Der verdrängte Sexismus


Das war in unserer Kirche streng verboten. Doch von der Idee das gleiche Chancen für alle auch zu gleichen Resultaten für alle führt sollte man sich als vernunftbegabter Mensch verabschieden. Der emotionale Bruch war nicht mehr zu kitten. Klasse kam, bekamen wir eine neue Klassenlehrerin, Frau Kostorz. Ich wollte ein freier Mensch unter freien Menschen sein, ein Gleicher unter Gleichen.

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Aber ich hatte damals noch vor vielen anderen Dingen Angst, vor denen ich heute keine Angst mehr habe. Ich hatte Angst mich vor anderen auszuziehen. Ich konnte das nicht. Ich hatte nicht Angst, ich hatte Horror vor dem Zahnarzt. Anstatt in die Klinik hineinzugehen, legte ich mich im Park vor der Klinik auf den kalten Rasen.

Trotz der Schmerzen war ich zu feige reinzugehen. Ich kann mich heute nicht mehr erinnern, ob ich dann doch reinging oder unverrichteter Dinge wieder nachhause fuhr. Ich hatte einen Horror vor Hunden: Ich war wahrscheinlich in diesem Punkt genetisch und sozial vorbelastet.

Mein Vater war zu feige, den Nachbar Warlich zur Rede zu stellen, als meine Mutter anfing, sich fast nur noch dort aufzuhalten. Deshalb war ich bestrebt, diese Feigheit vor anderen zu verbergen.

Heute gehe ich zum Zahnarzt. Deshalb habe ich noch ca. Frauen unbefangen reden, wenn ich sie als potentielle Partnerinnen ansehe. Zum Ende des In der Zeit begann ich zu lesen.

Aber keine Western und Krimis mehr. Klasse im marxistisch-leninistischen Unterricht verwendet wurde. Wie sollte ich mit meiner Schulbildung. Einen Satz erinnere ich: Die konnte ich fragen. Ein Arbeiterjugendlicher, der sich bildete! Jedenfalls, wenn man mit dem Verifikationsprinzip an die Sache rann ging, wie es Dogmatiker eben machen.

Ich kannte die Mensa schon, bevor ich selbst Student wurde. Es war die 68er Zeit. Ich habe diesen Menschen etwas zu verdanken.

Solche Menschen gab es nie. Solange man auf Linie ist, bzw. Im Extremfall wird man von seinen einstigen Glaubensgenossen umgebracht.

Ich hatte nach einer gewissen Zeit ca. Leider habe ich die Zettel irgendwann weggeworfen oder verloren. Das Lesen gefiel mir sehr. Es gefiel mir aber auch, das Gelesenen thesenartig zusammenzufassen und dies dann auf den Gruppenabenden den anderen vorzutragen.

Und weil mir dies so gut gefiel, ich Erfolgserlebnisse hatte und von anderen gelobt wurde, nahm ich mir vor, das Abitur nachzumachen, Philosophie zu studieren und Philosophieprofessor zu werden. Ich war zwanzig Jahre alt.

Ich war Hilfsarbeiter ohne Volksschulabschluss. Aber der Wille, wieder zur Schule zu gehen, mich zu bilden, der war da. Und das war das Beste an meinem damaligen Zustand.

Ich war damals ein Idiot. Das sage ich aber keineswegs von den anderen Menschen, mit denen ich damals zusammen war. Aber ihre politischen Auffassungen waren dumm. Ich war in allen Lebensbereichen dumm. Es tut mir richtig weh, wenn ich daran denke, was und wie ich damals war. In kleinen Bildungsheftchen, in denen zu den vorgestellten Zitaten von Marx, Engels und Lenin immer gleich die richtige Interpretation mitgeliefert wurde.

Es gab in der SDAJ etc. Politische Gegner wurde in bestimmte Gruppen eingeteilt. Da gab es die Linksabweichler Bakunin, Trotzki und Mao. Und es gab die Rechtsabweichler Lassalle, Bernstein und Kautsky. Die gewaltigen Differenzen in den theoretischen Auffassungen und im praktischen Verhalten, in der geschichtlichen Rolle dieser Personen wurden gar nicht zur Kenntnis genommen. Unter Einbeziehung der Klein- und Mittel-Bourgeoisie.

Programm des NDR zu sehen. Diese Sendung sah ich bis in die Mitte der 80er Jahre hinein. Ich kenne mich mit den 50er und 60er Jahren weniger gut aus. Im Herbst brach ich meine Tankwartlehre ab. Formell wegen meiner Augenverletzung. Ich war politisch aktiv. Was mich ab jetzt interessierte, war die proletarische Weltrevolution.

Alle Kraft musste jetzt in deren Vorbereitung gesteckt werden. Deshalb nahm ich immer wieder Jobs an, die von ein paar Wochen bis zu einem dreiviertel Jahr dauerten. Zwischen diesen Jobs lagen Zeiten von Arbeitslosigkeit, in denen ich aber nicht etwa faul war! Ich wurde zur Bekanntgabe des Ergebnisses vorgeladen. Zwei Herren empfingen mich und einer sagte zu mir: Ich erinnere nicht mehr alles, was ich dort gelernt habe. Aber einiges ist mir im Bewusstsein geblieben.

Und wenn ich selbst etwas schrieb, dann wimmelte das von Rechtschreibfehlern. In Farmsen hatte ich auch zum ersten Mal in meinem Leben Algebra. Irgendwann Mitte zog ich in die Greifswalder Str. Dort wohnte ich als Untermieter bei Manfred Sch. Wie lange das war, kann ich heute nicht mehr erinnern. Damals gab es in der S-Bahn noch Raucherabteile. Nach der Handelsschule fand ich keine Praktikum-Stelle. Es lag wohl in erster Linie an den langen Haaren. Acht Jahre nach meinem Abgang besorgte ich mir in meiner ehemaligen Volksschule eine Kopie.

