, Vertriebs- wege, Technologie, Personal beginnt mit dem Screening die systematische Suche nach geeigneten Kandidaten vgl.

Hermsen , 57; Jung , ; Pribilla , Gleichzeitig ist die Wahl eines kompatiblen Transaktionspartners die Voraussetzung für die Realisierung von Synergien vgl. Die Anhaltspunkte für den Strategic Fit können je nach Zielsetzung beispielsweise komplementäre regionale Umsatzverteilungen, Marktpositionierungen oder Kernkompetenzen sein vgl.

Die Simulation gilt als zentrale Entscheidungsgrundlage für den weiteren Ablauf, da sie Aufschluss darüber gibt, ob die integrierte Einheit in der Lage wäre, die angestrebten strategischen Ziele zu erreichen vgl. Die Ermittlung des Geschäftswerts erfolgt dabei durch die Prognose und Plausibilisierung des Geschäftsplans des Akquisitionsobjekts in Verbindung mit dem geplanten Integrationskon- zept.

Middelmann , , wobei hier sowohl die posi- tiven als auch die negativen Synergien zu berücksichtigen sind vgl. Der Erfolg des Strategieplanungsprozesses steht und fällt mit der Qualität der Daten und Ein- schätzungen, die seine Entscheidungsgrundlage darstellen vgl. Eine wichtige Prämisse in diesem Zusammenhang ist die Objektivität der Einschätzungen.

Die Strategieplanung sollte deshalb zumindest zu Beginn personell losgelöst von Mitarbeitern aus dem Geschäftsfeld, das von der anstehenden Transaktion betroffen ist, erfolgen vgl. Bereits bei der Festlegung der Basisstrategie sollte deshalb geklärt werden, ob und in welchem Umfang externe Berater eingebunden werden vgl. Gut-Villa , ; Picot , Die Kontaktaufnahme im Rahmen der Vorfeld- sondierung kann beispielsweise von Investmentbankern übernommen werden, wenn das Bekanntwerden der Akquisitionspläne sich für den Akquisiteur kontraproduktiv auswirken könnte vgl.

Dem Strategieplanungsprozess sollten sowohl quantitativ als auch qualitativ ausreichende Kapazitäten zugeordnet werden. Die Ergebnisse der Strategieplanung setzen den Rahmen für den Strukturent- wicklungs- und Durchsetzungsprozess, dessen wichtigste Inhalte und Erfolgsfaktoren im folgenden Abschnitt erläutert werden.

Der Strukturentwicklungs- und Durchsetzungsprozess im Folgenden Strukturprozess genannt hat seinen Schwerpunkt in der Transaktionsphase vgl.

Auf Basis der in der Due Diligence gewon- nenen Informationen wird in Anlehnung an die bereits durchgeführte Simulation die neue Organisationsstruktur der zusammengeschlossenen Unternehmen festgelegt. Hierzu gehört auch die Bestimmung der Corporate Governance im Sinne einer Kompetenzverteilung und Überwachungsstruktur im Unternehmen vgl. Deren Ausgestaltung hat erhebliche Rückwirkungen sowohl auf die harten als auch auf die weichen Faktoren in der Integrationsphase vgl.

Basierend auf der festgelegten Strategie ist zu entscheiden, inwieweit die Erhaltung der ursprünglichen Strukturen oder die Integration der beiden Unternehmen gefördert werden soll vgl. Jäger , 15; zu Integrationsansätzen vgl. Durch die Festlegung der Organisationsstruktur sollen insbesondere administrative Integrationsbarrieren überwunden werden, die eine Realisierung der angepeilten Synergien gefährden.

Managementsystem- und Kulturbarrieren gezählt. Für eine effiziente Organisati- on der Umstrukturierungen empfiehlt sich die Bildung von Task Forces. Zunächst werden Task Forces benötigt, die sich mit den Themenschwerpunkten der Integration z.

Daneben existieren Task Forces, die auf die verschiedenen von der Umstrukturierung betroffenen Funktionsfelder z. Durch Verbindung dieser zwei Arten von Task Forces ergibt sich eine Integrationsmatrix, an deren Schnittstellen die entscheidenden Weichen für den späteren Unternehmenserfolg gestellt werden.

Die Ausgestaltung dieser Modelle beruht in erster Linie auf der unterschiedlichen Verteilung von Entscheidungskompetenzen zwischen Mutterzentrale und Tochtergesellschaft und auf dem unterschiedlich starken Austausch von Ressourcen unter den Einheiten.

Für die späteren Ausführungen dieser Arbeit ist insbesondere das transnationale Organisationsmodell relevant, das durch einen Netzwerkaufbau den intensiven Austausch von Ressourcen und die Flexibilität unter den Einheiten fördert vgl. Die schnelle Rationalisierung und Flexibilisierung betrieblicher Abläufe durch Reorganisation wird als Haupthebel zur Erhöhung der Produktivität von Unternehmen gesehen vgl.

Eine schnelle und erfolgreiche Restrukturierung wirkt sich nach herrschender Meinung positiv auf den Integrationsprozess aus. Dabei sind zahlreiche Fach- leute aus unterschiedlichen Ressorts einzubinden. Der zentrale Erfolgsfaktor ist hierbei die Netzwerksteuerung, die die Zusammenarbeit der verschiedenen Teilprozesse koordiniert vgl. Im Zusammenhang mit der Schnittstellenproblematik ist hier auf eine klare Verteilung von Kompetenzen und Verantwortlichkeiten zu achten.

