Newsletter 06/2011


Vorraussetzung ist das weniger als Selbstbehalt ist das Amt stockt dann auf diese ich glaub Euro auf. Besonders, wenn, wie in Deinem Fall der Auftrag wohl mündlich ständig erweitert wurde. Werden sie dann auch von ihnen übersetzt oder wie geht das?

Produkte & Veranstaltungen


Die soziale und kulturelle Integration innerhalb eines weltoffenen Europas wäre ein frommer Wunsch geblieben. Es war gut, dass die weitreichende Debatte um den Stellenwert kultureller Vielfalt und des demokratischen Dialogs erkämpft und die Kultur- und Medienförderung nicht weiterer Ignoranz und Instrumentalisierung unterworfen wurde.

Die Umkehr zu dem, was wir heute Kulturpolitik nennen können, wurde einer Dimension gerecht, die das Spektrum der Herausforderungen neu definierte, um brüchig gewordene Rahmenbedingungen zu rekonstruieren, in denen sich traditionelle Kulturinstitute - wie Theater, Museen, Ausstellungs- und Konzerthallen - weiterentwickeln konnten und moderne elektronisch voll zugängliche Bibliotheken einen neuen Stellenwert einnehmen.

Bildungsinstitutionen, Medien, die die Akzeptanz ihrer Existenzberechtigung in einer breiten öffentlichen Debatte gegenüber den Plattformen der weltweiten Telekommunikationsbranche wiedergewannen, verbinden beute geschichtliche Auseinandersetzung mit Zukunftslaboren, sind Zeitraffer und auch freie Orte der Gegenwartsdebatten.

Diese umfangreiche geförderte institutionelle Kulturlandschaft ist als öffentliches und gemeinnütziges Angebot anerkannt. Sie wird - wie zu allen Zeiten - durch innovative Impulse und höchst unterschiedliche massenkulturelle Produktionen der Kulturwirtschaft und freien Szenen ergänzt. All dies trägt auf seine Weise zu einem offenen, demokratischen Dialog europäischer und global unteilbarer Werte bei, zu Freiheit und Selbstbestimmung, und hat den Gerechtigkeitsdiskurs aus seinem eurozentristischen Korsett befreit.

Die Kultur des Teilens wurde aus der Klicklandschaft zurück ins Leben zurückgeholt, nicht als einfache share-economy, sondern als gesellschaftliche Herausforderung globalen und lokalen Handelns. Der Bedarf nach Kulturaustausch und kultureller Vielfalt hat sich intensiviert und globales Lernen und Teilen, vereinfacht. Wie sich Kapitalströme und -fraktionen in diesen Welten bewegen, hatte Google und Facebook auf seine Weise vorgemacht, auch, dass sie von der Bedeutung von Bibliotheken und Kommunikation einiges verstehen.

Es hat gedauert, bis Politik endlich begriffen hatte, dass Kulturpolitik nicht das Letzte sein kann, was uns bewegt. Dafür gab es viele innenpolitische drohende Ablösung Schottlands , wie europäische Gründe Kettenreaktion von nationalen Referenden, die vor allem von rechtspopulistischen Netzwerken gesteuert wurden , die an dieser Stelle leider nicht weiter erörtern werden können. Die Europäische Kommission erklärt: Kultur und audiovisuelle Medien, Nov.

Das ist fast eine andere Debatte. Doch eine angemessene Kulturfinanzierung steht ganz oben. Es gibt ja noch mehr Etats, die einer friedlichen Entwicklung und einem angemessen kulturellen Dialog massiv m Wege stehen. Wolfgang Storz, Jahrgang , ist Sozialwissenschaftler und arbeitet als Publizist und Medienberater. Wirtschaft für Gesellschaft lautet der Untertitel der Zeitung und des gleichnamigen Blogs www. Raumgreifende von humanoiden Robotern verantwortlich organisierte Auslieferungslager liegen rundum verteilt an der Peripherie.

Autonom und lautlos fahrende Elektroautos transportieren bestellte Güter, unterstützt von zahllosen Drohnen. Bleib zuhause in deiner gated community, dort ist es sauber, sicher, die Güter kommen zu dir. An den Rändern der Parks lagern Ausgegrenzte, von gut sichtbaren Überwachungskameras in Schach gehalten. Die konsumfähigen Bewohner, mit implantierter Abbuchungs-Funktion, bewegen sich konzentriert und zielgenau.