Auch zur Tankstelle musste ich noch einmal. Vorher war Voraussetzung mindestens Volksschulabschluss und abgeschlossene Lehre. Beides hatte ich nicht. Das imposanteste, was ich bis dahin gesehen hatte. Aber die beiden anderen schienen das ganz gut zu finden. Namentlich kann ich die drei allerdings nicht mehr benennen.

Ich hatte lange Haare, was nicht gerne gesehen war, ich war unsauber, schlampig, ich war zu individualistisch, zu wenig diszipliniert, ich hatte in vielen Punkten abweichende Auffassungen. Doch der Schuss ging voll nach hinten los. Im Ostberliner Stadtteil Biesdorf gelegen. Habe ich leider nicht gemacht. Ich habe, als ich aus Hamburg wegzog, einen ganze Ordner voll Biesdorf-Materialien weggeworfen.

Jetzt, wo ich diesen Teil meiner Lebensgeschichte schreibe, sind seit meinen Aufenthalt in Biesdorf 28 Jahre vergangen. Ich habe nichts wiedererkannt. Ich habe wahrscheinlich so gut wie nichts verstanden. Wenn jemand in die 4. Nicht weil er dumm ist, sondern weil er den entsprechenden Entwicklungsstand noch nicht hat. Rein vom Wissensstoff her war ich weitgehend fehl am Platze.

Aber damals konnte ich das nicht. Deshalb gab es keine Kontrolle, wie viel man von dem vermittelten Wissensstoff verstanden und behalten hatte. Unsere Kirche hatte zu dieser Zeit schon fast keine Geistlichen mehr. An eine Diskussion erinnere ich mich dunkel. Viele dieser Kleinigkeiten habe ich inzwischen vergessen. Es war in erster Linie wohl die Herzlichkeit, die mir gefehlt hatte.

Am ersten Abend schon fuhren die anderen Hamburger in die Stadt, d. Ich war mir dieser Tatsache gar nicht bewusst. Daran erinnere ich mich nicht. Aber selbst wenn es so gewesen sein sollte, es sind in der kommunistischen Bewegung schlimmere Dinge passiert. Der Umgang miteinander war rigider, als ich es bis dahin kannte. Demokratie bedeutete, dass wir zustimmten, dass wir abnickten was bereits festgelegt war.

Aber das war schon eher das, was ich bereits kannte. Ich lag am Vormittag im Bett weil mir schlecht war. Die stellvertretende Gruppenleiterin kam zu mir und fragte, warum ich nicht bei der Vorlesung sei und ich sagte ihr, dass mir schlecht sei. Oder sie war einfach nur dumm. Wie schlecht es den Leuten dort geht und wie unfrei es alles sei.

Viele Artikel in diesen Zeitungen hatten exakt den gleichen Wortlaut. Warum soll das alles noch mal neu formuliert werden? Einen Abend war eine kleine Feier. Es war eine Kapelle bestehend aus drei Leuten da, die Evergreens spielten. Zwischendurch machten wir eine Reise nach Rostock. Dann wollte ich sagen: Und ich machte auch keinen Hehl daraus. Und so sagte ich mal in irgendeinem Zusammenhang: Das ist ja wohl das Letzte etc. Dessen Namen ich leider nicht mehr erinnere. Aber Biesdorf war kein Spiel mehr.

Der Vorsitzende des Studentenbeirats, dessen Namen ich auch nicht mehr erinnere, hatte den Spruch drauf: Ich kam mir ziemlich bekloppt dabei vor. Die anderen fuhren dazwischen redeten auf mich und auf ihn ein und sagten dann zu mir: Das war kein besonders intelligenter Typ, der mich da in der Mangel hatte.

Zum ersten mal in meinen Leben dachte ich mir bei einigen Genossen: Ich lernte kennen, was stalinistische Selbstkritik bedeutet. Und ich habe wohl nur eine abgemilderte Form kennengelernt. Ich konnte ja wieder raus. Diese Kritik hat man widerspruchslos zu verinnerlichen, zu seiner Selbstkritik zu machen. Ernsthafte Diskussion mit offenem Ausgang gibt es keine, denn die Wahrheit ist ja bereits vom Leiter oder dem Leitungskollektiv erkannt und wird einem nun mitgeteilt.

Umgekehrt hat man aber keinerlei Recht die Leitung zu kritisieren. Kritik gibt es nur von oben nach unten. Die anderen waren alle extrem gut drauf. Und das merkten die anderen auch. Denn es war nicht meine Art mich zu verstellen.

Die Geschichten kannte ich alle schon, las aber einige davon immer wieder. Diese Geschichte war die einzige, in diesem Buch, die ich nicht mochte. Nach ein, zwei Monaten Biesdorf begann ich diese Geschichte zu verstehen. Es war im Realen Sozialismus auch besser, nichts zu tun, als was falsches zu tun. Zwischendurch musste ich mal nach Hamburg fahren, da ich eine Vorladung vom Arbeitsamt hatte.

Aber ich bin brav danach wieder nach Biesdorf gefahren. Aber ich erinnere, dass ich einen Stiefel mit kaputten Reisverschluss hatte. Am Sonntagmorgen war es an der Ausreisestelle sehr leer. Wer reiste um diese Zeit schon aus? Ich ging links durch. Die beiden Grenzer sahen sich an, als ob ihnen der Leibhaftige entgegentrat. Aber was sollten sie machen. Mich haben sie nicht kontrolliert.

Die dachten wahrscheinlich, dass da ein Penner seinen Heimatbahnhof von Berlin nach Hamburg verlegt. Beamte haben eben keine Phantasie. Da war ich 23 Jahre alt. Aber zu dieser Zeit dachte ich noch nicht daran, dort auszutreten. Von Genossen, die in Biesdorf waren, erwartete man genau das Gegenteil. Die letzten Jahre dann allerdings zunehmend sporadisch. Es ist wirklich etwas dran an dem Spruch, dass man die Jugend nicht an die jungen Leuten verschwenden sollte.