Die Flexibilität und Kreativität bei der Gestaltung der Strukturveränderungen sind weitere Erfolgsfaktoren des Strukturprozesses und haben nicht zuletzt Auswirkungen auf die Gestaltung des Personalveränderungsprozesses, der im nachfolgenden Abschnitt beschrieben wird. Hubbard , 48; Pribilla , 64; Kobi , ; Picot , Zum einen geht es darum, ein neues Unternehmen mit einer neuen Unternehmenskultur und einer gemeinsamen Führungs- struktur zu schaffen, neue Verantwortungsbereiche festzulegen und die Mitarbeiter der betei- ligten Unternehmen zu motivieren.

Zum anderen muss der Personalveränderungsprozess aber auch einen Beitrag zur Realisierung der angestrebten Synergien leisten vgl. Durch die Beteiligung an Entscheidungen bezüglich der Führungsstrukturen, der Integration der Unternehmenskulturen, der Personalsysteme und Personalprozesse, der Inhalte der Kommunikation und Interaktion zwischen Führungskräften und Mitarbeitern hat auch dieser Prozess zahlreiche Schnittstellen zu anderen Teilprozessen vgl.

Aus der strategischen und strukturellen Determinierung der integrierten Einheit kann der Soll-Personalbestand sowohl quantitativ als auch qualitativ abgeleitet werden. Die Deckungslücke ergibt sich danach aus einem Vergleich mit den Ist-Personalbeständen der beteiligten Unternehmen vgl.

Für jedes der personalwirtschaftlichen Funktionsfelder ist dann zu überlegen, wie der in der Planung angestrebte Personalbestand durch den konkreten Einsatz, durch Entwicklung und durch Freisetzung erreicht werden kann vgl. Die Ankündigung von Unternehmenszusammenschlüssen führt bei Mitarbeitern der beteilig- ten Unternehmen in vielen Fällen zu heftigen emotionalen Reaktionen wie Schock, Trauer, Angst und Zorn vgl.

Letztendlich sind die Unter- nehmenskultur, die Loyalität und damit einhergehend die Fluktuationsgefahr der Führungs- kräfte und Mitarbeiter wesentliche Faktoren, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden vgl. Hermsen , 57; Picot , Die Unternehmenskultur stellt das statische Abbild strukturierender Elemente einer Organisation dar und spiegelt die dynami- sche Ausprägung menschlicher Interaktionen innerhalb einer Organisation sowie gegenüber Dritten wider vgl. Unterschiede finden sich unter anderem in der Aufbauor- ganisation z.

Das Aufeinandertreffen von zwei sich stark unter- scheidenden Unternehmenskulturen erfordert ein sensibles Management vgl. Die kulturelle Integration umfasst Interventionen in die Unternehmenskulturen, den Aus- tausch von Führungskräften und Mitarbeitern sowie u.

Fragen nach der Gestaltung der Corporate Identity vgl. Veränderungen verunsichern die Mitarbeiter und setzen Stressoren frei z. Aus dem häufig nur unterschwellig vorhandenen und gerade deshalb so gefährlichen Widerstand kann es aufgrund gesunkener Mitarbeiter-Moral zu Abweichungen bei der Fluktuationsrate und den Fehlzeiten sowie zu Verschiebungen in der Produktivität kommen vgl.

Neben der reduzierten Leistungsbereit- schaft besteht weiterhin die Gefahr zur Verweigerung der Weitergabe von Informationen und die Nicht-Anwendung von Wissen vgl. Jansen , 44; Probst et al. Abwerbungsversuche von Seiten der Wettbewerber unterstützen dieses Phänomen zusätzlich vgl. Bei feindlichen Übernahmen sind die potenziellen Auswirkungen auf die Organisation und ihre Mitarbeiter meist noch deutlich gravierender vgl.

Die Berücksichtigung der weichen Faktoren macht eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Personalveränderungsprozess und dem Kommunikationsprozess deutlich. Die Wertschöpfung findet bei der integrierten Einheit erst statt, wenn organisatorische und kulturelle Barrieren abgebaut sind und die Beschäftigten beider Firmen zusammenarbeiten, um den erwarteten Nutzen zu realisieren oder neue Vorteile zu entdecken vgl.

Um in der Unsicherheitsphase für Klarheit und Glaubwürdigkeit zu sorgen, sollte insbesondere die Kommunikation der Personalentscheidungen in den Aufgabenbereich des Top-Managements fallen vgl. Wenn möglich, sollten Schlüsselpersonen z. Wissensträger, Meinungsführer der beteilig- ten Unternehmen aktiv in die Integrationsaktivitäten eingebunden werden vgl. In der Praxis ist dies jedoch aufgrund des höheren Koordinationsauf- wands und des Vertraulichkeitsrisikos oft nicht gewünscht vgl. Gut-Villa , ; Gros , Die Wahl der Integrationsgeschwindigkeit muss aus Sicht des Personal- veränderungsprozesses differenziert betrachtet werden.

Auf der einen Seite führt eine schnelle Integration zu einer Verkürzung der Unsicherheitsphase bei Mitarbeitern, Kunden und Kapi- talgebern. Auf der anderen Seite erlaubt eine langsame Integration eine fundierte Planung sowie eine höhere Mitarbeiterpartizipation und vermindert gleichzeitig die psychischen Belastungen, die unter anderem durch die Überforderung von Managern und Mitarbeitern hervorgerufen wird vgl.