Die öffentlichen Räume sind perfekt überwacht. Die gewonnene Zeit nutzen sie, um ihre sozialen Kontakte von zuhause aus zu pflegen. Das einst unberechenbare, von Eigensinn, Gefühlen, zufälligen öffentlichen Begegnungen und Tätigkeiten geprägte Leben ist komfortabel minimiert und eingehegt. Demokratie braucht Bühnen, Arenen, Zeit, viele einladende Gelegenheiten.

Teilnehmen, sich beraten, begegnen und austauschen auf nicht-vermachteten Plätzen - der Philosoph Jürgen Habermas hat das alles mit seinem Ideal der partizipativen und deliberativen Demokratie geschildert und begründet.

Wo es keine öffentlichen, stattdessen nur noch leblose Plätze gibt, entscheiden nach und nach allein Repräsentanten, Sachzwänge und Lobbyisten. Es geht um die allgemeine Öffentlichkeit, nicht um die Nischen und Szenen, in denen Privates ausgelebt und inszeniert wird, durch Mode, Musik, Körperformung, Kochen, Lebensstile Es geht nicht um die sozialen Netzwerke, die jeder und jede knüpfen muss, um im Berufsleben, in dem Instabilität zur Konstante geworden ist, halbwegs durchzukommen.

Diese allgemeine Öffentlichkeit kann nur leben, wenn in den Zentren der Städte unterschiedliche und nicht für den Konsum abgerichtete Plätze einladen: Leben werden diese Plätze nur, wenn es in den Städten wiederum genügend digitale und gedruckte Medien gibt, die sich aktuell den Themen der Allgemeinheit widmen, die auf diesen öffentlichen Plätzen verhandelt werden können. Was wir seit Jahren erleben: Genauso wie die öffentlichen Plätze schrumpfen die Medien, die sich den allgemeinen, die Stadtgesellschaft zu interessierenden Themen widmen.

Zudem schwächeln jene organisatorischen Dinosaurier, die Wohl und Zukunft der Allgemeinheit zumindest im Programm stehen haben. Parteien, Gewerkschaften und Kirchen schrumpfen, altern, verlieren Mitglieder, vor allem Vertrauen.

Vereinen geht es oft nicht viel besser. Wo es also Plätze gibt, da sind sie zu oft wie Bahnhöfe angelegt, zum zügigen Wieder-Verlassen, nicht zum Verweilen und Flanieren. Die für uns alle bestimmte öffentliche Räume werden seit vielen Jahren mit zunehmender betriebswirtschaftlicher Uniformität zu Wirtschaftszonen geformt, dem privaten Hausrecht unterworfen: Shopping, Entertainment, Reinraus-Gastronomie, unterlegt mit kaufanimierenden Musikteppichen; der auf den ersten Blick Konsum-Untüchtige wird von geschultem Sicherheits-Personal möglichst unauffällig aussortiert.

Die Handels- und Gastronomiekonzerne mit ihrer digitalen Auslieferungs-Präsenz und ihren weltweit platzierten Einheits-Filialen verjagen die alteingesessenen Händler und Wirte aus den Innenstädten.

Amazon fresh wird in den nächsten drei, vier Jahren auch noch den Lebensmittelhandel umpflügen. Bahnhöfe geizen mit Sitzplätzen — setz dich in das Eiscafe oder den Schnellimbiss!

Nur die Kommerz- ist Komfortzone. Die Übernahme der öffentlichen Räume wird demonstriert: Daimler und Sony geben dem Stadtzentrum von Berlin ihren Namen. Und der noch verbleibende wirtschaftlich nicht direkt genutzte öffentliche Platz?

Der wird oft unansehnlich — im Vergleich mit der vordergründigen Attraktivität der Einkaufs-Tempel. Und weil die Stadtverwaltung Geld, Pflege und Verantwortung scheut, um ihn einladend zu gestalten.