Das war meine Studentenzeit. Das hatte aber nicht mehr den Umfang wie davor. Aber ich hatte auch Biermann-Schallplatten. Es gab erheblich linientreuere Genossen als mich, die Biermann-Schallplatten hatten. Den Sozialismus und auch die Art der Grenzsicherung hatte er aber nie in Frage gestellt.

Die Tournee begann am Bis weit nach Mitternacht. Ich sah es im Startloch. Der emotionale Bruch war nicht mehr zu kitten. An Einzelheiten erinnere ich mich nicht mehr. Ich galt schnell als Drahtzieher, Klaus L. Chaot, Provokateur, Leitungsfeind etc. Damals war mir dies noch nicht so klar. Bis hin zum Genickschuss. Der Zorn ist schon lange verraucht. So funktionierten Stalinisten aber nicht.

Zu dieser Zeit war ich innerlich zerrissen. Solschenizyn, Trotzki oder Wolfgang Leonhard zu lesen. Zu dieser Zeit jedenfalls noch nicht. Ich bin mir aber nicht sicher. Zu dieser Zeit wollte ich noch immer den Kommunismus.

Aber den Weg dahin wollte ich nicht so wie in der DDR. Ich las seit meinem Studienbeginn an der HWP u. Dort wurde eurokommunistische Literatur verlegt. Uns wurde daraufhin am Wir, unsere Organisation, unsere Bewegung, haben die Wahrheit. Nicht um selbst etwas dabei zu lernen. Denn alles Wichtige hatte man ja bereits richtig erkannt. Aber heute machten wir, was die Generallinie anbetraf, nichts falsch.

An Details der Diskussion erinnere ich mich nicht mehr, aber ein Satz von ihm ist mir in Erinnerung geblieben. Gewisse negative Dinge aus der Geschichte der Sowjetunion und der kommunistischen Bewegung wusste ich seit Jahren schon. Und ich musterte in Gedanken meine Genossen durch und ich sagte mir bei manchem: Februar bin ich aus der SDAJ ausgetreten.

Das war der dritte Bruch in meinem Leben. Ich konzentrierte mich auf mein HWP-Studium. So verlor ich weitgehend den Kontakt zu den Menschen, die, als ich zwischen 18 und 26 Jahre alt war, beinahe so etwas wie meine Familie waren. Ich war in ihren Augen ein hassenswerter Renegat. So begann ich meinerseits auch meine ehemaligen Genossen zu ignorieren und habe damit dann vielleicht manchen Unrecht getan, der mich gar nicht ignorieren wollte.

Entweder einer ist falsch informiert, noch nicht richtig entwickelt, bzw. Aber aus Berichten und Reaktionen vieler Bekannter konnte ich in etwa entnehmen, was u. Jetzt studiert er um Karriere zu machen. Und deshalb will er keine Gesellschaft mehr, in der es keine Pornographie und Puffs gibt. Viele von denen, die solches verbreiteten, haben sich ca. Erst als der Reale Sozialismus zusammengebrochen war, begriffen viele, dass es so nicht geht.

Einige haben es bis heute nicht begriffen. Darunter wollte sie es nicht machen. Das Paradies haben sie nicht geschafft. Aber wenn es etwas gab, das sie konnten, wo sie besser waren als andere politische Richtungen, Systeme etc.

Markus Wolf war bis zum Ende seines Lebens stolz darauf. Aber doch nicht auf diese Weise. Und wenn man nicht parierte, dann wurde man systematisch diffamiert. Weil es der blanke Hohn auf ein emanzipatorisches Ideal war. Bis hin zum Massenmord. Eine solche Gesellschaft scheitert an der Natur des Menschen. Ich habe keine Karriere gemacht. Was Marx und Engels unter Kommunismus verstanden, das ist nach meinen Wertvorstellungen die beste menschliche Gesellschaft, die denkbar ist.

Leider ist so etwas mit Menschen nicht realisierbar. Es gab erheblich mehr Menschen, die sich irgendwann mal von der kommunistischen Bewegung trennten, als solche, die ihr Leben lang dort drin blieben.

Und ich stelle mich heute nicht hin und sage in deren Richtung: Ich habe keinen Grund mich aufs hohe Ross zu setzen. Es sind neue Fronten entstanden. Das Sowjetsystem gibt es in Europa nicht mehr. Mir geht es heute kurz- und mittelfristig um die Verteidigung des Sozialstaates.

Langfristig geht es mir allerdings um die Selbstevolution des Menschen. Es war eine positive Phase. Ich habe damals nicht meine Zeit verschwendet. Dort fand ich einen Halt. Viel, viel, viel zu langsam! Vergleichbar mit der Evolution. Der Kommunismus war im Osten ein abstraktes Fernziel.

Zweitens musste mir irgendwann klar werden, dass der ganze Kommunismus eine Illusion ist, die auf einem falschen, viel zu optimistischen Menschenbild beruhte.

Ich war 24 Jahre alt. Ich musste Verdienstbescheinigungen meiner Eltern vorlegen. Ich habe ihm das Geld aber nie abgenommen und statt dessen neben dem Studium gejobbt. Ich bekam zeitweilig gerade mal ca. Wenn weitgehend Englisch geredet wurde, verstand ich noch nicht viel. Danach besuchte ich Englischkurse an der Volkshochschule.

Semester SS begannen die Fachkurse. Die meisten Kurse belegte ich in Soziologie: Bei vielen Kursen kann ich mich an Einzelheiten heute nicht mehr erinnern. Zuerst zeigte ich auf, wie Marx und Engels den Staat allgemein bewerteten, als ein Produkt der Klassengesellschaft, der seine Notwendigkeit nur der Klassenspaltung verdankte.