Der im nächsten Abschnitt näher beschriebene Informationsprozess liefert hierzu die passende Informationsbasis. Das übergeordnete Ziel des Informationsprozesses ist deshalb der möglichst lückenlose Ausgleich vorhandener Informationsdefizite, die im Span- nungsfeld der Interessensdivergenzen zwischen Käufer und Verkäufer bestehen vgl. Vogel , ; Picot , Der eindeutige Schwerpunkt liegt hier bei der systematischen und detaillierten Prüfung des Kaufobjektes, der so genannten Due Diligence vgl.

Die Offenlegung der Daten geschieht nach Zeichnung einer Vertrau- lichkeitserklärung entweder durch freie Zurverfügungstellung von Unterlagen und Zugang zu Mitarbeitern des Zielunternehmens oder aber in den meisten Fällen durch Einrichtung eines Data Room vgl.

Krüger , ; von Keitz , Im Data Room werden für den Kauf relevante Informationen des Zielunternehmens einem begrenzten Personenkreis temporär zur Verfügung gestellt vgl. Die Due Diligence macht Chancen und Risiken transparent und stellt deshalb eine wesentliche Grundlage für die am Ende erforderliche Ent- scheidung über den Kauf und die Bestimmung des Kaufpreises dar vgl.

Die Offenlegung von Unternehmensinformationen ist ne- ben der betriebswirtschaftlichen Beurteilung der Transaktion auch für die juristische Ausar- beitung des Vertragswerkes und die Vorbereitung des Post-Merger Integrationsprozesses re- levant vgl. Für die Zeit nach der Ver- tragsunterzeichnung sichert sich der Verkäufer durch die schriftliche Dokumentation von Ri- siken und Schwachstellen gegen eventuelle Schadensersatzansprüche ab vgl.

Im Rahmen der Vertrags- verhandlungen erfolgt die Umsetzung in der Managemententscheidung, wobei der Grundge- danke hier auf der Verlagerung der Risiken auf den Vertragspartner liegt vgl. Krüger , ; Weinmann , Krüger , ; Picot , Der zentrale Erfolgsfaktor des Informationsprozesses liegt in einer klaren Aufgabenverteilung bei der Benennung des Due Diligence Teams.

Zwar stellt die Due Diligence die Hauptaktivität des Informationsprozesses dar, jedoch liegt gerade in der kontinuierlichen In- formationsbeschaffung der zentrale Erfolgsfaktor beim Abbau von Informationsasymmetrien vgl.

Ein weiteres Erfolgskriterium liegt in der Verwertung aller relevanten Informationen. Diese ist nicht nur auf Anforderung von Ver- antwortlichen anderer Teilprozesse, sondern bei Bedarf auch proaktiv von den Mitgliedern des Informationsprozesses zu initiieren vgl. Auf diesen wird im folgenden Abschnitt eingegangen. Der Schwerpunkt des Bewertungsprozesses liegt in der Detailbewertung des Zielobjekts, die als Einstieg für anstehende Vertragsverhandlungen mit dem Management und den Eigentümern des Akquisitionsobjektes dient vgl.

Ziel der Unternehmensbewertung muss aus Sicht des Kaufinteressenten die Ermittlung eines individuellen Gebrauchswerts des Zielobjektes sein. Abbildung 2 veranschaulicht die zu berücksichtigenden Komponenten bei der Kalkulation des Unternehmenswerts.

Anstelle eines fixen Unternehmenswertes wird dabei meist eine Wertbandbreite ermittelt vgl. Je nach Beurteilung sind abweichende Einzelergebnisse, deren Validität nicht plausibilisiert werden kann, nicht in die Durchschnittsbildung zu integrieren. Wertkomponenten eines zu akquirierenden Unternehmens aus Käufersicht eines Unternehmens Quelle: BWL - Investition und Finanzierung.

BWL - Personal und Organisation. Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen! Fordern Sie ein neues Passwort per Email an. Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Abkürzungsverzeichnis 1. Wertkomponenten eines zu akquirierenden Unternehmens aus 21 Käufersicht Abbildung 3: Bestimmung der Wertbandbreite eines Unternehmens 21 anhand verschiedener Tools Abbildung 4: Informationsökonomische Typologie von Dienstleistungen Abbildung 6: Drei Unterkategorien des Wissens Abbildung 7: Bausteine des Wissensmanagements Abbildung 8: Aktivitätenkonfiguration eines Wertshops Abbildung 9: Erweiterung der Bilanz um das Intellektuelle Kapital Abbildung Eine weitere treffende Definition sieht der Autor in der fur Financial Planning.

Haufig wird der angelsachsische Begriff Financial Planning als Synonym fur private Finanzplanung verwendet. Eine detaillierte Definition fur Financial Planning liefert Dr. Financial Planning soll Privatpersonen in ihren moglichen Rollen als wirtschaftlich handelnde Individuen, Haushalte oder Unternehmer in die Lage versetzen, ihre durch den Eintritt oder die Erwartung bestimmter Lebensereignisse ausgelosten finanziellen Ziele zu konkretisieren und unter Berucksichtigung der spezifischen finanziellen, rechtlichen, personlichen und familiaren Ausgangslage sowie externer Rahmenbedingungen optimal zu erreichen.

