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Wenn es dann leiser wäre alles OK. Ein Bullenmarkt gleicht einem Ausscheidungsrennen ein Segment nach dem anderen kippt. Gaza - Hoffnungszeichen in Nahost:

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Aber, der innere Schweinehund hat mich bis gegen 9 Uhr im Bett liegen lassen, zumal es draussen auch mit Nieselregen sehr unschön war. Die Fahrt dahin war nicht ganz ohne. Dooferweise gab die Anzeigetafel aber die Unterscheidung nicht wirklich preis. Na, dass klang ja ganz gut. Ich also rein, einen Sitzplatz bekommen und dem herausschleichenden Zug mein Vertrauen geschenkt. Zunächst schlich das Ding auch so, wie man es erwarten würde. Tja, aber dann, wurde das Mistding schneller und die erste Station zog vorbei.

Naja, wird schon passen. Dann legt der Chaffeur noch einen Gang drauf, und die nächsten zwei Stationen flitzen vorbei. Ende vom Lied war, dass ich erst nach 10 Minuten rasanter Fahrt raus konnte und dann mit dem Bummelzug diesmal war es wirklich der richtige in die Gegenrichtung 20 Minuten zurückfahren musste.

Die Führerscheinstelle war dann so, wie man sich das vorstellt, genauso ein ätzend hässliches Ding wie in Deutschland, und dank meiner späten Ankunft und des Brückentages rappelvoll. Gut, es hat alles recht lang gedauert, aber doch immer recht nett. Der Schalterbeamte war, soweit man dies bei solchen Leute sagen kann, ein echter Spassvogel.

Natürlich war die Rocky-san Sache schon ganz nett, aber am besten war wohl die Diskussion zum Motorradführerschein: Den deutschen Autoführerschein kann man einfach so übertragen, für das Mopped ist bis ccm auch kein Problem. Darüber hinaus muss man auf einem MickyMaus-Parcours einen Test machen, was ich auch vorhatte. Mittwoch morgen um 8: Im Prinzip war das ganze nicht sonderlich spektakulär. Drei Mann oben und einer unten am Laster.

Ich habe sie alles bis auf sechs Kisten mit Klamotten auspacken lassen, was auch alles ganz gut geklappt hat, bis auf den kleinen Philippino so ca. Da er natürlich nirgends richtig dran kam, habe ich dann, nachdem die Jungens fertig waren erstmal zwei Stunden lang die Küche komplett aus- und wieder eingeräumt. Danach einmal kurz durchgesaugt und gewischt, danach war ich wirklich fertig — in jeder Hinsicht.

Ich habe dann noch kurz ein Nudelsüppchen eingeworfen und dann ab ins Bett. In Tokyo Station war es brechendvoll, man wurde quasi gelaufen, und ohne Sitzplatzreservierung wäre das ein Alptraum gewesen. Umso erstaunlicher fand ich es, dass es doch eine Menge Japaner gibt, denen es nix ausmacht, zwei oder noch mehr Stunden im Zug zu stehen.

Beim Chinamann im Bahnhof haben wir dann lecker Mittagessen gehabt und sind dann noch zur in ein Geschäft gegangen. Man merkt gar nicht, dass hier 4 Millionen Menschen wohnen. Den Sonntag hat es dann kräftig gegossen, so dass die Heimfahrt mit dem Zug dann eher fade war. Die vielen bunten Lichter der grossen Stadt begrüssten mich, die Menschen sind irgendwie vertrauter, Tokyo, meine Stadt….

Zu Hause habe ich dann noch kurz telefoniert, die Waschmaschine angeworfen, die Lampen vom Kartell aufgestellt und dann ab in die Falle. Ich habe mir abends ein bisschen Luxus gegönnt, einen ausgiebigen Friseurbesuch mit allem drum und dran und danach Sushi. Der Friseurmensch ist übrigens mit einem sehr guten Gedächtnis ausgestattet, oder hat einen scharfen Blick.

Mit nur zwei Sätzen war klar, genau wie schneiden, Seiten kurz und oben nach oben Dienstag nicht viel anders.

Abends habe ich mich dann mit Carsten Bothmann noch kurz auf ein Bier getroffen. Carsten geht allerdings schon in gut zwei Wochen zurück nach Stuttgart, etwas früher als geplant, aber nun, so ist es eben. Ich habe von der Hausratversicherung die Rechnung bekommen und soll die Prämie überweisen.

Nun, flugs beim online-Banking reingegangen und - Pustekuchen. Nun, dann habe ich mal die Telefonbankingnummer gewählt um zu fragen, ob man das nicht für eine einmalige Überweisung auch einfacher haben kann. Klar, meinte die Dame, einfach am Geldautomaten machen. Naja, nicht verzagen - Hotline fragen. Der Typ sprach dann zwar etwas Englisch , aber hatte als Tipp nur, "is there any Japanese around who might help? Der Wachmann konnte mir dann helfen und hat mir gesagt, welche Knöpfe ich drücken muss.

Warm und meist sonnig, wenn auch mit Tendenz zur Schwüle. Donnerstag nichts allzu spezielles. Ich hatte zuerst überlegt, irgendwo eine einzelne Fahrstunde zu nehmen, aber die einzige englischsprachige Fahrschule hat auf meine E-Mail-Anfrage bis dato nicht reagiert.

Bei genauerem Hinsehen auf den Plan habe ich dann festgestellt, dass das der kleine Nissanhändler ist, an dem ich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit vorbeilaufe. Er war einverstanden und wir haben uns dann für um 10 Uhr am Samstag morgen verabredet. Man wollte sich bei mir melden. Kurz darauf rief mich dann Nakagawa-san von Century21 an - der Makler, der uns damals bei der Wohnungssuche sehr gut geholfen hat.

Er war von den Moris angerufen worden, weil die ihn als Unterstützung brauchten. Ich habe ihm dann auch meinen Sermon erzählt: Er schien es verstanden zu haben und wollte dann Mori bescheid geben. Nach 10 min wieder Nakagawa: Herrje, ist das denn sooooo schwer? Ich will doch nur meinen Mietwagen eine Nacht irgendwo abstellen Ende vom Lied war dann, dass er mich noch dreimal wegen irgendwelchem Kram angerufen hat, aber zu guter Letzt solllte dann doch alles OK sein, man wollte mir einen nicht meinen!

Parkplatz geben, weil ich meinen erst benutzen kann, wenn ich ein eigenes Auto habe, Mietwagen auf eigenem Platz geht nicht Ich habe mir, genau wie Rudi die etwas aufwändigere Variante bestellt, die in einem würzigen Sud mit pochiertem Ei serviert wurde. In den Hills dann angekommen, rief mich die Rezeptionistin kurz ran. Damit ich den Platz auch ja finde, habe ich einen Lageplan bekommen, den ich scannen und publizieren werde.

Weitere Kommentare erübrigen sich, wenn man den Plan einmal gesehen hat. Da die Bahnen Samstagsmorgen nicht so häufig fahren, wie unter der Woche hat das alles etwas länger gedauert als geplant, und das geplante Excelsior-Ausgiebig-Frühstück musste ich auf ein Thunfischsandwich und einen Eiskaffee auf die Hand beschränken.

Minami-san wartete schon auf mich, pünktlich wie die Maurer und mit einem ähnlichen Biergeruch um sich "Tired, Drinking" , aber was soll's, ich bin ihm ja zu Dank verpflichtet.

Naja, es stellt sich raus, dass die Bedienung in Japanisch ist, die Kommandos sind aber auf Englisch , was schon sehr passabel ist. Minami-san bekommt dann das Navi erklärt, und er erklärt es mir, wobei, wenn man einmal die Tasten kennt, ist das recht trivial, weil das meiste mit idiotensicheren Symbolen ausgestattet ist. Nur, als es an die Eingabe der Ziele geht, sehe ich ein Problem, mein Hiragana ist noch zu lückenhaft, als das ich eine Kanji-Adresse auf Hiranaga ausgedrückt eingegeben könnte.

Da verstehe ich nur Japanisch, respektive Bahnhof. Der Anfang war natürlich wie auf rohen Eier, fremdes Auto , Linksverkehr. Aber, nach ein paar Minuten hat man sich schnell dran gewöhnt.

Klar, die ersten Mal rechts abbiegen sind ungewohnt, weil eben hier das Rechtsabbiegen eine kleine Hürde ist, ähnlich wie bei uns Linksabbiegen. Ansonsten aber, hat das Navi und die Automatik das Fahren sehr vereinfacht.

Auch der Verkehr war deutlich entspannter, als ich gedacht hatte, zumal sich alle Reiseführer einig sind, das Autofahren in Tokyo nicht gut ist. Valet parking — sehr cheffig, aber kostenlos…. Der Grosseinkauf ist dann etwas kleiner ausgefallen als geplant, denn das Sonderangebot für San Pelegrino Sprudelwasser — lechz! Erstaunlicherweise sind die guten, teuren Sachen in Japan sogar preiswerter als in Deutschland, dem schwachen Yen sei es gedankt.