Das Ergebnis war, dass beides nichts miteinander zu tun hatte! Vieles, was ich in dieser Arbeit schrieb, hatte ich von Rudolf Bahro, dessen Buch Die Alternative ich kurz davor gelesen hatte. Der Kurs wurde von Dr. Er bestritt allerdings entschieden, DKP-orientiert zu sein. Inkonsequenter Weise gab er mir eine Drei.

Ich beantragte daraufhin eine Nachzensierung durch einen anderen Dozenten. Das Los fiel auf Dr. Wulf Hund, der sich in seinen politischen Auffassungen und seiner Interpretation des Marxismus nicht sonderlich von Lars L. Aus beiden Noten wurde der Durchschnitt genommen. Das war aber, bevor er meine Arbeit zur Marxistischen Staatstheorie kennen lernte. Es war Aufgabe der Lehrer, den Studenten Zensuren zu geben, aber nicht, sie politisch zu zensieren.

Aber genauso empfand ich es. Und ich habe mir gesagt: Aber wenn jemand an einem solch hoffnungslos anachronistischen marxistischen Magazin wie den Argumenten mitarbeitet, dann sagt das schon einiges aus. Und es gibt Menschen, die bleiben eben ihr Leben lang Marxisten, egal was passiert. Alles das ficht diese standhaften prinzipientreuen Menschen nicht an. Im Sommer und Herbst schrieb ich meine Diplomarbeit.

Das war ein nicht-DKP-orientierter Dozent. Solche gab es auch im Fachbereich Soziologie. Den Titel gab er vor: Ende war ich noch stark vom Marxismus und von Rudolf Bahro beeinflusst.

Das machte sich in der Diplom-Arbeit bemerkbar. Zu dem Teil der Diplom-Arbeit stehe ich heute noch. Zu diesem Teil der Diplom-Arbeit stehe ich heute nicht mehr! Im Zusammenhang mit der Diplomarbeit las ich u. Dann hatte ich eine ganz kurze trotzkistische Phase, die aber nur einige Wochen andauerte. Ich war 27 Jahre alt. Klasse erreicht zu haben, ist das so schlecht ja nicht. Das Studienziel war Gymnasiallehrer.

Gesagt hatte ich dies niemanden. Ganz grade sind die Augen dadurch nicht geworden aber es gab eine leichte kosmetische Verbesserung. Flirten konnte ich nie. Trotz aller Anstrengungen habe ich es auch nie gelernt. Ende meiner 20er Jahre begann ich Gewichtsprobleme zu bekommen. Das viele Sitzen und Liegen bei gleichzeitig reichlichem Essen. Es gab bei mir Schwankungen zwischen 65 und 85 Kilo. Als ich Ende diesen Text ins Internet stellte, wog ich um die 70 Kilo.

Mein Magen knurrt hin und wieder. Das machen Hunde auch. Ich musste selbst bezahlen und konnte mir mehr nicht leisten. Wir sprachen aber nur Englisch. Das Buch gab es damals noch nicht auf Deutsch. Und da ich die Musik dieser Gruppen, bzw. Ich hatte deshalb inzwischen einen gewissen Wortschatz. Ich las gern Asterix und Peanuts auf Englisch. Damals wurde mir erst das Wortspiel bei seinem Namen bewusst. Besonders seit es das Internet gibt. Einer meiner Lieblingssongs meiner Lieblingsgruppe.

Von denen trennten mich inzwischen Welten. So steht es in der Offenbarung. Dort wohnte ich bis zum Herbst Das kennt heute wohl fast keiner mehr. Irgendwo zwischen Kommunismus und Sozialdemokratie. Mit diesen Leuten war aber leider absolut nichts los.

Ganz schwache theoretische Diskussionen. Von nun an erinnerte vieles auf den Parteitreffen an die DKP. Aber Vorsicht ist geboten. Bei unserem ersten Zusammentreffen schien er mich mit einem anderen zu verwechseln, denn er fragte mich nach mir. Aber es zeigt, was andere Menschen mir zutrauten.

Ich war zu dieser Zeit kein Realo. Dies war eine urmarxistische Forderung, die im Sowjetmarxismus stillschweigend fallengelassen worden war und die Bahro wieder ausgegraben hatte. Ich hatte es selbst vom Hilfsarbeiter zum Hochschulabsolventen gebracht und damals glaubte ich noch, dass das jeder kann.

Ich hatte aber keinen Erfolg. Und es hat gestimmt. Ich vertrat die Auffassung, wir sollten eine Zusammenarbeit mit den Jusos anstreben, statt mit Anarchisten und anderen Spontis, konnte mich aber leider nicht durchsetzen. Ich wurde in der Zeit auch von Lars B. Die Idealisierung der Natur, die einige Leute betreiben, kann ich nicht nachvollziehen.

Ob Ressourcen knapp werden, ist eine Frage konkreter Produktionsverfahren und massenhaften Konsumverhaltens. Jeder materielle Stoff ist potentielle Ressource. Aber ein Wasserproblem generell gibt es auf unserem Planeten nicht.

Und bei der Verbrennung von Wasserstoff entsteht als Abfallprodukt Wasser. Die Industriegesellschaft oder der Massenwohlstand sind nicht das Problem. Schwule, die kein Geheimnis daraus machten, dass sie schwul sind. Ich wohnte damals noch im Gustav-Radbruch-Haus.

Ich war aber immer hetero. Belegt hatte ich folgendes: Einige Seminare waren so voll, dass sie faktisch Vorlesungen waren. Das erinnere ich besonders von Hegel Rechtsphilosophie , ein Seminar, das von Prof.

Gute Studienbedingungen waren das nicht gerade. Ich habe damals viele Informationen bzw. Dies setzte einen weiteren qualitativen Sprung in meiner intellektuellen Entwicklung voraus, der irgendwann in der Mitte der 80er Jahre stattfand. Ich glaube, dass dieser Unterschied auch gar nicht beschreibbar ist.