Insgesamt gibt es sieben Grundsatze:. Alle Kundendaten werden erfasst, analysiert und geplant. Es mussen sowohl die Vermogenswerte als auch die Verbindlichkeiten erfasst werden. Die Einnahmen und Ausgaben und personliche Informationen mussen analysiert werden und es muss ein personliches Zielsystem des Kunden erstellt werden. Alle Einflusse der Einnahmen und Ausgaben aus personlicher, rechtlicher, steuerlicher und volkswirtschaftlicher Sicht sind zu analysieren.

Dieser Punkt setzt die koordinierte Zusammenarbeit mit Experten voraus. Es mussen mindestens ein Steuerberater und ein Rechtsanwalt dem Finanzplaner zur Seite stehen. Jeder Kunde wird gesondert betrachtet. Hier zeigt sich, dass alle Beratungsansatze auBer dem individuellen bedarfsorientierten nicht im Sinne des Kunden sein konnen.

Die familiare und berufliche Situation des Kunden, seine Ziele und seine Bedurfnisse mussen im Mittelpunkt der Beratung stehen. Es muss nach aktuellem gesetzlichem Stand und auf Basis der aktuellen anerkannten methodischen Konzepte fehlerfrei gearbeitet werden.

In dem Zusammenhang gilt es zu verdeutlichen, dass Planungen nie sicher, sondern stets nur plausibel sein konnen. Der Kunden soil nicht mit Fachwissen erschlagen werden, so dass dieser den Wald vor lauter Baumen nicht mehr sieht, sondern es sollen dem Kunden die Probleme, als auch die Ergebnisse, moglichst verstandlich erklart werden, sodass dieser alles nachvollziehen und verstehen kann und eine Antwort auf die im Rahmen der Finanzplanung gestellten Fragen erhalt.

Es muss eine besonders hohe Transparenz fur den Kunden hergestellt werden. Im Prinzip muss der Beratungsprozess ex-post stets von einem Dritten nachvollzogen werden konnen. Es gilt die die Finanzplanung inklusive Pramissen und Ergebnissen schriftlich festzuhalten. Diese Grundsatze halt der Autor fur korrekt, zumal sie die einzige ernstzunehmende Orientierung fur Finanzdienstleister darstellt. Der Autor betrachtet moderne, private Finanzplanung als eine ganzheitliche siehe Punkt 2: Vernetzung individuelle Beratung, die mit fortlaufendem Controlling verknupft ist und den Gegebenheiten im Umfeld des Kunden, stets mit offenen Augen und Ohren gegenuber steht.

Asset ist die englische Bezeichnung fur Vermogen und Allocation leitet sich von dem lateinischen locare platzieren ab. Asset Allocation kann sowohl als Vorgang, als auch als das Resultat eines solchen Vorgangs bezeichnet werden. Diese Ausarbeitung behandelt vornehmlich den Vorgang der Asset Allocation.

Dieser Sichtweise steht der Autor kritisch gegenuber. Der Vorgang der Asset Allocation ist nicht vollstandig beherrschbar, aufgrund der vielen Einflussvariablen, die eine hohe Dynamik charakterisiert. Behavioral Finance ist in dem Zusammenhang ein Beispiel, welches Irrationalitat und somit schlechte Prognosemoglichkeiten aufzeigt.

Hinzu kommt, dass Asset Allocation im bestmoglichen Fall niemals eins zu eins replizierbar ist, da Finanzplanung stets individuell sein muss.

Das gilt naturlich erst recht fur sehr vermogende Kunden. Das sind zwei Grunde, die den Autor zu dem Schluss kommen lassen, dass es sich bei Asset Allocation nicht um einen Prozess, sondern um ein langwieriges Projekt, welches im bestmoglichen Fall generationenubergreifend andauert, handelt. Spricht man von Asset Allocation, so ist klassischer Weise die Aufteilung des Finanzvermogens auf verschiedene Wertpapierklassen gemeint [15].

Asset Allocation beinhaltet nicht nur die Assets Vermogenswerte , sondern es ist ublich, dass der Investor auch gewisse Liabilities [16] , also Verpflichtungen gegenuber Dritten, zum Beispiel in Form von Darlehen, hat. Liabilities sind nicht Bestandteil dieser Arbeit. Traditionelle Wertpapierklassen sind zum Beispiel Aktien und Anleihen. In vielen klassischen Modellen der Asset Allocation wird neben den genannten.

Der Grund dafur ist unter anderem, dass diese Assetklassen zum Teil nicht sehr marktgangig sind. Diese Ineffizienz ist der Grund, warum Kapitalmarkttheorien im Hinblick auf die Asset Allocation auch kritisch zu betrachten sind.

Die Kapitalmarkttheorie betrachte in der Regel nur Wertpapiermarkte, insbesondere Aktienmarkte, aufgrund ihrer hohen Effizienz. Gerade in den oben genannten, weiteren Anlageklassen steckt jedoch, nicht zuletzt aufgrund ihrer Ineffizienz, fur langfristig orientierte Investoren, hohes Renditepotenzial.

Aus diesem Grund sollen in dieser Ausarbeitung auch Anlageklassen berucksichtigt werden, die uber Aktien, Anleihen und Bargeld, hinausgehen. Hierbei handelt es sich selbstverstandlich um einen auBerst komplexen Vorgang, der mit der Zeit, durch das Auftauchen neuer Finanzinstrumente, zum Beispiel viele verschiedene Derivate oder die neuen Investitionsmoglichkeiten fur Privatinvestoren, siehe Waldinvestments, noch komplexer geworden ist und vermutlich auch werden wird.

