Europäische Wildkatze


Weiteres Kontakt Impressum Datenschutz Jugendschutz t-online. Dabei kann das falsche Verhalten gefährlich für die Wildkatze sein. No na, die sind nur Deko werden nie benützt und immer wieder aufgelegt Wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser, um schneller und sicherer zu surfen.

Systematik


Sobald man in ihre Nähe kommt, fletscht sie die Zähne und stellt das Nackenhaar", sagt Gebhard. Ihr Bauchfell ist cremefarben, verwaschen und kaum getigert. Ihr Schwanz hat am Ende drei schwarze Streifen und endet stumpf und buschig. Bei der Aufzucht werden die Tiere auch in Gefangenschaft nicht handzahm. Sie haben fein ausgebildete, scharfe Sinne, eine höhere Intelligenz und eine für die Jagd und Flucht zielsichere, blitzschnelle und geschmeidige Beweglichkeit. Im Wald sind sie für den Wanderer unsichtbar und können im Käfig für Förster Gebhard durch ihre Wildheit gefährlich werden.

Am Maschendrahtzaun können sie bis zu zwei Meter hoch springen und blitzartig mit ihrer Tatze und den scharfen Krallen durch den Maschendraht kratzen. Ein Wildkatzenkater braucht bis zu 40 Quadratkilometer lichtdurchfluteten Buchen-, Eichen- oder Tannenwald als Streifgebiet, um sich fortzupflanzen und zu überleben.

Hauskatzen sind allerdings deutlich kleiner als Wildkatzen, die vom Kopf bis zum Schwanz immerhin bis zu 1,20 Meter messen und acht Kilogramm wiegen können.

Der Körperbau ist plumper, die Schnauze ist wuchtiger und breiter und Wildkatzen haben eine helle, fleischfarbene Nase. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal zur Hauskatze ist auch der stark buschige Schwanz, der stumpf und schwarz endet.

Als Lebensraum bevorzugen Wildkatzen alte Laub- und vor allem Eichenwälder. Wesentlich erscheint ein hoher Anteil von Waldrandzonen zu sein, die dann vorhanden sind, wenn es viele Lichtungen gibt. Ein limitierender Faktor ist die winterliche Schneehöhe Mit einer Bodenfreiheit von weniger als 25 cm haben Wildkatzen bei einer Schneehöhe von mehr als 20 cm Probleme, deshalb sollte die mittlere Schneehöhe in Wildkatzenbiotopen darunter liegen.

Geschlechtsreif werden Wildkatzen bereits mit Lebensmonaten. Meistens werden drei oder vier Junge geboren. Dadurch wurden die Tiere auf wenige Restlebensräume zurückgedrängt. Diese letzten Rückzugsgebiete liegen voneinander isoliert. Die dort lebenden, vereinzelten Wildkatzenpopulationen sind sehr klein und entsprechend anfällig für Inzucht und Krankheiten. Eine weitere Gefahr für die Wildkatze geht von verwilderten Hauskatzen aus, da es zur Hybridisierung und Übertragung von Haustierkrankheiten kommen kann.

In Baden-Württemberg galt die Wildkatze seit als verschwunden, bis und am Kaiserstuhl überfahrene Tiere eindeutig als Wildkatzen identifiziert wurden und damit erstmals seit wieder nachgewiesen werden konnten. Aus diesem Grund hat Baden-Württemberg einen Generalwildwegeplan aufgestellt, der im Generalverkehrswegeplan berücksichtigt werden soll.

Die Wildkatze galt in Österreich offiziell als ausgestorben. Nach über fünfzig Jahren ist sie nun zurück. Nach Kärnten und Niederösterreich wurde im Tiroler Paznauntal eine Wildkatze zweifelsfrei identifiziert.