Er ist nur erlebbar. Istvan Kende, im SS bei Prof. Kende war ein Gastprofessor aus Ungarn, der nach der Niederschlagung des Ungarnaufstandes kurzzeitig stellvertretender Erziehungsminister Ungarns war. Jahrhunderts bisher fast nichts gewusst hatte. Teil beschrieb ich die Lage Ungarns nach dem 2. Weltkrieg bis zum Ausbruch des Aufstandes. Teil beschrieb ich den Aufstand selbst. Entstehung, Verlauf und Niederschlagung. Teil untersuchte ich spezielle Aspekte des Aufstandes.

Der Grundtenor der Arbeit war: Der wirkliche Grund war, dass ihm meine Grundaussage zum Aufstand nicht passte. Der Gantzel stand mit seiner Auffassung ziemlich allein. In diesen Texten hat viel Herzblut von mir dringesteckt. Im Zusammenhang mit letzterem Seminar las ich von Ossip K. Anfang der 80er Jahre suchte ich gezielt nach unterschiedlichen Interpretationen des Marxismus und dann gezielt nach Kritiken am Marxismus. Ich war nun nicht einfach Nichtchrist, sondern ich begann mich kritisch mit Christentum und Religion auseinander zusetzen.

Ich betrachtete mich zunehmend als Agnostiker. Wer will schon Opfer sein? Sie weisen Männer, die sich nicht benehmen können, in die Schranken. Denn nun sind die, die immer noch ein Problem haben, die armen Hascherl, die leider minderausgestattet durch die Welt gehen müssen.

Kein Selbstbewusstsein, die Armen. Aber doch bitte kein Grund, so ein Geschrei zu veranstalten wie jetzt dieses MeToo. Es ist doch weit und breit kein Patriarchat mehr zu sehen!

Wenn sie etwa Menschen fragen, was sie mit Männlichkeit und Weiblichkeit assoziieren. Immer wieder kommt heraus: Natürlich auch und ganz besonders von Frauen, die die Selbstentwertung ja tief verinnerlicht haben. Weibliche Intelligenz wird weniger anerkannt, Frauen wird weniger zugetraut, und ihnen wird weniger Macht zugeschrieben. Man nimmt sie weniger wichtig. Man kann entscheiden, ob man ihnen zuhört, sie mal eben für albern erklärt, für weinerlich zu viel Gefühl!

Das alles ist Sexismus, eine Abwertung aufgrund des Geschlechts. Über den Willen der Abgewerteten kann man hinweggehen. Sie alle kennen Übergriffe. Nur der sexuell gefärbte Übergriff, der ist weitgehend für die Frauen reserviert. Der unerwünschte Blick, Spruch, Kontakt. Was ist schon ein Blick, ein Spruch? Ein Machtverhältnis, das wir nach Kräften verdrängen.

Verdrängung ist ein aktiver Vorgang. Und bei diesem Vorgang können wir uns in der MeToo-Debatte beispielhaft beobachten. So ist die Welt, so sind die Männer. Was du da erlebst, ist nichts dagegen. Aber heute können Frauen sich ja wehren! Warum zeigst du nicht an? Ich glaube dir kein Wort. Vieles in der Metoo-Debatte wird nach diesen Mustern verhandelt. Als hätten wir heute in Kunst und Kultur dem männlichen Geniekult flächendeckend abgeschworen. Nein, die MeToo-Debatte ist nicht übertrieben.

Sie hat erst angefangen. Tarantino denkt über seinen Umgang mit Uma Thurman nach. Werner Herzog sinniert über Kinski. Und die Debatte hat ja bisher nur wenige Bereiche erfasst. Wie sieht denn das Praktikantinnenwesen im restlichen Kulturbetrieb aus? Im Rest der Arbeitswelt? Da geht es um Missbrauchsfälle im österreichischen Profisport. Und man kann froh sein, und das wissen wir dank der FAZ, dass mittlerweile eine Mehrheit der Deutschen diese Debatte nicht für übertrieben hält. Feminismus ist längst nicht mehr nur Frauensache.

Trotzdem leben nicht alle Menschen unter den gleichen Bedingungen. Jahrgang , ist seit langem Redakteurin für Geschlechterpolitik in der taz und im kulturradio vom RBB. Die taz hat Grund zu feiern: Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Dann mailen Sie uns bitte an kommune taz. Ich frage mich beim lesen der Kommentare hier schon des öftern, was für einen wohlstandsverblendeten Hipsterblick die Menschen hier auf Geschichte haben. Frei nach dem Motto: Milch habe ich abgepumpt und die brauchst du nur noch bei der Arbeit auf 37 Grad aufzuwärmen Bitte noch mehr kluge Tipps, wie man das "jahrhundertelange Patriachat", wo Frauen von bösartigsten Männern zur Mutterrolle gezwungen wurden, schon damals ohne die technischen Möglichkeiten von heute hätte überwinden können.

Wenn es richtig doof lief ,dann musste die Mutter und auch die Kinder noch zusätzlich zum Vater arbeiten um durchzukommen. Ein Gesetz wie das Kündigungsrecht durch den Ehemann war auch schon falsch.

Da wurde das Gesetz nämlich eingeführt. Aber heute so zu tun, als hätte dies keinen Zusammenhang mit den damaligen Lebensbedingungen, ist auch wieder ein bischen Das geschichtliche Verständnis vieler Menschen ist in dieser Hinsicht leider sehr beschränkt. Das finde ich grade deshalb problematisch, weil dieses Wissen notwendig ist um den linken Urvater Marx überhaupt richtig verstehen zu können. Zu Marx Zeiten war die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen deutlich stärker ausgeprägt als heute.