Ich habe ein Gläschen probiert, und mal eine Testflasche gekauft. Ich muss sagen, der war nicht schlecht. Ich muss schon sagen, der Parkplatz P9A ist der Hammer. Ohne den weiteren Schilderungen vorweg zu greifen, dieses Gefühl sollte später noch dem eines kleinen Königs weichen.

Zuhause habe ich dann gegen Das Navi meinte, es sollten 33 km sein und berechnete 1: So war es dann auch. Zwischendrin waren zwar immer wieder Strecken, wo es mal ein oder zwei Kilometer sehr flott ging, ansonsten habe ich aber auch viel an roten Ampeln gestanden. Irgendwann und irgendwo in Setagaya habe ich dann entschieden, dem Navi zu erlauben, die Route auch mit kostenpflichtigen Autobahnen zu berechnen, und voila, die berechnete Reisezeit nahm deutlich ab, nur noch 30 min, wo es vorher noch gut 55 min sein sollten.

Auf dem Weg zur Autobahn habe ich mich dann aber einmal in der Spur vertan und die Auffahrt verpasst. Beim erneuten Anpirschen an die Auffahrt habe ich dann ein Honda-Schild gesehen, und, da es schon gegen Da Frank ja auch nicht der kleinste ist, dachte ich, da müsste ich reinpassen.

Ihr ahnt es sicher schon…. Nun, auf dem Hof des Händlers angekommen gab's erstmal Stilaugen vom Personal, "watt will denn die Langnase hier? Ich erklärte, dass ich mal einen S probieren wollte.

Nein, das Model habe man hier nicht, aber Herr Nakano wollte in einer Filiale in der Nähe anrufen und einen fertig machen lassen. Sehr nett, hat auch geklappt. Er hat dann angeboten mit mir hinzufahren, auch sehr nett.

Wir sind dann durch 2m breite Winzgässchen die 2km zur anderen Filliale gefahren. Naja, kein Wunder, er hat ja auch zwei Jahre in Oxford gelebt, wo er Musik studiert hat.

Und so einer verdingt sich dann als Autoverkäufer…. Nun, wie schon zu ahnen war, die Karre war zwar sehr nett anzuschauen, aber einfach viel zu klein. Ich frage mich, ob durch die Rechtsteuerung der Fahrerplatz einfach nur geschrumpft ist, oder ob Frank einen Fakirtrick anwendet, um sich hinter das Volant zu falten…. Herr Nakano war zutiefst traurig und wollte mir den aktuellen Honda Civic Type R mal zeigen, so ein kleines Renngeschoss, aber das war mir dann doch etwas zu teuer.

Ich habe ihn dann noch zu seiner Filliale zurückgefahren. Das werde ich bei Gelegenheit mal machen. Das sind sehr knuffig-schicke moderne Autos mit Retrodesign. Für mich also insgesamt in Sachen Autokauf wieder ein Satz mit X, aber dafür einen netten Ausflug gehabt und einen netten Autoverkäufer kennengelernt.

Ich bin dann auch recht direkt wieder nach Hause gefahren, da wir schon fast drei Uhr hatten. Um halb fünf kam Takehi dann schon an. Wir haben eine kleine Wohnungsführung gemacht, mit Ausflug auf das Dach. Er war beindruckt, ich war schon ein wenig beschämt, weil es wohl sehr schick war.

Weder er noch seine Frau waren jemals überhaupt bis dato in Roppongi. Er hat mich dann auch schon "vorgewarnt", dass er in einer kleinen Firmenwohnung wohnt, nicht sehr gross und nicht so schick und vor allem etwas weiter draussen. Er verwendete das Wort "Dormitory", was, wie sich dann zeigte, auch halbwegs passte. In einer recht netten Umgebung in der Nähe von Shinagawa mit vielen Bäumen, enge Strassen und kleinen Häusern sind wir dann auf einen Kiesparklplatz zwischen zwei alten Betonklötzchen von jeweils 5 Stockwerken gefahren.

Der eine war erkennbar leer, im anderen tobte das Leben. An der Tür erwarteten uns dann schon seine beiden Söhne, vier und sechs, sowie seine Frau. Ich habe dann eine kleine Führung durch das 60qm-Reich der Familie Takehi bekommen: Trotz der etwas engen Verhältnisse sehr gemütlich. Ja, nun fühlte ich mich wie der König, ich alleine, bzw.

Allerdings fühlte ich mich auch etwas komisch, weil ich mir dachte, was Takehi wohl seiner Frau erzählen würde, wie fürstlich ich residiere…. Ich habe dann meine Geschenke übergeben, und lag wohl, ähnlich wie bei Iwais ganz richtig. Frau Takeki hatte auch eine Flasche Japanischen Rotwein besorgt.

Ich wusste gar nicht, dass es so was gibt, also haben wir den mal aufgemacht. Ich glaube, davon muss ich mir auch mal eine Flasche besorgen! Nach der halben Flasche Rotwein wurden die Kinder ins Bett gesteckt und Herr Takehi war auch schon etwas bedient Mangel an Alkoholdehydrogenase, ein typischer Gendefekt in Asien , so dass wir dann den Abend um Er hat aber trotzdem drauf bestanden, mich mit der Bahn nach Hause zu bringen.

Eigentlich wollte ich das ablehnen, weil ich ja ein halbwegs erfahrener Bahnfahrer in Japan bin, aber wie wir dann auf dem Vorortbahnsteig waren, war ich dann doch froh, dass er mit dabei war, denn hier, abseits der Gaijin-Ströme ist es Essig mit Englisch.

Alles nur in Japanisch. Mit zweimal Umsteigen sind wir dann in der Hibiya-Line gelandet, die mich nach Hause bringen wollte. Wir haben dann bei lauer Abendluft und zwei Cappuccinos draussen gesessen und die italienischen Momente genossen. Ein schöner Abend, und ich denke, ich muss mir bald mal Gedanken über Gegeneinladungen für Iwais und Takehis machen.

Sonntag morgen dann leider frühes aufstehen um 8 um den Wagen zurückzubringen. Danach beim Livin in Kinshicho ein bisschen Waschmittel gekauft und zur Ginza weitergefahren, meine privaten Visitenkarten abholen. Von dort dann direkt nach Hause, weitere Kisten auspacken, waschen, putzen, klar Schiff machen. Den restlichen Nachmittag habe ich dann mit der WamS auf dem Balkon verbracht. Plan war Pasta mit Sahnesauce, dazu entweder Pilze oder was mit Spargel.

Heute wieder ein normaler Montag. Als ich nun heute abend, die akutellen Einträge reinstellen wollte, musste ich feststellen, dass der doofe WEB. DE-Baukasten, mit dem ich mich mittlerweiler halbwegs arrangiert hatte, maximal 12 Seiten erlaubt.

Jetzt muss ich mir irgendeinen anderen Editor besorgen und verstehen. Ach ja, im übrigen muss ich jetzt mal über den verdammte Internetexplorer fluchen. DE geht irgendwie nur mit dem IE. Ungewöhnlich, aber ich komme zur Abwechslung mal zwischendurch zum Schreiben. Lost in Translation I. Unsere Teammeeting haben den Englischgehalt von 0. An zwei Sachen muss ich wohl aber noch arbeiten; zum einen "Dokumente in Englisch " zum anderen hat sich bei einem Projekt der "alte Geist" wieder eingeschlichen.

Mit den Dokumenten ist das so eine Sache. Man kann damit rechnen, Briefe schreiben, Präsentationen halten und Zeitpläne erstellen. Das ist das eine. Zum anderen werden die Dokumente hier gerne erst mal in Japanisch erstellt, um dann vielleicht einen Übersetzungsprozess zu durchlaufen.

Wie gesagt, vielleicht — es kann auch gut und gerne passieren, dass man ein bis auf die Zahlen komplett Japanisches Dokument bekommt. Bei Laborreports oder Spezifikationen ist das kein Problem, denn die Zahlen für sich, aber bei anderen Sachen ist das schon mal etwas heikel. Plan B sieht die Übersetzung durch eine dritte Person vor.

Die dritte Person liefert dann meist ein Dokument, dass zwar in Sachen Sprachrichtigkeit kaum wünsche offenlässt. Da es aber selten Fachpersonal ist, sind die Sprache dann eher blumig und bildreich, so dass man wieder zum Experten rennen muss, der in der Originalversion nachsehen muss, was gemeint ist. Im Idealfall führt einer der Projektmitglieder allerdings die Übersetzung durch, so dass meist mit korrekten Fachterminologie rechnen kann, die Sprache aber etwas, na ja, ulkig ist und man dann diskret fragen muss "what does it mean?