Der Allokationsvorgang soll in dieser Arbeit nicht bis auf die einzelne Flasche Rotwein, des einzelnen Jahrgangs, des speziellen Anbaugebietes herunter gebrochen werden. Es soll aber ein Eindruck davon vermittelt werden, welche Chancen auch abseits der klassischen Vorgehensweise, aus einer gut durchdachten und langfristig orientierten Asset Allocation resultieren konnen.

Wenn man von der gesamten Performance eines Portefeuilles ausgeht, so ist der groBte Teil der Asset Allocation zuzuschreiben. David Swensen verweist auf Studien, die belegen, dass die Asset Allocation sogar fur mehr als Prozent des Gewinns verantwortlich ist, da die beiden anderen Faktoren, die Selektion von einzelnen Titeln auch Stock Picking genannt und das Markt Timing, also das Ein- und Aussteigen in Markte zu bestimmten Zeitpunkten, netto ein negatives Ergebnis liefern.

David Swensen erklart dies anhand eines Beispiels einer Aktie. Kauft jemand eine Microsoft Aktie und gewinnt damit, so steht auf der anderen Seite immer der Verkaufer, der dadurch einen Verlust zu verzeichnen hat. Wurden also keine Kosten existieren, so wurde es okonomisch in einem Null-Summen Spiel resultieren.

Es existieren aber einige Kosten, zum Beispiel in Form von Transaktionskosten, Kosten fur Vermogensverwalter, falls die Entscheidung fur den Kauf einer Aktie nicht selbst gefallt wurde oder auch Steuern, die im Endergebnis die Gewinne schmalern. Bei der Asset Allocation unterscheidet man generell zwischen zwei Vorgehensweisen. Die Selektion, also die Auswahl einzelner Aktien findet auf Basis technischer, fundamentaler oder statistischer Analysen statt.

Diese Vorgehensweise wurde zu zufallig zusammengesetzten Portefeuilles fuhren. Strategische Asset Allocation ist mittel- bis langfristig orientiert, wohingegen bei aktivem Portfoliomanagement kurzfristig wahrgenommene Entscheidungen, zum Beispiel in Form von Einzeltitelauswahl, von taktischer Natur sind. Strategische Asset Allocation findet auf Basis ganzer Lander oder Markte statt, wohingegen sich die taktische Asset Allocation mit den Ebenen unterhalb ganzer Lander oder Markten befasst.

Je weiter die einzelnen Assetklassen differenziert werden, desto komplexer gestaltet sich selbstverstandlich die Allokation. Der Vermogensverwalter muss sich in dem zweiten Fall nicht nur uberlegen, welchen Anteil, des zu aufteilenden Finanzvermogens er auf die Assetklassen Aktien, Anleihen, Immobilien und Cash verteilt, sondern er muss detailliert uberlegen welchen Anteil er beispielsweise in Aktien der etablierten Markte zum Beispiel Deutschland, GroBbritannien, Japan, USA, et cetera oder in Aktien von Unternehmen aus Schwellenlandern zum Beispiel Brasilien, Russland, Indien, China, et cetera investiert.

Generell lasst sich sagen, dass Asset Allocation ein Vorgang ist, der in der Betrachtungsweise, von der strategischen Einteilung der Assetklassen, Lander und Wahrungen, immer genauer wird und schlieBlich in der taktischen Asset Allocation uber die Branchen-, Schuldner- und Laufzeitenauswahl, in der Einzeltitel, respektive Emittentenauswahl mundet.

Wenn alle Informationen am Kapitalmarkt kostenlos und unmittelbar verfugbar waren, dann ware diese stufenweise Vorgehensweise ohne Nutzen.

In dem Fall ware es effizienter, alle Entscheidungen, inklusive Einzeltitelauswahl unmittelbar zu treffen. Da das Sammeln von Informationen aber mit einem hohen Aufwand verbunden ist, ist es rational vernunftiger, erst einmal Grundsatzentscheidungen zu treffen und danach dann die besonders kostenintensiven Detailentscheidungen, wie zum Beispiel die Emittenten- oder Einzeltitelauswahl.

Ausgangspunkt und maBgeblich fur die Ausrichtung der strategischen Asset Allocation ist das Anlageziel und daraus resultierend, die zu erzielende Rendite und das MaB an Risiko, das der Anleger tragen kann. Lasst die Lebenssituation des Anlegers nur ein sehr geringes Risikoexposure zu, so muss die Entscheidung stets zu Gunsten einer Ubergewichtung von risikoarmeren Anlageklassen, wie zum Beispiel Anleihen, fuhren. Die Aufgabe der strategischen Asset Allocation ist es, fur lange Zeitraume, die Steuerrichtung vorzugeben, dementsprechend kann man auch erst nach einem langerem Zeitraum uber ihren Erfolg urteilen, wohingegen es die Aufgabe der taktischen Asset Allocation ist, kurzfristig Alpha gegenuber der Benchmark zu erzeugen, also eine bessere Performance zu liefern, als der MaBstab, an dem die Anlage gemessen wird.

Neben der strategischen und er taktischen Asset Allocation, existiert noch ein dritter Bereich, die dynamische Asset Allocation.