Dazu kam das diese Ungleichheit für einen erheblichen Teil der Bevölkerung potentiell lebensbedrohlich war. Das ist ein gewaltigter Fortschritt. Zu verdanken haben wir das der technologischen Entwicklung, der Globalisierung und dem Kapitalismus. Tatsächlich werden viele Dinge über die häufig negativ berichtet wird am laufenden Band besser. Doch von der Idee das gleiche Chancen für alle auch zu gleichen Resultaten für alle führt sollte man sich als vernunftbegabter Mensch verabschieden.

Lässt man Männern und Frauen die Wahl sich frei zu entfalten dann führt das zu mehr Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, nicht zu weniger. Ein Blick in die Skandinavischen Länder ist da sehr aufschlussreich! Das zeigt ein weiteres mal wie untauglich z. Gleichberechtigung war gestern, heute sind wir bei Gleichstellung als Ziel.

Morgen, jo, dafür wohl die etwas radikalere feministische Literatur lesen ;. Ganz bibelfest bin ich da aber auch nicht. Wie dem auch sei; an ein "Naturell" glaube ich bei Menschen sowiso nicht, weder bei Männern noch bei Frauen.

Solange Alltagssexismus, egal ob verbal oder in Form von angeblich harmlosen Übergriffen, "Gleichstellungsprobleme" etc. Wie sie vielleicht festgestellt haben geht es primär um das Zementieren von Weltbildern und nicht um Geschichte, geschweige denn Realität.

Bring da noch Pippi Langstrumpf bzw. Oder wo ist der Zusammenhang zwischen Joplin und Le Pen? Immerhin ist ein Element nach ihr benannt. Und die private Filterblase, in der auch bei mir sowas wie Gleichstellung gelebt wird, ist da nicht unbedingt ne universelle Begründung! Abgesehen davon, das die konservativen Teile beider Geschlechter, eifrig an der Mann und Frauwerdung ihrer Kinder feilen.

Ein geändertes Gesetz bedeutet, die neue Regelung tritt in Kraft. Das macht Konservative nicht auf einmal zu Linken oder Liberalen, aber eine Frau war nach rechtlich nicht mehr bei der Jobsuche vom Mann abhängig und Punkt.

Zudem bedarf es einer gewissen veränderten Wahrnehmung innerhalb der Gesellschaft, damit solche Gesetze überhaut in Frage gestellt werden. Kinderarbeit und das Ausbeuten und das Ausnutzen der schwächeren, der Mitmenschen im allgemeinen und der Natur sind weitere Formen. Die Sache auf eine Angelegenheit zwischen den Geschlechtern zu reduzieren lenkt von den wahren Ursachen ab.

Wenn die Geschlechter sich gegenseitig die Köpfe einhauen, können die Mächtigen um so besser im Trüben fischen und uns gegeneinander ausspielen. Alle Formen des Machtmissbrauches sind allerdings auch wesentliche Bestandteile des Kapitalismus. Allerdings dies auf den Kapitalismus zu reduzieren wäre auch zu kurz gedacht. Denn Missbrauch und Ausbeutung finden sich in allen Herrschaftssystemen.

Die wahre Ursache steckt im Egoismus. Nur an sich selber denken ohne Rücksicht auf die Mitmenschen und die Umwelt, sich selber für den Besten und allen anderen überlegen zu halten und daraus das vermeintliche Recht auf Beherrschung der Anderen abzuleiten sind die wahren Ursachen. Und hiergegen gilt es anzugehen. Wenn wir dieses Grundübel beseitigt haben, dann gibt es auch keine sexualisierte Gewalt mehr. Also lasst uns lieber Egoismus bekämpfen und ein Für- und Miteinander fördern.

Alles andere ist ein herumfuschen an den Symptomen und vergeudete Energie. Ich denke, dass dies eine gute Ausgangsthese sein könnte, dem Thema "Sexualisierte Gewalt" etwas gerechter zu werden, weil Macht und damit auch Machtmissbrauch die Grundlage jeglicher Gewaltanwendung ist.

Man denke nur an die unhaltbaren Zustände in den Gefängnissen mit den Hierarchien unter den männlichen Gefangenen, wo die mächtigen Kriminellen die macht- und wehrlosen Gefangenen als Sexualobjekte missbrauchen. Machtausübung ist fast immer auch Zwang. Und da gibt es unzählige Varianten der Zwangsausübung, die unter dem Sammelbegriff "Macht" subsumiert werden.

Vielleicht ist sexuelle Gewalt in erster Linie nicht nur abhängig vom Geschlecht, auch wenn sexuelle Gewalt überwiegend von Männern ausgeübt wird. Ein Auflehnen gegen Machtmissbrauch führt i. Machtausübung ist also auch Einschüchterung, um möglichen Widerstand im Keim zu ersticken. Bei schweren Sexualstraftaten mag das anders sein. Doch der alltägliche Machtmissbrauch ist vielfältiger und subtiler und letztendlich auch noch gesellschaftlich "anerkannter". Das ist das Schlimme.

Autoritätshörigkeit, Angst und Unterwürfigkeit sind Produkte einer unkontrollierten Macht. Nach meiner Erfahrung ist es völlig nebensächlich, ob Frau oder Mann Macht ausübt. Die Fälle haben einen unterechiedlichen Schweregrad. Was ich dabei nicht verstehen kann, ist das beide sich dabei jeweils an den Gegenpolen wieder fanden. Ist es erwas anderes, wenn Anne Wizorek einen unterschiedlichen Schweregrad zwischen einer Vergewaltigung und einer sexuellen Belästigung feststellt? Eine seltsam schlichte Analyse, die offensichtlich dem Wunsch vieler Flachdenker entgegen kommt, komplizierte Sachverhalte auf möglichst einfache Aussagen zu reduzieren, damit das Denken mit keinerlei Differenzierung erschwert wird.