Die öffentliche Hand vernachlässigt ihre öffentlichen Plätze. In Zeiten dieses digital-totalitären Kapitalismus wird deshalb bisher alltäglich Banales zum politisch bedeutsamen Abenteuer umgedeutet werden müssen: Mieter- und Bau-Genossenschaften, neue Wohn- und Arbeitsformen, die sich nicht abschotten, sondern sich der allgemeinen Öffentlichkeit zuwenden und als Teil von ihr verstehen, werden bedeutend, weil sie von den prägenden Tendenzen zwangsläufig zu Gegenwelten gemacht werden.

Unter materiellen und sozialen Ungleichheiten und Instabilitäten und wegen dieser rückt das Thema, öffentliche Gemeinschaften zu fördern, nach vorne. Die städtische Politik sollte sich also einer Aufgabe widmen, die bisher als zu unbedeutend angesehen worden ist: In dem öffentlichen Alltagsleben und der spannungsvollen Erfahrung, dieses sicht- und greifbar auch verändern und gestalten zu können, wird darüber entschieden, ob eine Demokratie lebt.

Seit arbeitet sie im Wahlkreisbüro von Halina Wawzyniak, wo sie vor allem für das Gebiet Kreuzberg zuständig ist. Nebenbei arbeitet sie an einem Film, der die langjährigen antirassistischen Widerstände in Berlin von Menschen die. Rassismuserfahrungen machen, ein wenig nachzeichnet.

Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Doch die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrund NSU , öffentlich geworden im Jahr zeigt, dass es Rechtsextremen über ein Jahrzehnt möglich war, insgesamt neun Menschen mit sogenannter Migrationsgeschichte zu töten und viele weitere zu verletzen.

Menschen, die einzig und allein wegen ihrer Herkunft und Religionszugehörigkeit sterben mussten. Behörden und Staatsorgane, deren Aufgabe es ist, die Menschen, deren Rechte und deren Wohlergehen zu schützen, haben diese Aufgabe nicht erfüllt.

Die jüngere Geschichte Deutschlands zeigt also, dass einige Menschen in diesem Land auch heutzutage nicht immer mit Schutz rechnen können. Die Gewaltanschläge auf Asylunterkünfte in den er Jahren und auch heute sind nur einige traurige Beispiele dafür.

Sie hetzen gegen u. Dies führt unter anderem dazu, dass eine Partei wie die AfD, die rassistische und menschenverachtende Inhalte vertritt, mittlerweile in neun Landtagen sitzt Stand: Zuvor hat sich ein selbstbewusster Widerstand von Menschen entwickelt, die von struktureller Diskriminierung betroffen sind.

Sowohl bei Migrierten, Geflüchteten als auch bei hier Geborenen mit Migrationsgeschichte. Sie kritisieren den Rassismus in Deutschland und fordern das Aufbrechen rassistischer Gedanken, sowie rassistischer Strukturen in den Institutionen. Bevor ein Vorschlag, ein Gedankenspiel oder vielleicht auch nur ein paar optimistische Hoffnungen beschrieben werden, möchte ich sichergehen, dass dem Folgenden ein gemeinsames Verständnis von Rassismus zugrunde liegt.

Zu Beginn ist es wichtig, Rassismus nicht mit Rechtsextremismus, Ausländerhass oder Fremdenfeindlichkeit zu verwechseln, auch wenn dies vor allem im öffentlichen Diskurs noch sehr häufig geschieht. Vielmehr handelt es sich um einen Machtmechanismus, der in der gesamten Gesellschaft vorhanden ist und strukturell wirkt. Um die Rassismustheorie des Philosophen Michel Foucaults zu verstehen, muss mit seiner Definition der Souveränitätsmacht begonnen werden.

Foucault lokalisiert die Souveränitätsmacht vor dem Sie bestimmt das Recht über Leben und Tod — genauer gesagt das Recht, töten und somit über das Über- Leben entscheiden zu können. Die Politik der Biomacht entwickelt Mechanismen, um die Sterberate zu verändern und zu senken, das Leben zu verlängern und die Geburtenrate zu stimulieren, wodurch Kräfte gesteigert und ausgeschöpft werden sollen.