Bei dynamischen Asset Allocation Strategien handelt es sich nach Trippi und Harrif um Investmentstrategien, bei denen man den Inhalt des Portefeuilles zwischen zwei oder mehreren Assetklassen, je nach Veranderungen im Portefeuille oder okonomischen Veranderungen, auf mehr oder weniger kontinuierlicher Basis, verschieben kann. Hierbei handelt es sich um sehr aufwendige Strategien, die vornehmlich im institutionellen Bereich anzutreffen sind [28].

Das bedeutet jedoch nicht, dass private Asset Allocation, die auf den Grundsatzen der strategischen und taktischen Asset Allocation fuBt, komplett statisch ist. Wenn es zu Ubertreibungen und Herdentriebphanomenen [29] an den Borsen kommt, so ware es von Vorteil wenn der Investor, beziehungsweise dessen Handlungsbefugter, schnell reagiert und sich beide Parteien, nachdem das Geld sicher am Geldmarkt geparkt wurde, zusammensetzten, um eine geeignete Strategie fur die Zukunft zu uberlegen.

Solche Einschnitte sollten aber nur in Extremsituationen gemacht werden. Man malt alle Konturen, nur die Farben, mit denen man alles ausmalt, die konnen je nach Jahreszeit schon mal variieren. Wenn man ein optimales, der korrekte Terminus ist, ein effizientes, Portefeuille bilden will, so kommt es darauf an, die Beziehungen zwischen den Wertpapieren zu beachten. Markowitz erste Ideen der Portfolio-Selection, Anfang der funfziger Jahre des letzten Jahrtausends, veroffentlichte, existierte noch keine allgemeingultige Meinung daruber, wie das Risiko einer Finanzanlage zu definieren, geschweige denn zu quantifizieren sei.

Efficient Diversification of Investments", dass das Risiko eines Investments darin besteht, dass die tatsachlich erzielte Rendite von der erwarteten Rendite abweichen konnte. Seine Theorie ist haufig kritisiert worden und doch ist sie bis heute fester Bestandteil der Finanzwelt. Der Kernpunkt seiner Theorie war die Feststellung, dass zwischen dem Risiko eines gesamten Portefeuilles und den Risiken der einzelnen Wertpapiere streng unterschieden werden muss.

So ist das Risiko eines Portfolios nicht gleich dem durchschnittlichen Risiko der Summe der Einzelanlagen, vielmehr hangt das Oesamtrisiko des Portefeuilles von den Kovarianzen der Einzelrenditen ab.

Markowitz zeigte, dass das Beimischen eines Wertpapiers zu einem bestehenden Portefeuille, man spricht von Diversifikation, dazu fuhrt, dass sowohl das Risiko gesenkt, als auch die Rendite gesteigert werden kann. MaBgeblich dafur sind, wie erwahnt, die Kovarianzen der Einzelrenditen. Das Ergebnis, die Kovarianz, ist eine statistische MaBzahl, die angibt in welchem Grad sich zwei Variablen, im Falle von Investments deren Renditen, im Gleichlauf bewegen, in Relation zu ihren historischen, individuellen Mittelwerten.

Da es sich bei der Kovarianz um eine absolute Zahl handelt, die das Vergleichen verschiedener Wertpapierpaare schwierig macht, wird aus der Kovarianz und den Standardabweichungen der jeweiligen Wertpapiere der Korrelationskoeffizient errechnet. Dadurch wird der Korrelationskoeffizient leichter interpretierbar. Zwischen den Renditen von Wertpapier i und Wertpapier j existiert ein perfekte, positive Beziehung, dass heiBt, die Renditen bewegen sich in komplett linearer Weise. Nimmt der Korrelationskoeffizient einen Wert von -1 an, so bedeutet dies das komplette Gegenteil.

In dem Fall besteht ein perfekter, negativer, linearer Zusammenhang, zwischen dem Verlauf der Renditen. Bei einem Korrelationskoeffizient von 0, ist der Verlauf der Renditen zweier Wertpapiere voneinander unabhangig. Erkennen kann man die Korrelation zweier Wertpapiere in diesem Fall zweier Markte in einem so genannten Scatterdiagramm:.

Von diesem Punkt ausgehend, kann man das Koordinatensystem in vier Quadranten einteilen. Befinden sich die Punkte uberwiegend in dem Quadranten rechts oben oder links unten, so kann man von einer positiven Korrelation sprechen, da die Markte jeweils gleichzeitig besser oder schlechter als ihr Mittel abgeschlossen haben.

Liegt die Mehrheit der Punkte im linken oberen oder rechten unteren Quadranten, so ist von einer negativen Korrelation auszugehen. In dem Fall ist der Aktienmarkt immer dann besonders stark, wenn der Rentenmarkt besonders schwach ist, et vice versa.

Befinden sich die Punkte uberwiegend ungleichmaBig verteilt, handelt es sich um eine unabhangige Korrelation, was bedeutet, das man anhand der Performance eines Marktes in einem Jahr nicht auf die Performance des anderen Marktes schlieBen kann. Je nachdem ob man positiv korrelierte, negativ korrelierte oder unkorrelierte Wertpapiere mit einander mischt kann man unterschiedliche Effekte erzielen. Kombiniert man positiv korrelierte Wertpapiere, so spricht man von einer Kumulation von Risiken.

Die Kombination von negativ korrelierten Wertpapieren nennt man Hedging. Hedging ist eine Form der Risikokompensation. Eine Kombination von Wertpapieren die vollig unkorreliert sind, also einen Korrelationskoeffizienten von 0 haben, fuhrt zu einer Diversifikation des Portfolios [42] und genauso wie die Kombination von negativ korrelierten Wertpapieren, zu einer Verminderung des Risikos, wenn auch in einem geringeren AusmaB.