Und noch was zur Küchenspychologie und meiner angeblichen Verteidigungshaltung:. Es ist toll das du quasi via Geburt durch dein Geschlecht erleuchtet wurdest und "Das Problem erkannt hast". Die Debatte ist nicht übertrieben, der Pranger schon. Debattieren kann gar nicht übertrieben werden - auch wenn es schlichtweg Fake-News ist, dass vor die Vergewaltigung in der Ehe straffrei gewesen wäre - sie war strafbar, wenngleich nur als sexuelle Nötigung.

Herr Seehofer - unser künftiger Innen- und Heimatminister - wollte übrigens, dass sich das auch nicht ändert. Aber das ist Debatte - bei den Fakten bleiben. Es gibt ein Problem der Victimisierung von Frauen. Anstelle, dass wir für Gleichheit kämpfen, werden sie als Opfer bezeichnet und wir kompensiert.

So als ob sie unfähig wären, auf Augenhöhe mit Männern umzugehen. In dem Bereich befindet sich die Gesellschaft im Rückwärtsgang. Eine Front von Erzkonservativen betonen sexitisch die Unterschiede von Frauen und Männern und verblendetene Feministinnen machen mit, da sie mit Privilegien geködert werden. Dabei war es das Patriarchat, welches von der edlen Natur der Frau schwärmte und die Frauen in einen nicht immer goldenen Käfig sperrte.

Nicht umsonst sind Frauen dort erfolgreicher, wo sie mehr gefordert werden. Die besten Mathematikerinnen kommen nicht aus Deutschland trotz aller Quoten. Sie kommen auch nicht aus Skandinavien trotz der dort vorbildlichen Frauenförderung. Sondern sie kommen aus dem Iran, wo die Bedingungen für Frauen schwer sind.

Von daher werden sich gute Männer in Spitzenpositionen auch trotz aller Frauenprivilegierung durchsetzen können. Männer auch sexualisierte Gewalt erleben, hat doch nichts mit Relativieren zu tun. Es ist eine Tatsache. Die Frage ist schlicht: Geht es nur um Frauen, oder geht es darum die Verhältnisse zu verändern unter denen Frauen in vielen Feldern, z. Die Art der Schilderung des "ganz persönlichen Standpunkts" am Ende perpetuiert aus meiner Sicht genau das, was als "Patriarchat" beschrieben wird.

Ich wurde in meinem Leben mehrmals von Frauen sexuell belästigt. Von meiner Rektorin im Büro in der Berufsschule, von der Frau die mich in meiner Ausbildung einarbeiten sollte, von der jahrelangen Stammkundin Meine persönliche Lehre daraus: Priviligerte Positionen im Beruf laden anscheinend zum Missbrauch dieser Privilegien ein und das wohl geschlechtsübergreifend.

Je mehr Machtpositionen von Frauen übernommen werden, desto mehr Belästigungen wird es wohl auch durch Frauen geben. Trotzdem kann ich eines noch unterscheiden und das können die meisten Frauen auch. Es war zwar demütigend und ein bischen ekelhaft von der Ausbildungsleiterin in den Schritt gefasst zu werden, aber ich wurde nicht vergewaltigt und ich fühle mich auch nicht so.

Und weil ich diese Erfahrungen eben gemacht habe, verstehe ich auf der einen Seite zwar ganz genau, wovon viele Frauen berichten. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch den Unterschied zu einem Vergewaltigungsopfer. Mittlerweile dürfen Ausgewählte bei den Jungs mitspielen, wechseln aber damit das Geschlecht. Hugo Wolltest du mir irgendwas mitteilen? Ich verstehe nämlich den Zusammenhang zu meinem Kommentar nicht? Ah, jetzt versehe ich langsam die ganze Patriachats-Nummer und den katholischen Glauben dahinter.

Das soziale Geschlecht der Frau; das ist also die fürsorgliche Mutti, die aufopfernde Hausfrau, die gefühlvolle Tierrechtsaktivistin, die romantische Intellektuelle und die solidarische Linke. Es wäre die früheste bekannte Abhandlung dieser Art.

Neben dem Glücksspiel bot auch das Versicherungswesen ein frühes Betätigungsfeld für Wahrscheinlichkeitsabschätzungen. Versicherungsverträge insbesondere für Handelsreisen auf See lassen sich in Babylon und China mindestens bis ins zweite Jahrtausend v.

Beispielsweise werden solche Kontrakte im Codex Hammurapi etwa v. Derartige Versicherungskontrakte sind sicher erst nach rudimentären probabilistischen Überlegungen bezüglich der aus dem Vertrag entstehenden Profite und Verpflichtungen zustande gekommen, bei denen ansatzweise die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse etwa der Schiffbruch eines Handlungsreisenden, der frühe Tod eines Leibrentners oder der Ausfall eines Schuldners geschätzt wurde.

Von dieser frühen Form des Risikomanagements sind jedoch kaum Zeugnisse erhalten, was nicht verwunderlich ist, da Kaufleute zu allen Zeiten darauf bedacht waren, ihre Rechenmodelle geheim zu halten.

In der christlichen Gesellschaft des Mittelalters waren Orakel und Glücksspiel, obwohl weiterhin verbreitet, doch öffentlich verpönt, sodass eine Forschung über den Zufall zumindest offiziell nicht stattfand, zumal die Wissenschaften zu jener Zeit von Klöstern dominiert wurden.

So dauerte es bis ins Jahrhundert, ehe wieder ein Kandidat für die erste stochastische Publikation auftauchte. Das verbotene Thema des Gedichtes mag der Grund für die anonyme Veröffentlichung gewesen sein. Es dauert bis ins Jahrhundert, ehe die erste nachweisbare stochastische Publikation entstand. Gerolamo Cardano , italienischer Universalgelehrter und einer der einflussreichsten Mathematiker seiner Zeit, legte in seinem ab entstandenen Werk Liber de Ludo Aleae das Buch vom Würfelspiel den Grundstein der Theorie diskreter Zufallsprozesse.