Kapitalistische Staaten sollen damit effektiver werden. Die zentralen Machtinstrumente sind dabei Disziplinierung und Regulierung. Die Disziplinierung des Individuums findet durch Institutionen und gesellschaftliche Handlungsfelder und die staatliche Regulierung der Bevölkerung durch Verwaltungsapparate sowie Justiz statt. In diesem Zusammenhang wird eine Normalisierungsgesellschaft konstruiert, in der es darum geht, das Leben in einem Bereich von Wert und Nutzen zu organisieren. Dabei stellt Foucault die Frage, wie es innerhalb der Biomacht dennoch möglich ist, zu töten bzw.

Die Antwort darauf ist Rassismus. Foucault führt aus, dass Rassismus bereits vor dem Aufkommen der Biomacht existierte. Einteilung in zwei Gruppen. Diese beiden Gruppen werden innerhalb der Bevölkerung gegeneinander ausgespielt. Die zweite Funktionsweise des Rassismus ist die Rechtfertigung der Akzeptanz des Tötens innerhalb einer Normalisierungsgesellschaft: Mit der Tötung ist nicht nur die physische Tötung gemeint, sondern unter anderem auch, jemanden der Gefahr des Todes oder dem politischen Tod, z.

Vertreibung und Abschiebung, auszusetzen. Rassismus ist demzufolge nicht eine Form der Irrationalität Einzelner, sondern ein Machtmechanismus oder auch eine politische Rationalität, die gesellschaftliche Handlungsfelder strukturiert.

Der Migrationsforscher Mark Terkessidis befasst sich detailliert mit diesem Machtmechanismus und entwickelt eine anschauliche Theorie, die den Rassismus in unserer Gesellschaft verständlicher macht.

Er versteht Rassismus als etwas, das sich aus drei Funktionsweisen zusammensetzt: Rassifizierung, Ausgrenzungspraxis und differenzierende Macht. Die Rassifizierung wird als ein Prozess beschrieben, in dem eine Gruppe von Menschen mit Hilfe der Zuschreibung bestimmter Merkmale als natürlich festgelegt wird. Es entsteht also zu allererst die Kategorisierung in eine Gruppe.

Gleichzeitig wird das Verhältnis zwischen dieser und der eigenen Gruppe formuliert. Rassismus entsteht also nicht erst durch die Wertung der Unterschiede — egal ob negativ oder positiv — sondern auch durch die Zuschreibung einer Gruppe als naturgegeben.

Damit ist die Unterscheidung zum Eigenen von vornherein bewertend. Als Fundament der Rassifizierung wird ein bestimmter Wissensbestand vorausgesetzt: Des Weiteren geht Terkessidis davon aus, dass sich das rassistische Wissen, das die Rassifizierung überhaupt möglich macht, aus vier Elementen zusammensetzt.

Zum einen aus morpho-physiologischen Kennzeichen, bei denen körperliche Merkmale, wie u. Haut- und Haarfarbe oder Augen- und Nasenform, kategorisiert werden.

Zum anderen aus soziologischen Kennzeichen, z. Sprache, Ernährung, Kleidung und Gewohnheiten. Hinzu kommen symbolische und geistige Kennzeichen wie politische Praktiken, Einstellungen, Lebensauffassungen, religiöse und kulturelle Verhaltensweisen. Ferner spielen auch imaginäre Kennzeichen eine Rolle, die oft völlig willkürliche Zuschreibungen zu Fakten, Ereignissen, Praktiken beinhalten, die nicht notwendigerweise real sein müssen. Ein weiteres Element, das den Rassismus ausmacht, ist die Ausgrenzungspraxis.

Terkessidis beschreibt diese als die praktische Seite des Rassismus. Wichtig ist hierbei auch zu unterstreichen, dass der rassistische Wissensbestand innerhalb einer Gesellschaft, Einfluss auf die gesellschaftlichen Institutionen hat.

Dadurch gibt es dann eine ungleiche Behandlung in der Zuteilung von Dienstleistungen und Ressourcen. Wenn man sich den deutschen Arbeitsmarkt ansieht, fungiert das Anwerbeabkommen der er Jahre zwischen der Türkei und der BRD als anschauliches Beispiel.