Während den Meetings, die hauptsächlich in Japanisch ablaufen, wird meist entweder ein Team-Mitglied ausgewählt, dass mir die wesentliche Punkte übersetzen soll, oder Taniguchi-san sitzt mit Notizblock und Übersetzungscomputerchen neben mir. Alles schön, gut und ehrenhaft, aber ich fühle mich dann doch manchmal wie Bill Murray beim Drehen des Suntory-Werbespots: Minutenlange Diskussionen, teilweise in erheblicher Lautstärke, und dann heisst es in der Langnasenversion: Aber, liebe Japaner seid gewarnt, bald verstehe ich alles….

Für alle andere sei nur gesagt, dass es sich um ein kleinen Taschencompi im "Persona"-Format handelt, und ähnlich hilfreich und zuverlässig ist das Ding auch und im übrigen für Europäer völlig unbrauchbar. Selbst Japaner haben da ihre Probleme. Man tippt das Wort zunächst phonetisch in Hiragana oder Katakana ein, dann wählt man aus x Alternativen das Kanji aus, welches wohl gemeint ist, und dann bekommt der Anwender einen Haufen möglicher Übersetzungen des Wortes angeboten.

Das da dann die Übersetzung zwangsläufig auf der Strecke bleibt, ist wohl logisch, oder? In einem der letzten Meetings, in dem Taniguchi-san wieder für mich und Ban-san übersetzen sollte, blieb sie für einen längeren Zeitraum still und glotzte auf den Translatofix: Dienstagabend, nach einem unspektakulären Bürotag bin ich in Richtung Sushibar getapert. Auf dem Weg vernahm ich ein Geräusch, dass man in Japan nur sehr selten, eigentlich sogar in der Öffentlichkeit hört — ein Kind das sich die Seele aus dem Leib schrie.

Wie gesagt, im Normal sind kleine Japaner wohl echte Engelchen, weinen nicht und quengeln nicht, höchstens mal ein leiser Unmutslaut, aber ansonsten nehmen die wohl schon unmittelbar nach dem Schlüpfen Rücksicht auf ihre Umwelt, so wie es die grossen erwachsenen Japaner. Jedenfalls wurde mit jedem Schritt das Gebrüll lauter und ich sah eine Gruppe von etwa vier Muttis mit Fahrrädern und vier Kindern, die wohl gerade um Offensichtlich stand heute Fächerbasteln auf dem Plan, jedenfalls trugen fast alle Kinder fast identische, selbstgebastelte Fächer in der Hand identisch, weil "bloss nicht auffallen" das Japaner-Motto ist.

Nur die kleine Heulboje hatte einen leicht abweichenden. Ob das wohl der Grund war? Oder vielleicht der rosafarbene oldfashioned Giganto-Rucksack mit Pokemon drauf völlig aus der Mode? Jedenfalls konnte ich in den Minuten, wo ich mich annäherte beobachten, wie sich die etwa 10 Meter voraus laufende Mutti von klein-Heulboje regelmässig umdrehte und harrsche Worte sagte. Im Kölschen wäre es wohl so was, wie "Michälle-Jakkeline, jetz' lass et sinn, un' hör opp ze plärre, wat soll'n dann all die Lück denke…" gewesen.

Das Spiel endete dann, als die Mutti mich sah und etwas verdutzt in meine Richtung blickte. Michelle-Jacqueline sah das Mutti was sah und sah sich dann um.

Augenblick war kurz Ruhe im Karton, denn die sagenumwobene, böse Riesenlangnase, die kleine ungezogene japanische Kinder frisst, hatte sich hinter hier verleibhaftigt. Es folgte ein langgezogenes "Maaaaaaaaaaaammmmmmmmmmmmmmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!

Ich glaube, in Zukunft wird sie nie wieder auf der Strasse weinen. So langsam hat sich wirklich der Alltag eingeschlichen, die berichtenswerten Highlights werden etwas weniger, deswegen hier auch nur eine paar punktuelle Anekdötchen: Am Dienstag, den Er wird dort für 6 Monate bleiben, wenn nicht irgendwelche Nieren- oder Gallensteine dazwischenfunken, so wie es bei Shimo der Fall war.

Als Special-Guest tauchte dann auch mittendrin noch der Oberchef, Fujiwara-san, auf, was der Stimmung erstaunlich gut getan hat. Ich habe selten eine so ausgelassenen Runde erlebt. Wir haben für zwei Stunden eine Box gemietet und kräftig gesungen.

Miyatani hat mich dann gleich zu anfang enorm beeindruckt, denn er hat sich hochgewissenhaft auf seinen Trier -Aufenthalt vorbereitet und Deutsches Liedgut studiert — den ersten Song den er ausgewählt, hat er viel geübt: Natürlich hat er keine Ahnung, was er da singt eine Verherrlichung Russlands, und das in Japan, wo die Russen nicht sehr beliebt sind - Stichwort Kurilen, tsetsetse , und wirklich verstehen konnte man ihn auch nicht, aber die Karaokemaschine hat im 92 von Punkten für die Performance gegeben.

Nicht schlecht, Herr Specht. Wie der eine oder andere aus praktischer Erfahung weiss, scheinen diese japanischen Karaokegeräte die Wertung nur nach Frequenz zu machen, egal wie schwachsinning man singt.

Ich bin da mit Fritz hin, weil ich weiss, dass er einer kleinen Fleischmahlzeit nicht abgneigt ist. Recht barock, das ganze. Es ist eben wie in der freien Wildbahn, die Raucher stehen auf dem Balkon und fast alle kommen auch raus Naja, viel zu berichten gibt es ansonsten nicht, Judy von Tokyo Orientations und ihr Chef waren auch da, die Asian Tigers Leute haben alle artig Danke gesagt — ein netter small-talk abend.

Der TAC ist ein merkwürdiges Ding. Direkt neben der russischen Botschaft, mit Swimming Pool und Fast-food-Bar, einem teuren Restaurant und einem netten Garten, in dem wir gesessen haben.

Gut, man wird mich sicher fragen wollen, warum ich mir hier auf der anderen Seite der Welt Franzosen-Wasser kaufe. Tja, ich bin mir des ökologischen Irrsinns natürlich bewusst, es hat aber einen guten Grund: Wie jeder weiss, ist das einfach zu wenig, und ich habe keines gefunden, welches annähernd den DGE-Empfehlungen entsprechen würde.

Where is your car? Sowohl Taxifahrer und Rezeption schauten zwar etwas irritiert, aber, wie heisst es so schön, jeder Jeck is anders. Er mag eben auch Sprudel gerne. Natuerlich habe ich dann pünktlichstens um Die nächsten Tage bin ich dann ins Büro und immer zeitig raus, die Abende haben wir dann immer ganz nett mal hier und da verbracht. An meinem Geburtstag, Freitag, den Tja, das Thema war auch sehr spannnend, aber leider der Vortrag a.

Um 12 bin ich dann nach Hause. Leider hatte es in der Zwischenzeit angefangen, wie aus Eimern zu giessen, so dass wir uns entschlossen haben, im National Museum die Monet-Ausstellung anzusehen.

Wie man sich denken kann, hatten wir bei Regen nicht als einzige diese Idee, aber es war ganz gut auszuhalten. Japaner in Museen sind ruhig und sowieso einen oder zwei Köpfen kleiner — no issue. Das Abendessen haben wir dann in guter Tradition im Zipangu im Stock mit Blick auf die Stadt eingenommen. So schnell kann eine Woche rumgehen.

Anschliessend ein kleines Frühstück und ein kleiner Ausflug nach Asakasa. Kannte ich zwar schon, aber habe trotzdem ein paar Fotos gemacht. Hat sich nicht viel verändert, nach wie vor Himmel und Menschen, aber sehr nett anzuschauen. Ich hatte eigentlich am letzten Wochenende geplant, das dortige Shrine-Festival zu besuchen, aber es wäre wohl zu busy gewesen.

Insofern bestimmt keine falsche Entscheidung. Zu ersten Mal während dieses Aufenthalts bin ich dann von einer Schulklasse verhaftet worden, die dann doch wissen wollte, woher ich denn komme, wie gross ich bin etc und musste mich dann auch von 10 Wegwerfkameras mit diversen Mädchen fotografieren lassen.

Naja, macht man ja gerne, den netten Deutschen. Erst als ich denen dann vorlog, ja, übermorgen fahre ich nach Kyoto um mir das anzusehen, war das Weltbild dann wieder gerade. Eben doch ein Touri Am Abend habe ich mich dann todesmutig an ein Essensexperiment gewagt: Unbekannte Pilze kaufen und essen. Da ich heute noch schreiben kann, habe ich wohl alles richtig gemacht, und lecker waren sie auch, zumindest im Wechselspiel mit der Pasta, Knoblauch und Confit de Peperoncini.

Herzlichen Glückwunsch auch nochmal von dieser Stelle aus! Ich merke schon nach einem Tag, dass mir das nachmittägliche Schwätzchen mit Fritz fehlt Zum Ausgleich habe ich heute dann auch die letzten Geburtstagsglückwunschmails beantwortet.