Diese Formulierung ist jedoch zum Teil missverstandlich, da optimale Diversifikation im Falle einer vollkommenen negativen Korrelation, vorliegt. Hat man nun den Korrelationskoeffizient zweier Wertpapiere und die Erwartungswerte der einzelnen Wertpapiere, die als Mittel der Vergangenheitsrenditen beschrieben werden [44] errechnet, so kann man den Erwartungswert und das Risiko, in Form der Standardabweichung, der Kombination beider Wertpapiere, also des Portefeuilles, errechnen.

So gelangt man zu dem Mu [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] , dem Mittel Mean , der einen Halfte, der fur Markowitz relevanten Informationen uber ein Portefeuille.

Zu diesem Erwartungswert mochte man naturlich auch das jeweilige Risiko, die Varianz, das Sigma [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] kennen. Wenn sich zeigen lasst, dass die Kombination von zwei Wertpapieren, also die Diversifikation des Portefeuilles, sowohl das Gesamtrisiko senken, als auch den Erwartungswert erhohen kann, so leitet sich daraus das Ziel der Portfolio-Selection Theorie ab.

Das Finden optimal diversifizierter Portefeuilles, im Folgenden als effiziente Portefeuilles bezeichnet. Als effizient wird ein Portefeuille bezeichnet, wenn es bei gegebenem Risiko keine Moglichkeit gibt, durch Kombination von Wertpapieren die Rendite zu steigern, beziehungsweise, bei gegebener Rendite, keine Moglichkeit existiert, das Risiko zu verringern.

Diese beiden Ziele leiten sich aus den Pramissen der Risikoaversion und der Rationalitat des Anlegers ab. Der Anteil, den ein Wertpapier, an einem Zwei Komponenten Portefeuille, haben muss, damit man das Risiko so gut wie moglich eliminiert, kann man mit Hilfe einer Formel errechnen, die man durch umstellen, einsetzen und ableiten, der beiden Eingangsformeln fur den Erwartungswert und die Varianz eines Zwei Komponenten Portefeuilles, erhalt: Effiziente Portefeuilles lassen sich auf einer so genannten Effizienzlinie, in Form eines Hyperbelastes, in einem Koordinatensystem abbilden, in dem auf der Abszisse das Risiko und auf der Ordinate der Erwartungswert der Rendite abgebildet wird.

Alle Wertpapierkombinationen, die keinen Punkt auf der Effizienzlinie darstellen, konnen als nicht effizient bezeichnet werden [46]. Anhand eines Beispiels wird Markowitz" Eingangsthese, dass das Gesamtrisiko eines Portefeuilles nicht der Summe der einzelnen Risiken entspricht, sondern vielmehr der Gleichlauf der Renditen eine gewichtige Rolle spielt, belegt.

Die einzige Entscheidung, die er nun also treffen muss ist, wie er beide Wertpapiere im Portefeuille gewichten soll. Auf den ersten Blick und ohne die Kenntnis von Markowitz" Theorie, konnte man behaupten, dass man, wenn man nicht ausschlieBlich Wertpapier A halt, ein groBeres Risiko eingeht.

Rechnet man aber die Standardabweichungen und die Erwartungswerte fur die jeweiligen Gewichtungspaare aus, so wird ersichtlich, wie sich die Effizienz eines Portefeuilles ausdruckt. Selbstverstandlich lassen sich solche Berechnungen auch fur mehr als zwei Wertpapiere anstellen. Hier werden jedoch erstens weitere Formeln benotigt und zweitens muss eine wesentlich groBere Anzahl von Eingangsparametern geschatzt werden.

Bei Wertpapieren wurde man Parameter schatzen mussen. AuBerdem ware man mit der Problematik konfrontiert, die Formeln mit 10 beziehungsweise Variablen aufzulosen. Zweifelsohne stellt Markowitz" Modell eine groBe Leistung dar, dennoch existiert in den Wirtschaftswissenschaften, wie bereits erwahnt, keine Laborsituation und uberall wo man auf die Verwendung von theoretischen Modellen zuruckgreift, bewegt man sich auf relativ dunnem Eis.

Der Autor dieser Thesis hat bisher die Erfahrung gemacht, dass jedoch kaum ein Finanzdienstleister bereit ist, dem Kunden diese Tatsache mitzuteilen. Kritik an der Theorie von Harry M. Markowitz gibt es mehr als genug. Die Pramissen bieten eine groBe Angriffsflache. Effiziente Portefeuilles werden errechnet aufgrund von Vergangenheitsrenditen, jedoch ist fur den Anleger nicht entscheidend ob sein Portefeuille in der Vergangenheit effizient war, sondern ob es in der Zukunft effizient sein wird.

Deswegen darf das Finden eines ex-ante effizienten Portefeuilles nicht uberschatzt werden. Es besteht immer die Gefahr der Datenunsicherheit. Ein weiteres Problem ist, dass das Modell die fundamentale und technische Analyse komplett ignoriert. Es existiert kein Interesse an richtigem Markt Timing.

Wie in der Definition von Asset Allocation erlautert, ist das Markt Timing zwar nicht die wichtigste Variable bei der Erreichung einer guten Performance, dennoch sollten sowohl die Chancen, als auch die Risiken, nicht unterschatzt werden.