Leider ist fünf Jahrzehnte später kein gravierender sozialer Aufstieg bei den Folgegenerationen festzustellen. Als dritte und letzte Funktionsweise führt er die differenzierende Macht an. Auch hier ist, ähnlich wie bei Foucault, der Ausgangspunkt, dass Rassismus nach einem bestimmten Machtmechanismus funktioniert.

Diese differenzierte Macht besteht im Falle des Kolonialismus, aber auch im Umgang mit der Einwanderungsgesellschaft. Es ist egal, ob sie hier geboren und aufgewachsen sind oder vielleicht sogar in der zweiten oder dritten Generation in der BRD leben: Sobald sie als unverwertbar für einen kapitalistisch-neoliberalen Staat erachtet werden, kann darüber diskutiert werden, ob sie abgeschoben werden sollen.

Nun aber von der Theorie zur Praxis. Die Theorie soll an dieser Stelle unter anderem dazu dienen, verständlich zu machen, dass Rassismus nicht einzig und allein als eine individuelle Befindlichkeit zu betrachten ist. Es handelt sich um einen Zustand, der in vielen Gesellschaften existiert, vor allem in kolonialisierenden und jenen Gesellschaften, die Rassismus als Legitimation für Gewalt gegenüber als anders definierte Gruppen benutzt haben.

So ist auch unser Wissen rassistisch, da es u. Immanuel Kant und Friedrich Hegel. In der Schule lernen wir viel darüber, wie wichtig sie für unsere heutige Gesellschaft waren, jedoch sehr wenig darüber, welche schreckliche Epoche sie legitimiert haben.

Wir lernen wenig bis gar nichts über die Kolonialgeschichte Deutschlands und verhindern so eine Auseinandersetzung mit unserem immanenten rassistischen Wissen. Auch wenn es Sklaverei in der Form wie zur Zeit des Kolonialismus nicht mehr gibt, ist rassistisches Wissen noch immer wirkmächtig. Wie hätte Oury Jalloh einfach in der Polizeizelle verbrennen können?

Wir leben in einer rassistisch strukturierten Gesellschaft und es sind nicht allein Neonazis oder Rechtsextreme, die all dies möglich machen. Einige Ausgrenzungspraxen müssen also mit dem Begriff Rassismus zusammengefasst werden, da er ihnen zugrunde liegt.

Doch wie kann diese Ausgrenzungspraxis, dieser Machtmechanismus überwunden werden? Im Folgenden möchte ich ein paar Gedankenspiele machen und einige Hoffnungen für das Jahr formulieren.

Anfang entfachte eine Debatte über pejorativ verwendete Begriffe in Kinderbüchern: In meinen Augen eine vollkommen berechtigte, wichtige und längst überfällige Diskussion. Was aus der Forderung, kolonial-rassistische Wörter aus Kinderbüchern zu streichen, folgte, war ein trauriges Ereignis.

Es war von Zensur und Geschichtsfälschung die Rede. Machen diese beleidigenden und verletzenden Worte in Kinderbüchern die Geschichten aus? Es ist möglich, rassistisches Wissen, stereotype und beleidigende Beschreibungen nicht Teil des Wissens der nächsten Generation werden zu lassen. So möchte ich mir für vorstellen, dass alte Bücher editiert werden oder zumindest kenntlich gemacht wird, wenn sie diskriminierende Inhalte verbreiten. Ich möchte mir eine neue Generation der Kinderliteratur vorstellen, in der die Diversität der Gesellschaft abgebildet ist und keine Stereotype, egal welcher Art, vermittelt werden.

So haben wir unter anderem auch die Gelegenheit, Schwarze oder dunkel-haarige Heldinnen in. Ein weiterer wichtiger Bereich sind die Schulen. Diese Erkenntnis hatte ja bereits Hegel, und in der Schule wird dies den meisten Kindern auch heute noch eingetrichtert. Dies gilt auch für schwarze Kinder. Diese müssen sich meist mit dem gesamten afrikanischen Kontinent auskennen, egal ob sie schon mal dort waren oder nicht.

Kinder werden mit solchen Aussagen und Handlungen also anders gemacht. Dies passiert direkt in der Schule. Ein Stichwort ist dabei: NDH — Nicht-deutscher-Herkunft bzw. Für mich gibt es keine plausible Erklärung dafür.