Vielen Dank an alle die Lieben weltweit, die an meinen Geburtstag gedacht haben und angerufen oder geschrieben haben!!! So, da ich für den Rest der Woche nicht viel Neues erwarte, denke ich mal, dass es dies für den Mai gewesen sein wird. Da es bislang nicht soviel an spektakulären Einzelereignisse zu vermelden gibt, habe ich mich entschieden, Euch ein paar Begebenheiten zu schildern, die sich hier zur Zeit abspielen.

Im Prinzip eine sinnvolle Sache, aber, na klar, mit dem üblichen Japanerwahnsinn gekoppelt, dann doch wieder zumindest fragwuerdig. Der Schlachtplan hierzu ist ebenfalls sehr typisch japanisch: Wear a safety week badge. Im Prinzip sicher alles ganz sinnvoll, aber…. Die Poster sind bis heute nicht aufgetaucht, naja, wo sollten wir die auch aufhängen, freie Wände haben wir hier nicht.

Tja, und dann, die Safety week badges. Nun, auf dem Anstecker ist ein netter kleiner Delphin und ein grünes Kreuz drauf. Hmh, ob das Ding mich wirklich gesünder macht, so wie ein Nikotinpflaster?! Zu schade, ich hätte doch soooo gerne was für Flipper und seine Freunde getan.

Wie auch immer, wie man dem Bild entnehmen kann, ist dieses Sicherheitsansteckerchen an sich schon ein Paradoxon. Jedenfalls habe ich es geschafft, das Ding an meine Uniform zu tackern, ohne mich zu verletzen, und habe mich gefragt, wann es wohl den ersten Arbeitsunfall mit diesen Sicherheitsnadeln geben würde. Der Gedanke hallte noch in meinen Gehirnwindungen nach, als auch schon die ersten Schmerzensschreie durch das Büro schallten und ein nicht gerade kleiner und ziemlich moppeliger Japaner durch das Office hüpfte und das Blut aus seinem Finger lief.

Die Arbeitssicherheit hat damit den ersten Gegentreffer kassiert. Am nächsten Tag sind mir in der Kantine insgesamt vier Leute mit verbundenen Daumen oder Zeigefingern aufgefallen, eine derbe 0: Vielleicht rege ich an, im nächsten Jahr Plastikclipse zu nehmen Die beschriebene Besichtigung der Arbeitsplätze steht noch aus, aber ich bin jetzt schon gespannt, welche Konsequenzen daraus gezogen werden, dass ich hier auf Grundschulmöbeln sitze So, dann muss ich auch noch mit einem anderen Vorteil aufräumen.

Der Japaner und die Einladung nach Hause. In jedem der bekannten, einschlägigen Japanführer wird darauf hingewiesen, dass Japaner normalerweise nicht nach Hause einladen, bzw. Am Samstag, den 2. Leider konnten nur 6 von 8 Leuten kommen, aber es war trotzdem ein sehr netter Abend. Im übrigen war er auch so nett, 2 seiner Stühle mitzubringen.

Das Menu mit Chili con Carne, Sauerkrautauflauf und Würstchen ist insgesamt gut angekommen, nur das Mousse au Cholocat hat den Herren nicht geschmeckt — zu süss. Mousso-o-chocolat-o is NG [Anm. Eigentlich nicht dumm, denn wie soll man sonst gut abkürzen, wenn etwas nicht-OK ist].

Wir haben dazu ein paar Dosen Bier getrunken, dann für die echten Kerle Chuo-hu ich weiss immer noch nicht, wie man das richtig schreibt bzw. Ah, sorry, beim Thema Prosecco muss ich kurz abschweifen — kleiner Exkurs. Nein, Kinder hat er keine, seine Frau arbeitet aber unten im Labor. Also, doch nicht schwul. So, zurück zur Party. Wir haben dann bis gegen Einen nicht unerblichen Teil des Abends haben wir dann damit zugebracht, in meinen Japan-Reiseführer die Orte anzusehen, die die Kollegen als Reiseziele empfohlen haben, meist ihre Heimatorte.

Die Einträge haben zu erheblicher Heiterkeit geführt. Ich empfehle ernstlich, wenn man mal Japaner einlädt einen Reisführer auszulegen, da es wirklich sehr nett und interessant ist. Wie ich zugeben muss, kann ich das sogar sehr gut anvollziehen. Ist schon sehr ulkig, wenn man was über die eigene Heimat und Kultur in der Ferne in einer fremden Sprache in die Finger bekommt, und dann feststellen muss, dass dies das Bild ist, was die anderen von Deutschland bekommen. Um kurz nach 11 sind dann alle zeitgleich aufgebrochen — letzte Bahn eben.

Am jetzt kommenden Samstag, 9. Nudeln und andere Zutaten werden gemischt, in einer Pfanne kurz angebraten und mit Eiersosse übergossen und gegart, so wie Tortilla. Am Ende kommen dann noch diverse Saucen dabei uns gut ist. Den Samstag muss ich dann also die Bude besucherfertig machen, denn ich muss gestehen, dass ich letzten Sonntag nach der Party nur kurz gesaugt habe, aber das Badputzen nur schlunzig gemacht habe.

Dooferweise werde ich dann wohl auch wieder der meistgehassten Beschäftigung nachgehen — Tischdecke bügeln. War ein sehr netter Abend. Ich denke, die kommen wieder. Und sonst und überhaupt. Geburtstag und es soll reingefeiert werden. Diesmal habe ich normale Tickets 2. Es scheint so, als ob die Unterschriftenaktion im April wohl was gebracht hat, und JR-Lines sich der rauchenden Kundschaft angenommen hat. Gut, dass ist wohl war, und ich unterstürze das soweit es geht, aber trotzdem ist mir eine Nichtraucherzimmer im Hotel lieber, zu Hause dampfe ich ja auch nicht die Bude voll.

Im Büro war heute Freitag, 8. Juni angespannte Stimmung, weil sich das Personalkarusell wie zu jedem Quartalsende wieder dreht. Einige Mitarbeiter wurden nach und nach zu Fujiwara-sama an den Tisch gerufen. Einige kamen fröhlich zurück, andere nicht so, je nachdem wohin sie mit dem Karusell fahren. Heute durfte sich übrigens auch niemand Urlaub nehmen, den theoretisch kann es jeden treffen und er sich zum 1.

Hier im Team sind die meisten recht entspannt, weil die meisten erst kurze Zeit dabei sind. Nur Kigawa -san ist sichtlich nervös und hofft, nicht an den VP-Tisch gerufen zu werden. Heute ist übrigens so ein Tag, wo alle sehr beschäftigt tun, aber in wirklich nur diskret schauen, wer an den Tisch gerufen wird, vielleicht lauschen, was gesprochen wird und die Gesichtsausdrücke interpretieren. Mittlerweile, wir haben Kigawa -san hat sich entspannt, Oya -san hat seine erwartete Entsendung nach Genf gesagt bekommen.

Überraschend musste aber auch mein Chef an den Tisch und wir haben um Na, da bin ich mal gespannt. Ob ich den Ausgang hier aufschreiben werde, weiss ich noch nicht. Mann, Mann, Mann, da wird sich einiges ändern, aber dazu erst am 3. Erstmal sehen, wer sich wirklich hinter den Namen verbirgt. Bei einem Teil der Leute habe ich zumindest ein Gesicht zum Namen, aber, ja, man wird sehen müssen. Auf alle Fälle muss ich jetzt dingend ein paar Leute einladen, die sonst aus der Welt sind, bzw.

Im übrigen hat sich darüber hinaus bestätigt, das der Gesichtsausdruck nix, abe auch garnix aussagt, eher sogar im Gegenteil. Der Kollege, der mit eisiger Miene aufgestanden ist hat einen guten Aufstieg gemacht und zieht nur ein paar Schreibtische weiter. So kann man sich auf die schnelle irren. So, heute ist der Montag Die Woche war nur mässig mit interessanten Ereignissen gefüllt. Das war sehr lecker, aber nach meinem Geschmack dann doch etwas sehr fleischlastig.

Nicht, dass ich mittlerweile zum Vegatarier geworden wäre, aber der Fleischkonsum, den ich in Deutschland ja schon in den letzten Jahren reduziert habe, hat sich hier eigentlich noch weiter abgesenkt, und da war es schon etwas schwerverdaulich, den ganzen Abend Fleisch vom Grill zu essen und nur ein Schälchen Reis dabei. Aber, ich will ja nicht meckern, wie gesagt war sehr lecker.

Und, auch sehr lustig. Wir haben dann von Da war, weil die Marketing-Typen das wohl noch häufiger machen als wir, wirklich sehr gut, und wir haben echt viel Spass gehabt. Zeitgleich aber auch ein "aber": Bei der Camel-Truppe ist auch eine junge Frau mit dabei, nicht wirklich eine Schönheit, mehr so der männliche Typ. Im Restaurant hat sie ihre frauentypische Rolle eingenommen und immer schön brav die Getränke gemanagt.