Die moderne Portfoliotheorie kannte zudem noch nicht die Irrationalitat der Anleger, die erst in den Werken uber Behavioral Finance ihren Ausdruck fand. Der Anleger handelt namlich nicht, wie von Markowitz angenommen, rational. Es gibt zahlreiche Beispiele fur irrationales Verhalten.

In der Einleitung wurde beispielsweise das Problem der Home Bias erwahnt. Ein weiteres Phanomen wird Herden- oder auch Massentrieb genannt, welches besagt, dass Panik zu Uberreaktion fuhrt, weil alle Anleger in die selbe Richtung sturmen, ohne sich Gedanken daruber zu machen, ob das nicht rational betrachtet, die falsche Entscheidung sein konnte. Im Prinzip lasst sich jede Pramisse kritisieren. Die Betrachtung einer Periode ist problematisch fur Anleger, die langfristig investieren wollen.

Die Standardabweichung als RisikomaB zu wahlen ist auch fragwurdig, da die Abweichung der Rendite nach oben hin ja durchaus vom Investor erwunscht ist, und somit kein Risiko sondern eher eine Chance darstellt.

Ob die Renditen Normalverteilt sind ist auch zu bezweifeln, da mehrere Borsencrashs des letzten Jahrhunderts dieser Annahme gegenuberstehen. Es durfte schwierig werden, ein sechzehntel einer Aktie zu erwerben. Selbstverstandlich konnen auch die Kosten oder die steuerliche Situation bei der Wahl eines Investments eine Rolle spielen. Hinzu kommt, dass es sich bei der Portfoliotheorie um ein auBerst sensibles Modell handelt.

Verandert man eine Variable ceteris paribus, so kann dies die zu treffenden Anlageentscheidungen, in einem entscheidenden AusmaB, beeinflussen Markowitz sprach auch, wie heute oftmals falschlicher Weise interpretiert, nur von Wertpapieren. Klassischer Weise lassen sich weitere Assetklassen auch gar nicht mit der modernen Portfoliotheorie greifen.

Schon bei der Betrachtung ganzer Markte kann es zu Schwierigkeiten kommen, da die Korrelation der Aktienmarkte beispielsweise, in der Vergangenheit, durch eine hohe Dynamik gekennzeichnet war.

Die nationalen Markte sind immer weiter zusammengewachsen. Zeigten die Aktienmarkte der wichtigsten Lander um noch Korrelationskoeffizienten um 0,3, so bewegen sich heutige Korrelationskoeffizienten im Bereich von 0,5 bis 0,7. Selbiges gilt fur die Anleihenmarkte. Gerade in Borsenzeiten, wie der aktuellen zeigen sich Probleme, die aus der Fixierung auf Kovarianzen resultieren. So besteht die Vermutung, dass es in bestimmten Paniksituationen sowieso viele Assetklassen positiv korreliert sind und man wenig davon hat, wenn in der Theorie der Rentenanteil eines Portefeuilles einen Hedge fur die Aktienseite darstellt, in der Praxis jedoch das ganze Portefeuille einen enormen Verlust zu verzeichnen hat.

Markowitz selbst, sprach kurzlich davon, dass die globalen Aktienmarkte ein volliges Durcheinander seien.

Die Theorie von Markowitz wurde im Laufe der Zeit auch verfeinert und weitergefuhrt. Unter anderem baut das Index-Modell von William F. Sharpe auf der modernen Portfoliotheorie auf. Trotz all dieser Kritikpunkte lasst sich zusammenfassend sagen, dass die moderne Portfoliotheorie heute berechtigter Weise ihren Platz in der privaten Finanzplanung eingenommen hat. In vielen Situationen kann sie helfen, einen Eindruck davon zu erhalten, in welchen Risiko-Ertrags Regionen man sich mit seinem Portefeuille bewegt.

Der Autor mochte jedoch ausdrucklich darauf hinweisen, dass auch wenn die Erkenntnisse von Markowitz fast schon wie eine Doktrin unter Beratern gepredigt werden, der qualifizierte Berater stets in der Lage sein sollte seinen eigenen Kopf einzuschalten und sich nicht aus marketingtechnischen Grunden dazu verleiten lassen sollte, alles Widerstandslos zu akzeptieren und es sich einfach zu machen, nur weil fur eine Theorie ein Nobelpreis verliehen wurde.

Ein weiteres Thema, welches unter Finanzspezialisten auch auf hochsten akademischen Ebenen mitunter temperamentvoll diskutiert wird, ist das der Kapitalmarkteffizienz.

Roberts mit dieser Theorie. Als Pate der Theorie gilt jedoch Eugene F. Fama, der ebenfalls wie Harry V. Roberts Professor an der University of Chicago war, beziehungsweise ist.

Als Effizient kann ein Kapitalmarkt beschrieben werden, wenn die Wertpapierpreise sich unmittelbar nach dem Erscheinen neuer Informationen an den Inhalt der Informationen anpassen, dementsprechend reflektieren die Preise der Wertpapiere alle Informationen uber die Wertpapiere.

Die Kapitalmarkteffizienz darf nicht mit dem vollkommenen Markt verwechselt werden. Ein Synonym fur Kapitalmarkteffizienz ist Informationseffizienz eines Kapitalmarktes und diese Informationseffizienz ist nur ein Teil eines vollkommenen Marktes.