Vielleicht ist es wichtig für Kinder, die die deutsche Sprache nicht sprechen, um den Unterricht besser an sie anzupassen. Aber warum werden auch die erfasst, die der Sprache mächtig sind und keinerlei sprachliche Förderungen benötigen? Auch diese bekommen den Stempel: Doch leider kann mit der Forderung, keinen Rassismus mehr zu reproduzieren, wenig erreicht werden. Wichtig ist, dass bereits bei der Ausbildung der Lehrenden eine Auseinandersetzung mit Diskriminierungsformen stattfindet.

Sensibilität für rassistische Vorurteile und Bewertungen sollte also zum Bestandteil eines Lehramtstudiums werden. Bereits ausgebildete Lehrende könnten dieses Versäumnis natürlich mit Hilfe von rassismuskritischen Fortbildungen nachholen.

Es gibt bereits einige Vereine, die dies anbieten. Wenn in allen staatlich regulierten Bereichen eine kritische Auseinandersetzung mit Rassismus stattfände, hätte dies indirekt auch Auswirkungen in den Bereichen, die jenseits der staatlichen Kontrolle liegen — Familien, Freundes- und Bekanntenkreisen — da es im Idealfall zu einem gesellschaftlichen Umdenken führen würde. Ein weiterer Punkt wäre, die deutsche Kolonialgeschichte endlich in den Geschichtsbüchern deutscher Schulen zu thematisieren.

Der unsichtbarste Teil deutscher Geschichte muss sichtbar gemacht werden, damit eine Auseinandersetzung mit Rassismus möglich gemacht wird. Auch dies lässt sich leicht verändern und ist ein weiterer Schritt zum Versuch, die Gesellschaft anders zu gestalten. Wenn solche neuen Impulse gesetzt werden, könnte rassismuskritisches Bewusstsein langsam zur neuen Geschichte Deutschlands werden. Jedoch ist nicht nur der Bildungsbereich von Rassismus durchzogen, auch viele Zugänge zu anderen wichtigen Ressourcen werden Menschen, die von Rassismus betroffen sind, verwehrt bzw.

Im Frühjahr erschien eine im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erarbeitete Studie, die sehr gut verdeutlicht, dass Menschen, die eine Wohnung suchen, dabei häufig rassistisch diskriminiert werden. Menschen mit Migrationsgeschichte haben es viel schwerer, als andere, eine Wohnung zu finden, müssen meist eine höhere Miete zahlen und bewohnen in der Regel die kleineren und unsanierten Wohnungen.

Besondere Benachteiligungen erfahren muslimische Frauen mit Kopftuch bei der Wohnungssuche. Die Studie enthält nämlich ganz gute und weiterführende Empfehlungen, die für das Jahr angedacht werden können. Zudem sollte der politische Einfluss auf kommunaler Ebene in Bezug auf die Wohnungsbelegung zurückgewonnen werden. Ich teile diese Auffassungen, da der politische Einfluss zwar ein kurzfristiger Lösungsvorschlag, ähnlich wie die Quotenregelung für Frauen ist, langfristig aber vermutlich positive Auswirkungen auf die Art der Wohnungsvergabe haben würde.

Zusammen mit den erwähnten Sensibilisierungsweiterbildungen kann meines Erachtens eine langfristige positive Veränderung herbeigeführt und im Idealfall eine Chancengleichheit auf dieser Ebene hergestellt werden. Auch auf dem Arbeitsmarkt gehört struktureller Rassismus zum Alltag. Studien belegen hier ebenfalls eine empirisch nachweisbare Diskriminierung.

Wie Terkessidis ausführt, steht rassistisches Wissen im engen Zusammenhang mit dem Zugang — oder eben auch nicht — zu gesellschaftlichen Ressourcen. Kurzfristige Ansätze, wie Quotenregelungen zusammengedacht mit sensibilisierenden Workshops, die ein langfristiges Umdenken bewirken sollen, wären auch hier ein Lösungsvorschlag.

Dies sollte bis oder auch für das Jahr ernsthaft angedacht werden. Das Allgemeine Gleichstellungsgesetzt von stellt dabei eine Entwicklung in die richtige Richtung dar. Gerade bei Ablehnungen bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche ist dies jedoch häufig sehr schwer. Deswegen wäre es wünschenswert, nicht mit bestrafenden und sanktionierenden Gesetzen für eine diskriminierungsfreie bzw.