Ich habe schnell gemerkt, dass ihr das irgendwie garnicht so angenehm war, weil Englisch nicht ihre Stärke ist, kennt man ja. Weil das dann alles nicht so lief, wie er das gewünscht hat, gab es dann einige harsche Worte und ein paar kleine Watschen. Das fand ich dann doch ein wenig, naja, unfein.

Ich habe mir dann überlegt, wie denn z. Karo reagiert hätte, wenn man sie gewatscht hätte. Wahrscheinlich wäre dann Blut geflossen, oder? Ansonsten wurde hier im Büro beim Dosenkaffee viel über die bevorstehenden Personalveränderungen gesprochen.

Ich kann einige Reaktionen mittlerweile verstehen. Nun, ich weiss, dass der "Neue" ein ganz anderer Typ als Tamura -san ist, aber ich habe mit dem Neuen zumindest keine schlechten Erfahrungen gemacht. Insofern, einfach mal auf mich zurollen lassen, wird schon werden. Freitag in der Mittagspause hat mich Kigawa -san mit kakaku.

Da ich nicht so eine Riesentrum von Glotze brauchen kann, habe ich im Bereich von 27 — 33 Zoll geschaut, und auch ein, zwei preiswerte Modelle gefunden so um bzw. Kaum in der Glotzenabteilung angekommen, war auch schon ein freundlicher Verkäufer auf mich zugekommen "Can I help you?

Ich habe ihm dann gesagt, was ich denn gerne hätte: Hat er alles verstanden, und meinte auch, dass bei einer Nutzungsdauer von max 18 Monaten auch ein einfacheres oder älteres Model taugen würde genau so wie ich das geplant hatte — kluges Kerlen, der Arima-san.

Erwartungsgemäss waren dann zwei Modelle in der engeren Wahl, die ich auch bei kakaku. Als unhöflicher Gaijin-Sparfuchs habe ich dann meinen Internetzettel rausgeholt, und gefragt, ob man am Preis was machen kann. Zu meinem Erstaunen ging der Preis dann mit drei Taschenrechnerrunden sofort von gut Damit waren wir dann preislich gut da, und ich musste nix im Internet bestellen, wo ich rein garnix verstehe, von den "AGBs" ganz zu schweigen.

Er hat mir dann alles brav aufgeschrieben, und ich habe mich dann bis Samstag verabschiedet, weil ich dann doch zu Hause sicherheitshalber mal nachmessen wollte, nur um sicherzustellen, dass die Natze dann nicht das Fenster blockiert. Nun ja, dass Ding passt. Samstag morgen war ich dann wieder da, leider Arima-san nicht.

Er tauchte dann erst auf "train-problem" , als ich schon an der Kasse war, aber hat sich trotzdem tausendmal bedankt. Und so habe ich das Ding dann am Sonntag abend geliefert bekommen. In sechs von sieben Fällen notierte der Index schon in den nächsten drei bis sechs Monaten wieder darüber.

Alle Augen sind seit Wochen vor allem auf Washington gerichtet: Erhöht die Fed nun die Zinsen oder nicht? Das war die entscheidende Frage, die die Märkte seit Langem bewegt siehe Seite Im Schatten der schier übermächtigen US-Notenbank machte sich aber auch die Bank of England BoE daran, ihre nun schon seit über sechs Jahren laufende Nullzinspolitik endlich aufzuheben.

Doch genau bei diesem Punkt hakt es immer noch gewaltig. So ist die Teuerung im August vor allem wegen der niedrigeren Sprit- und Heizpreise auf null gefallen. Aber auch die Kerninflation ohne Energie- und Lebensmittelpreise ging etwa aufgrund niedriger Bekleidungspreise von 1,2 auf ein Prozent zurück. Experten rechnen daher damit, dass die BoE frühestens in den ersten drei Monaten des neuen Jahres tatsächlich die Zinsen ein wenig erhöht.

Vorteil für Bank-of-England- Chef Carney: Ein Inflationstreiber alter Tage scheint sich weiter zu verstecken. Der Ölpreis notiert sehr tief, eine kurzfristige Erholung ist immer noch nicht in Sicht. Denn der Rohölmarkt ist weiter überversorgt. Und hier gibt es neuen Daten zufolge Bewegung. Vielen kleinen Energieunternehmen mit hoher Schuldenbelastung steht das Wasser bis zum Hals, Produktionskürzungen sind angesagt.

Dies könnte den Energiemarkt im kommenden Jahr wieder in ein Gleichgewicht bringen und den Ölpreis etwas nach oben treiben. Rohöl Im kommenden Jahr kann der Energiemarkt wieder im Gleichgewicht sein. Nachdem sich die Schadenersatzforderungen der Energiekonzerne, die gegen den Atomausstiegsbeschluss von klagen, mittlerweile auf mehr als 20 Milliarden Euro summieren, hat die Bundesregierung einen Stresstest in Auftrag gegeben.

Politiker aller Farben plustern sich nun auf und fragen entrüstet, ob der Privatisierung der einstmals fetten Gewinne nun die Vergemeinschaftung der Rückbau- und Endlagerungskosten folgen soll. Die Kosten hätten schön bei den Konzernen zu bleiben. Zu Recht, denn die fehlenden 30 Milliarden Euro werden sie nie und nimmer verdienen können. Das allerdings ist kein Managementversagen, sondern der erratischen Energiepolitik zuzuschreiben.

Nicht nur dass die Bundesregierung nach dem Unglück von Fukushima mit dem schnellen Ausstieg aus der Atomkraft einen deutschen Sonderweg ging und damit den Kapitalstock der Unternehmen entwertete.

Das Pokerspiel läuft also auf einen Kompromiss hinaus: Die Energiekonzerne ziehen die Klagen zurück und bringen ihre Rückstellungen in eine Atomkraftbeerdigungs-GmbH ein, für die der Staat garantiert. Wie in der Finanzkrise wird der Steuerzahler zur Kasse gebeten, diesmal indes für politisches Versagen. Davon profitiert unter anderem die Solarindustrie. Das Poltern hilft nichts: September , dass Lehrer züchtigen dürfen, sofern dies die mangelhafte Disziplin der Schüler erfordere.

Vielen Griechen scheint das egal, sie sind desillusioniert. Das Interesse an Wahlen hat laut Umfragen stark abgenommen. Ich ziehe den Hut vor den vielen ehrenamtlichen Helfern, die unsere Behörden dabei unterstützen. Bürgerliches Engagement erleichtert die Aufnahme von Flüchtlingen und entlastet die staatliche Verwaltung. Klar ist aber auch: Die finanzielle Hauptverantwortung für die Bewältigung der Flüchtlingskrise trägt der Staat und damit der Steuerzahler.

Deshalb müssen die stark steigenden Ausgaben, die für Aufnahme und Integration erforderlich sind, angemessen finanziert werden. Mich ärgern die Rufe nach Steuererhöhungen oder höherer Verschuldung, die jetzt reflexartig laut werden. Wer solche Lösungen befürwortet, ignoriert doch, dass Bund, Länder und Kommunen über erhebliche finanzielle Spielräume verfügen. Denn die Steuereinnahmen steigen weiter, und das niedrige Zinsniveau entlastet die öffentlichen Haushalte.

Diese Überschüsse müssen jetzt genutzt werden, um die nötigen Mehrausgaben für die Flüchtlingsaufnahme zu stemmen. Die Bewältigung der Flüchtlingskrise hat Priorität. Weniger wichtige Ausgaben müssen zurückgefahren werden. Darum finde ich den Vorschlag von Bundesfinanzminister Schäuble, in diesem Haushaltsjahr Millionen Euro einzusparen, vollkommen richtig. Es geht aber noch mehr. Allein im Bundeshaushalt ist ein dauerhaftes Einsparvolumen in zweistelliger Milliardenhöhe drin.

Deutschland kann die finanziellen Folgen der Zuwanderung mit bestehenden Haushaltsmitteln in den Griff bekommen. Auch angesichts der Flüchtlingskrise muss gelten: Neue Schulden und Steuererhöhungen sind ein Tabu für einen zukunftsfähigen Haushalt! Der Dachverband der Sparkassen will, dass die spanische Bankengruppe Santander nicht mehr die Farbe Rot im Bereich des Privatkundengeschäfts verwendet. Santander nutzt den Farbton weltweit seit den 80er-Jahren. Wer lügt am besten? An diesem Wochenende wählt mal wieder Griechenland.

Der hinlänglich bekannte und überführte linke Lügner und Trickser Tsipras tritt an gegen einen rechten Oppositionsführer namens Meimarakis, der etwa so dynamisch wirkt wie eine Riesenschildkröte auf Krücken. Der Gyros-Staat bewegt sich.