Spiele mit bis zu drei Würfeln werden hier wie zu dieser Zeit üblich fast durchgehend in Prosa beinahe vollständig besprochen, daneben finden sich aber auch philosophische Gedanken zu Glück Kapitel XX: De dolis in huiusmodi Ludis, über die List in so gearteten Spielen. Zusätzlich werden auch Kartenspiele diskutiert, die in Europa ab dem Jahrhundert immer beliebter geworden waren, die aber Cardanos Aufmerksamkeit weitaus weniger erregten als das Hazard , ein wahrscheinlich von Kreuzfahrern aus dem Orient importiertes Würfelspiel.

Doch der notorische Spieler verfiel der Spielsucht und verspielte in seinem späteren Leben das meiste seines Vermögens und seines guten Rufes. Sein Buch wurde erst posthum veröffentlicht, als unlängst andere Gelehrte auf die Wahrscheinlichkeitstheorie aufmerksam geworden waren. Es sollte bis weit ins Jahrhundert dauern, ehe sich wieder Mathematiker erfolgreich mit dem Zufall beschäftigten, und wie in vielen anderen Wissenschaften hatte sich das Zentrum mittlerweile von Italien nach Frankreich verlegt.

Blaise Pascal , einer der einflussreichsten Mathematiker und Religionsphilosophen seiner Zeit, beschrieb am Leibniz hatte während seines Parisaufenthalts vom Teilungsproblem gehört und den Nachlass von Pascal eingesehen. Er kannte auch die Schriften von Christiaan Huygens zur Wahrscheinlichkeitsrechnung. Diese Arbeit existierte nur als Handschrift und wurde erst veröffentlicht. Leibniz kam zu einem etwas anderen Ergebnis als Pascal und Fermat, obwohl er deren Lösung kannte.

Leibniz hatte eine andere Gerechtigkeitsvorstellung als Pascal und Fermat, die heute so interpretiert und in Form eines Leistungsprinzips etwas vereinfacht so ausgedrückt werden kann: Peverone erhielt fast die nach heutiger Sicht richtige Lösung.

Die italienischen Mathematiker verloren um die Mitte des Stand der Briefwechsel von Pascal und Fermat auch am Anfang der Entwicklung modernen stochastischen Kalküls, so wurde dieser doch erst , also nach dem Tod der beiden, veröffentlicht.

Damit gebührt die Ehre der frühesten gedruckten stochastischen Publikation dem niederländischen Mathematiker und Physiker Christiaan Huygens , der schon bei einem Parisaufenthalt vom Diskurs der beiden Franzosen gehört hatte und daraufhin in Leiden seine Abhandlung De Ratiociniis in Ludo Aleae Über Schlussfolgerungen im Würfelspiel veröffentlichte. Huygens Einsicht in die Logik der Spiele und die Frage der Gerechtigkeit derselben geht dabei weit über das hinaus, was Cardano, Pascal und Fermat diskutierten.

Auch für unsymmetrische Spiele mit unterschiedlichen Einsätzen oder Gewinnen fand er mit Hilfe eines Indifferenzprinzips ein Spiel ist demnach gerecht, wenn alle Parteien bereit wären, ihre Rolle mit der der anderen zu tauschen faire Einsätze und entwickelt dabei einen der bis heute zentralen stochastischen Begriffe: Mit den Niederlanden war die Wahrscheinlichkeitsrechnung in einem der Zentren der damaligen Finanzbranche angelangt und hielt dort bald Einzug in die Finanzmathematik.

Er verwendete dabei das erste bekannte stochastische Mortalitätsmodell und kam zu dem Ergebnis, dass die ausgezahlten Renten aus Sicht des Staates unvernünftig hoch seien. Der Tatsache, dass de Witt als Beamter keine privaten finanziellen Interessen verfolgte, sondern seine Entscheidung der Öffentlichkeit gegenüber rechtfertigen musste, verdankt die Nachwelt wohl die Veröffentlichung seiner Berechnungen.

Gerüchten zufolge soll die von ihm veranlasste Rentensenkung auch eine Ursache für einen Volksaufstand im folgenden Jahr gewesen sein, an dessen Ende de Witt gelyncht wurde. Huygens wurde aufgrund seiner Leistungen auf dem Gebiet der Astronomie als erster Ausländer in die Londoner Royal Society aufgenommen. Nebenbei führte er aber auch die Wahrscheinlichkeitsrechnung in England ein, wo sie auf fruchtbaren Boden traf. Unbeabsichtigterweise machte Tillotson seine Zeitgenossen dadurch auf ein Problem aufmerksam, das die Stochastik noch mehr als zweihundert Jahre lang nicht befriedigend lösen sollte.

Wie ist mit Ereignissen umzugehen, deren Wahrscheinlichkeit Null ist? Stichhaltig ist sein Argument nämlich nur dann, wenn man der Existenz Gottes eine positive Wahrscheinlichkeit einräumt.

Die Pascalsche Wette zielte auf ähnliche Überlegungen ab. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung im Jahrhundert wurde durch zwei bedeutende Werke geprägt, wobei zum ersten Mal eine Abkehr vom Glücksspiel hin zu anderen Anwendungsbereichen deutlich wird.

Zum einen erschien in Basel Ars conjectandi Die Kunst des Vermutens von Jakob I Bernoulli , eine unvollendete Abhandlung, die posthum Bernoulli war bereits gestorben aus seinen Tagebüchern veröffentlicht wurde.

Aufbauend auf Huygens Vorarbeit finden sich hier bahnbrechende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Kombinatorik beispielsweise taucht hier erstmals der Begriff Permutation auf und eine vollständige Diskussion der Binomialverteilung , aber es wurden auch erstmals unendliche Folgen von identischen Zufallsprozessen untersucht.