Münchhausen oder Pinocchio ohne Holz oder Karl May alle haben nur gelogen. Das sind die Alternativen. Griechenland ist pleite, daran hat sich auch dadurch nichts geändert, dass die Augen der Welt jetzt auf Flüchtlingsströme gerichtet sind. Selbst an dieser Stelle versagt Griechenland wieder komplett. Laut Schengen hat der Ankunftsstaat die Asylbewerber aufzunehmen, zu registrieren und bei sich zu behalten.

Hellas ist, wie üblich, überfordert. Im August war der Index auf ,3 Punkte gestiegen, von ,0 im Vormonat. Die Zufriedenheit mit der aktuellen Lage hatte demnach nochmals deutlich zugenommen. Auch Rest-Europa und insbesondere die deutsche Regierung sind komplett überfordert. Sie, liebe Leser, erinnern sich? Die Rettungsschirme laufen aus. Das haben wir klar vereinbart Finanzminister Schäuble am Da kommen die Flüchtlingsmassen über das Mittelmeer fast wie gerufen.

Griechenland kann das Problem nicht schultern, also braucht es was? Wetten, dass dies die Strategie der nächsten griechischen Regierung sein wird? Die später gegründete Zulauf Asset Management verwaltet heute nur noch eigenes Geld. Seit mehr als 20 Jahren ist er zudem Mitglied des viel beachteten Barron s Roundtable.

Axel Griesch Fotografie für Finanzenverlag. Er war der erste Nichtamerikaner, der dem jährlichen Treffen von Investmentlegenden beiwohnen durfte. Im aktuellen Interview zeigt Zulauf, weshalb er zu den gefragtesten Kapitalmarktexperten weltweit zählt. Sie prognostizierten einen Rückschlag an den Finanzmärkten spätestens im Herbst dieses Jahres war das nun das angekündigte Gewitter? Ich habe das so erwartet. Wir haben aber alle Anzeichen eines wichtigen kurzfristigen Tiefpunktes mit allen dazu notwendigen Charakteristiken gesehen.

Kommt es zu einer Erholung? Nach solchen extremen Ausschlägen nach unten folgt in den kommenden Wochen meist ein Erholungsversuch. Danach werden die Tiefstände mindestens noch einmal getestet, wenn nicht sogar leicht unterschritten. Ob danach eine Wiederaufnahme der positiven Grundtendenz erfolgt mit neuen Höchstständen im nächsten Jahr oder ob nach der temporären Erholung eine neue Abwärtsbewegung einsetzt, wird von der fundamentalen Verfassung der Konjunktur und der Unternehmen abhängen.

Und was erwarten Sie in diesem Zusammenhang? Es ist wichtig zu verstehen, was da eigentlich für ein Prozess in der Weltwirtschaft im Gang ist. Dafür müssen wir den Blick zurück auf die letzten Jahrzehnte richten. Strukturprobleme wie die Überalterung in den westlichen Gesellschaften, die Überschuldung der Volkswirtschaften, die Überregulierung der Wirtschaft, aber auch die Globalisierung bremsten das Wirtschaftswachstum.

Und weil die Regierungen nicht mehr wissen, was zu tun ist, hat die Geldpolitik begonnen, das System mit Geld zu überschwemmen, um die Nachfrage zu stimulieren. Wer hat damit begonnen? Er hat die Situation in den 90er-Jahren allerdings völlig falsch eingeschätzt. Damals sank die Inflationsrate der Güterpreise wegen massenhaft günstiger Arbeitskraft in China. Also hat Greenspan die Geldpolitik sehr expansiv gestaltet.

Das führte zu einem massiven Kapitalfluss aus dem Dollar in diejenigen Regionen, welche hohes Wachstum versprachen. Das dürfte diesen aufstrebenden Wirtschaftsnationen nicht gefallen haben Die wollten ihre kompetitiven Vorteile nicht verlieren und die lokalen Zentralbanken haben am Währungsmarkt interveniert, um die eigenen Währungen zu schwächen.

Damit tätigten sie eine enorme Geldschöpfung im eigenen Land. Was war die Folge? Ein langjähriger Boom und eine dramatisch hohe Verschuldung, insbesondere der Unternehmenswelt. Gesamthaft nahmen die Schwellenländer mehr als Milliarden Dollar Schulden auf. Das sind zumindest die jüngsten Zahlen aus der Statistik der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich.

Das wiederum drückte auf die Schuldenlast der Unternehmen in den Schwellenländern, die nun wiederum Dollar kauften, um ihr Schuldenrisiko abzudecken. Das klingt nach einem Teufelskreis.

Ein festerer Dollar führt im Prinzip zu schlechterer Liquidität der gesamten Weltwirtschaft. Das ist traditionell so. Der Dollar ist das Herz der Liquiditätsschöpfung. Mit dem Erstarken des Dollars endete der Boom in den Schwellenländern. Wie ordnen Sie den Boom in China ein? Doch der ist inzwischen abgeflaut und auf einen Boom folgt immer eine Bereinigung.

Wir stecken mitten in diesem mehrjährigen Prozess. Wen wird diese Bereinigung besonders hart treffen? Zuallererst China selbst, und das strahlt dann aus.

Ich erwarte etwa in Singapur und Hongkong Bankenkrisen. Die Bilanzen der dortigen Banken haben sich in den vergangenen fünf Jahren dramatisch aufgebläht und spiegeln den Immobilien- und Kreditexzess in China und in jener Region wider. Blickt man auf die offiziellen Statistiken, scheint der Boom noch nicht zu Ende zu sein Die ausgewiesenen Wachstumsraten Chinas sind Unsinn.

Chinas Volkswirtschaft kann nicht um sieben Prozent pro Jahr wachsen. Die Rate betrug einst zehn Prozent und heute sind wir bei rund zwei Prozent. Der Industriesektor befindet sich zudem in einer Rezession. Chinas Funktion als Wachstumsbringer für Asien und die übrige Welt dreht sich jetzt um. Gleichzeitig hat die eigentliche Anbindung des Yuan an den Dollar zu einer Überbewertung der chinesischen Währung geführt, die korrigiert werden muss.

Was sind die Konsequenzen aus diesem Prozess? Ein gewaltiger Kapitalabfluss aus China. Dabei muss man wissen: Um Kapital auszuführen, braucht es eine Bewilligung der Regierung.

Exporteure oder Importeure können jedoch auch mit falschen Rechnungen Kapital ins Ausland verschieben. Wir schätzen, dass in den vergangenen fünf Quartalen ein Abfluss zwischen und Milliarden Dollar stattgefunden hat. Zur Stärkung der Exportwirtschaft wollten die Chinesen den Yuan wohl abwerten.

Beschleunigt das nicht den unerwünschten Kapitalabfluss? Die Abwertung des Yuan war kein freiwilliger Entscheid und es handelt sich auch nicht um einen einmaligen Schritt, sondern um einen Regimewechsel. Wenn die Zahlungsbilanz wegen Kapitalabflüssen negativ wird, fällt der Kurs der Währung.

Die Chinesen wollen natürlich das Gesicht wahren und tun so, als hätten sie das Heft in der Hand. Die Interventionen sind so zu deuten. Aber mit den Interventionen entziehen sie dem eigenen Kreditsystem Liquidität, was Gift für die Konjunktur ist. Wie weit wird der Kurs des Yuan gegenüber dem Dollar aktuell 6,35; Anm. Ich veranschlage den nächsten Zwischenhalt auf 6, Später wird der Yuan wohl auf einen Kurs zwischen 7,00 und 8,00 sinken.

Wird China jetzt zum Deflationsexporteur? Die global handelbaren Güterpreise werden weiter unter Druck kommen. In Dollar ausgedrückt sind sie bereits jetzt zehn Prozent niedriger als im Vorjahr. Das betrifft Rohstoffe, Halbleiterbestandteile, Textilien und so weiter. Kann sich dem kein Land entziehen? Dieser Prozess dauert vermutlich noch ein bis drei Jahre. Dann sollte der Yuan nicht mehr überbewertet sein und dadurch kommt die Zahlungsbilanz von China wieder ins Gleichgewicht.

Dabei handelt es sich um ein zyklisches Phänomen. Exzesse schlagen eben auf beide Seiten aus. Gibt es Profiteure der deflationären Tendenzen? Während Produzenten die Verlierer sind, werden die Konsumenten zu Gewinnern sofern sie ihren Job behalten können.

Somit bleibt der Anlagenotstand bestehen. Gibt es keine Alternativen zu Aktien? Aber ich plädiere nicht dafür, Prozent Bargeld zu halten. Cash ist heute eine attraktive Alternative zu Aktien, wenn Kurseinbrüche erwartet werden. Sie müssen unter dieser Annahme auch keine Opportunitätskosten bezahlen. Bargeld wirft zwar keinen Zins ab, ist aber wertbeständig. Wenn die Aktienkurse tatsächlich erneut fallen, können später zu tieferen Preisen Positionen aufgebaut werden.

Anleger werden nicht um Aktienanlagen herumkommen. Aktien aus welchen Sektoren erwarten Sie unter den Gewinnern, falls sich die Börsen erneut aufbäumen? Als Anleger sollten Sie nicht das kaufen, was schlecht lief, einfach nur, weil die Bewertung billiger geworden ist. Ein Bullenmarkt gleicht einem Ausscheidungsrennen ein Segment nach dem anderen kippt. Man muss bis am Schluss bei den Gewinnern bleiben, weil diese am besten abschneiden.

Dazu zählen nichtzyklische Sektoren wie Gesundheit und Nahrungsmittel, aber auch ausgewählte Unternehmen der Internetwirtschaft. Wann wird der Bullenmarkt enden? Für die meisten Titel ist er wohl schon zu Ende. Irgendwann wird der Markt aber erkennen, dass die Weltwirtschaft sich nicht so positiv wie erhofft entwickelt und Chinas Abwertung deflationär für die übrige Welt wirkt.

Die Erwartungen für die Unternehmensgewinne werden spätestens dann deutlich gesenkt werden müssen. Gelingt es nicht, unsere Selbsterneuerungskräfte zu aktivieren und neues Wachstum zu schaffen? Die Frage ist, ob wir unsere Systeme jemals bereinigen können. Wir haben unsere Wirtschaftsgrundlagen kaputtgemacht mit einer überbordenden Verschuldung, einer Überregulierung, dem Abschieben von Verantwortung an den Staat.

Sehen wir der Wahrheit ins Auge unsere Systeme sind erschöpft. Ich befürchte eher das Gegenteil, nämlich ein massives Eingreifen des Staates im Fall einer neuen Krise. Falls das geschieht, würden wir uns wohl bald in einer Art DDR light wiederfinden. Damit würden wir auf eine Welt zusteuern, die nicht nur für die Wirtschaft viel weniger Freiheiten bieten würde, sondern auch für die Bürger. Bürokratie, Verwaltung und Regierung beschlössen dann, wie die Welt zu sein hat.

Dagegen würde sich doch bestimmt massiver Widerstand formieren? Da bin ich nicht überzeugt. Dazu fehlt der politische Wille, weil die Bürger die Konsequenzen eines solchen Eingriffs nicht verstehen. Der Staat übernimmt doch aber auch sehr wichtige und sinnvolle Aufgaben? Es würde wohl helfen, wenn für jedes neue Gesetz ein altes oder besser zwei gestrichen werden müssten. Was schlagen Sie vor? Eigenverantwortung muss wieder einen höheren Stellenwert erhalten. Der Privatsektor braucht mehr Raum zum Atmen, dann gedeiht auch das Unternehmertum.

Machen wir das nicht, wird der Wohlstand sinken. Wir haben in der Schweiz insofern Glück, als wir die Dummheiten der Regierung über die direkte Demokratie teilweise korrigieren können. Verstehen sie das nicht falsch, ich halte Politiker nicht für schlechte Menschen.

Nur glauben sie, eine von ihnen ersehnte Welt per Dekret oder Manipulation schaffen zu müssen. Manipulation was meinen Sie damit? Wir haben selbst auf den internationalen Handelsplätzen keine freien Märkte mehr.

Die Notenbanken haben in den vergangenen fünf, sechs Jahren neues Geld im Wert von 12 Billionen Franken geschöpft und mit diesem Geld Wertpapiere gekauft. Gibt es überhaupt noch einen Ausweg aus der unkonventionellen Geldpolitik der Notenbanken?

Wenn man einmal mit Manipulieren begonnen hat, erzwingt das immer neue Eingriffe. Wenn es wirklich besser werden soll, dann müssen Unternehmen und auch Staaten bankrottgehen dürfen. Sie spielen auf den Fall Griechenland an? Die Griechen, die EU und alle Beobachter wissen, dass Griechenland nur Schulden zurückzahlen kann, wenn es immer wieder neues Geld bekommt. Dieses Spiel wird einfach weitergespielt, anstatt dass gesagt wird: Ihr seid pleite und wir bereinigen das jetzt.

Weshalb geschieht das Ihrer Meinung nach nicht? Weil dann die deutsche Regierung ihren Bürgern erklären müsste, dass sie Milliarden Euro veruntreut hat. Geld, das eigentlich der Bevölkerung gehört.

Die deutsche Regierung hat keinen Anreiz, das zu tun. Unterstützung bekommt die Regierung Merkel von Frankreich, ebenfalls einem Schuldnerland, welches das Gläubigerland Deutschland braucht. Die Franzosen haben keinen Anreiz, einen Schuldner im Regen stehen zu lassen. Sonst droht ihnen eines Tages dasselbe Schicksal. Solange wir so wirtschaften das ist die einzige Prognose, die ich mit Prozent Garantie geben kann wird es nicht besser. Das Interview wurde von der Handelszeitung Schweiz geführt Bild: Axel Griesch Fotografie für Finanzenverlag Dieses Spiel wird einfach weitergespielt, anstatt dass gesagt wird: Bernd Peter Pischetsrieder Geboren am: Übt er sich in Gelassenheit und als Unternehmer.

Gelassenheit, weil er angesichts der Chinakrise null aufgeregt sei, wie Pischetsrieder kürzlich der österreichischen Zeitung Der Standard verriet. Nervöse Nachrichten über eine drohende, von China ausgelöste Krise der deutschen Autoindustrie versetzen ihn demnach nicht in Aufruhr. Niemand habe ernsthaft glauben können, dass der dortige Markt sich weiter verdrei- oder vervierfacht, so der Jährige, der unter anderem bei Daimler und der Munich Re im Aufsichtsrat vertreten ist.

Und als Unternehmer, weil er über verschiedene Gesellschaften der Liebe zu schönen und exklusiven Autos treu geblieben ist. April an Peters. Er fiel mit dem Gesicht auf die Scherben und verlor nach einer Operation und einer Infektion ein Auge. Derzeit gehört er unter anderem dem Aufsichtsrat des kleinen Versicherers Ideal an.

Laut Bafin wird Grund sämtliche externen Mandate niederlegen. Der Jährige folgt auf Felix Hufeld, der seit März Präsident der Bafin ist und die Versicherungsaufsicht seitdem kommissarisch leitet.

Das gilt nicht nur für Ratschläge wie auf das ein oder andere Glas Rotwein zu verzichten. Auch Medikamente lassen Patienten aus verschiedenen Gründen häufig in der Schublade. Besonders bei chronisch Kranken ist das mitunter lebensgefährlich. Hier sieht die amerikanische Firma Proteus ihre Chance: Die Meldung landet auf dem Telefon des Patienten und bei seinem Arzt, wenn der Patient damit einverstanden ist.

Diese Art von Überwachung klingt durchaus etwas gruselig. Investoren scheinen etwaige Bedenken jedoch nicht zu teilen: Das noch nicht börsennotierte Unternehmen soll 1,1 Milliarden Dollar wert sein. Ob die Geschäftsidee auch in der Realität funktioniert, wird sich bald zeigen: Autobanken sichern die Finanzierung. Doch im Hintergrund spielen sie eine wichtige Rolle.

Tendenz im ersten Halbjahr: Mit hohen Zinsen für Tages- und Festgeld jagen sie ihnen Kunden ab. Denn dank Kampfkonditionen stehen Autobanken auf Vergleichsportalen im Internet oft ganz oben. Für etablierte Geldhäuser sind die Angreifer starke Gegner. Im Schnitt verdienen sie fast acht Prozent nach Steuern aufs Eigenkapital, einzelne sogar 14 Prozent.

Profit aus der Psychologie Autobanken sind klar auf ihr Kerngeschäft, in der Regel die Absatzfinanzierung, fokussiert, schreiben die Berater.

Sie erzielten solide Provisionsund Zinserträge und profitierten von relativ schlanken Strukturen. Und noch einen Vorteil haben Autobanken: Viele wollten ein bestimmtes Auto unbedingt haben. Bündle der Anbieter dieses mit einer Finanzierung, sinke die Preissensibilität der Kunden. Gut für die Autobank. Mit Einlagen will sie längerfristig über eine Milliarde Euro einsammeln, verkündete sie jüngst.

Zudem bieten Einlagen eine günstige Quelle zur Refinanzierung. Selbst hohe Zinsen für Sparer sind billiger als der Weg über den Kapitalmarkt. Für Sparer sind die Zinsen von Autobanken attraktiv. Tages- und Festgelder unterliegen dort bis Euro der gesetzlichen Einlagensicherung. Der Einlagensicherungsfonds des deutschen Bankenverbands bietet oft weiteren Schutz. Indes gelten manche Angebote nur für Neukunden. Zumindest hier unterscheiden sich Autobanken nicht von normalen Banken.

Was waren die Ursachen für das Auf und Ab? Verpufft das Ganze fast zu einem Non- Event. Zwar hat der DAX am Freitag nach Börseneröffnung deutlich nachgegeben, doch das war fast zu erwarten. Der uro-börsenindikator mahnt weiterhin zu einer erhöhten Vorsicht: Bei drei der vier Subindikatoren zeigen die Pfeile nach unten, was ganz klar ein bearishes Signal ist.

Doch schon binnen weniger Wochen kann sich das Bild deutlich aufhellen. So wird der Pfeil für den saisonalen Indikator ab Oktober automatisch nach oben weisen. Dreht dann auch dieser Subindikator ins Positive, steigt die vom uro-börsenbarometer empfohlene Aktienquote auf 75 Prozent. Mittelfristig sind die Aussichten für eine Jahresendrally also gut. Das macht attraktiv bewertete Aktien, wie wir sie in unserer Titelgeschichte vorstellen, besonders interessant.

Je nachdem, wie viele der vier Subindikatoren auf Kaufen stehen, variiert die Quote von null bis Allein mit dem für geplanten Börsengang der Postbank sollen Arbeitsplätze entfallen, Tausende weitere sollen in Niedriglohnländern abgebaut werden.

Zudem gab die Bank den Rückzug aus dem Investmentbanking in Russland bekannt. Kunden soll stattdessen von London und Frankfurt aus betreut werden. Reiche Kunden will sie aber weiter in Russland beraten, ebenso will sie im Zahlungsverkehr vertreten bleiben.

Damit bestätigte die Bank entsprechende Medienberichte weitgehend. Mit der Kürzung in Russland wird deutlich, dass die Bank ihren Anspruch einer globalen Universalbank teils aufgibt. Die Gerüchte zu einem Stellenabbau kommen nicht überraschend. Cryan hatte die hohen Kosten der Bank nach seinem Antritt bereits inakzeptabel genannt.

Demnach soll sie 3,5 Milliarden Euro pro Jahr sparen. Philipp Hässler von Equinet belässt die Aktie auf neutral. Er sieht Risiken bei Prozesskosten und erwartet einmalige Kosten beim Konzernumbau.

Derweil hellen sich die Aussichten für Fitschen auf, der wegen versuchten Prozessbetrugs vor dem Landgericht München steht. Richter Peter Noll forderte von der Staatsanwaltschaft lückenlose Beweise. Bisherige Schlussfolgerungen könne er nicht nachvollziehen. Er setzte neue Verhandlungstermine bis Dezember an. Er will den Prozess beenden. Im Zuge des geplanten Sparprogramms des italienischen Mutterkonzerns UniCredit solen gut tausend Arbeitsplätze abgebaut werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine mit den Plänen vertraute Person.

Es wird Richtung gehen. Das Online-Kreditinstitut vergibt Konsumentenkredite über das Internet. Hapag-Lloyd wagt die Erstnotiz laut eines Medienberichts dagegen möglicherweise noch in diesem Jahr.

Derzeit ist dafür ein Bruttoeinkommen von mindestens Euro pro Monat erforderlich, wird dieser Wert auf ,50 Euro steigen. Das geht aus dem Entwurf einer Verordnung des Bundessozialministeriums hervor, der dem Spiegel vorliegt. Diese Grenze wird von derzeit auf ,50 Euro angehoben.

Sie legt fest, bis zu welcher Einkommenshöhe die prozentualen Kassenbeiträge abgeführt werden müssen. Auf den Einkommensteil, der darüber liegt, werden keine Sozialabgaben fällig. Auch die entsprechenden Werte für die Renten- und Arbeitslosenversicherung steigen für den Osten Deutschlands von auf Euro, für den Osten von auf Euro. Die sogenannten Beitragsbemessungsgrenzen werden alljährlich neu berechnet.

Kabinett und Bundesrat müssen den Plänen noch zustimmen. Die von uro am Sonntag und dem Nachrichtensender n-tv befragten Volkswirte sind angesichts der jüngsten Börsenturbulenzen in China und der Konjunkturabschwächung in den Schwellenländern so pessimistisch wie zuletzt im Februar.

Nachdem das Ökonomen-Barometer in den vergangenen drei Monaten auf nahezu demselben Niveau verharrte, sank es im September. Die führenden deutschen Ökonomen bewerten die aktuelle konjunkturelle Lage mit 61,9 Punkten.

Das sind 0,8 Punkte oder 1,3 Prozent weniger als im August. Damit setzt das Ökonomen-Barometer den leichten Abwärtstrend der Sommermonate fort allerdings ohne sich von den Börsenturbulenzen allzu arg beeindrucken zu lassen. Die Aussichten für die kommenden zwölf Monate trübten sich hingegen deutlich ein. Mit 62,3 Punkten liegen sie um 2,0 Punkte oder 3,2 Prozent unter dem Vormonatsstand. Beide Werte sind zwar so schwach wie zuletzt im Februar, liegen aber dennoch weiterhin auf stabilem Niveau und deutlich über der Punkte-Marke sie signalisieren damit weiterhin Wachstum.

Dessen Indikator verbuchte im September den sechsten Rückgang in Folge und sank auf den niedrigsten Wert seit vergangenem November. Knapp zwei Drittel der teilnehmenden Ökonomen teilen die Sorge, dass sich die vier in Deutschland tätigen Atomkonzerne durch Abspaltung ihrer Atomtöchter aus der Verantwortung für die Rückbaukosten stehlen könnten.

Der Versorger Eon, der sich in zwei Gesellschaften aufspalten will, hat eine Klage gegen das Gesetz angekündigt. Die Politik habe mit ihrer plötzlichen Kehrtwende immerhin die Investitionssicherheit der Unternehmen negativ beeinflusst, führt beispielsweise Manfred Schweren von Privalor Vermögensmanagement an. Es wäre folgerichtig, zumindest einen Teil der Ausstiegskosten zu vergemeinschaften, sagt er.

Andererseits können wir uns bei unkalkulierbaren Entsorgungskosten auch keine Pleiten. Im September schätzten die Ökonomen die Lage etwas schlechter ein als im Vormonat.

Auch die Pro gnose sank leicht. Beide Werte liegen aber weiter deutlich über der 50er-Marke Stagnation. Insofern wird ein Teil der Kosten sicherlich vergemeinschaftet werden. Nur 28 Prozent sind gegenteiliger Ansicht. Nur 27 Prozent erwarten, dass mit ihm die Ziel-Inflationsrate von nahe zwei Prozent erreicht wird. Lediglich 29 Prozent rechnen damit, dass die Kreditvergabe der Hin zu grüner Energie: Befürworten Sie ein Gesetz, das verhindert, dass sich die Atomkonzerne aus der Verantwortung für die Rückbaukosten stehlen?

Hermann Waibel Uni Hannover 62,3 61,9 Geschäftsbanken angekurbelt wird. Mit einem höheren Wirtschaftswachstum durch das Programm rechnen sogar nur 22 Prozent. Zwei Drittel der Befragten erwarten keine positiven Wirkungen. Entweder werde es nur Nebenwirkungen auf den Geld- und Vermögensmärkten geben, oder es würde einfach keines der Ziele erreicht. Präsident Draghi ist nicht von seiner fixen Idee abzubringen, die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum geldpolitisch steuern zu können, was er aber nicht kann, sagt Juergen Donges, Emeritus der Uni Köln.

Teil 2 der Schülerkomödie bricht an den Kassen alle Rekorde. Am Startwochenende strömten mehr als zwei Millionen Zuschauer in die Kinos. Hatten Sie damit gerechnet? Teil 1 lockte mehr als sieben Millionen Besucher in die Kinos. Das sollte die Fortsetzung nun doch locker schaffen?

Aktuell sieht es gut aus, bis Dienstag hatten wir bereits 2,5 Millionen Besucher. Wie viele es aber am Ende werden, lässt sich schwer sagen.

Constantin hat im August die Gewinnprognose angehoben. Wird der jetzige Kinoerfolg zu einer weiteren Anhebung führen? Die Einnahmen aus einem Kinofilm verteilen sich ja über mehrere Jahre, da es mehrere Verwertungsstufen gibt. Natürlich, ab einer gewissen Besucherzahl würden sich die Einnahmen schon auf den diesjährigen Konzerngewinn positiv auswirken.

Aber davon sind wir noch weit entfernt. Dazu gibt es noch keine Entscheidung, prinzipiell ist das aber natürlich denkbar. Wie ist hier der Stand? Wir müssen abwarten, wie die Rechtepakete gestaltet werden. Grundsätzlich sind wir mit unseren Sport1-Plattformen aber sehr gut positioniert. Wir stehen bereit, wenn sich die Chance dazu bietet. Gebühren des jeweiligen Netzbetreibers. Hinzu kommen 35 Millionen Vertriebene, die ihr Herkunftsland aber nicht verlassen haben. Besonders schlimm ist die Lage in Syrien, wo vier Millionen aus dem Land geflohen sind und 7,6 Millionen als Vertriebene im eigenen Land gelten.

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