Ein Gesetz zu erlassen scheint ein sehr einfacher Weg zu sein natürlich nicht für Oppositionsparteien , doch das wirkungsmächtige Wissen zu hinterfragen, zu kritisieren und umzugestalten, ist der langfristig erfolgreichere Weg.

Also können sie auch wieder dekonstruiert werden — sie sind nicht naturgegeben. Für wünsche ich mir, dass zumindest anhand der Änderung des Grundgesetzes ein symbolischer Schritt in Richtung Dekonstruktion gemacht und dieser Begriff nicht weiter reproduziert wird.

Studierende oder Auszubildende in pädagogischen oder lehrenden Berufen sollten durch angepasste Lehrpläne und eine eigene kritische Auseinandersetzung einen sensiblen und rassismuskritischen Habitus entwickeln, sodass sich kein Kind als nicht zugehörig fühlen muss.

Das Ziel ist eine Gesellschaft, in der Rassismus bzw. Erstrebenswert ist eine Gesellschaft, in der der Gedanke an Rassismus genauso absurd ist, wie die Vorstellung, dass Frauen nicht wählen oder studieren dürfen. Bis sollten all diese Formen der Diskriminierung und Herabsetzung auf der Tagesordnung stehen. Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit Frankfurt am Main ; S.

In Verteidigung der Gesellschaft. Das Wort und die Vorstellung. Das Eigene und das Fremde. Neuer Rassismus in der alten Welt; Hamburg ; S. Von verschiedenen Racen der Menschen; S. Beobachtungen über das Gefühl der Schönen und Erhabenen; S. Vorlesung über Philosophie und Geschichte; Meiner ; S. Die kleine Hexenjagdt; in: Die Zeit Online Interview mit Dodua Otoo, Sharon: Pippi und der Kolonialismus; in: Rassismus in der Schule- Lass dir nichts gefallen; in: Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt — Strategien zum Nachweis rassistischer Benachteiligungen; Hrsg.: Antidiskriminierungsstelle des Bundes; Berlin Diskriminierung von Migranten auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt; Berlin Sie ist seit Abgeordnete der Linksfraktion im Deutschen Bundestag und deren rechts- und netzpolitische Sprecherin.

Gute Politik über den Tag und über eine Legislaturperiode hinaus machen zu wollen,. Und vor allem verlangt dies, sich gemeinsam Gedanken darüber zu machen, wie die Welt, in der vieles im Argen liegt, aussehen soll. Deshalb unterbreitet Halina Wawzyniak immer wieder Angebote zur Zusammenarbeit. Lange haben Politikerinnen und Politiker die gesellschaftlichen Veränderungen durch das Internet ignoriert. Zwar wurde mal an einer Stelle ein wenig geändert und an anderer Stelle etwas neu reguliert, die Kernfrage aber blieb unbeantwortet.

Es war bis ins Jahr eine Selbstverständlichkeit, dass der Nationalstaat durch seine Parlamente gesetzliche Regelungen schafft. Sicherlich, in einigen Bereichen war inzwischen klar geworden: Besser geht es durch die Europäische Union. Aber mit der Frage, wie im Zeitalter von Digitalisierung und Globalisierung weltweit Rechtsetzung und Rechtdurchsetzung stattfindet, wollte sich kein Parlament beschäftigen.

Es wäre ja auch eine Debatte über die eigene Bedeutung und die eigenen Kompetenzen geworden. Im Jahr gibt es also einen Flickenteppich: Eine weltweite Digitale Verfassung oder ein Völkerrecht des Internets gibt es ebenso wenig, wie Vereinbarungen zur Ächtung von Cyberwaffen.

Es gab keinen verbindlichen hippokratischen Eid für Soft- und Hardwareentwickler. Doch jetzt im Jahr geht es nicht mehr anders: Und Daten kennen keine Grenzen. Daten sind die Grundlage für Automatisierung und Algorithmen. Der Glaube, irgendein Stein könne auf dem anderen bleiben, hatte sich als falsch erwiesen. Weltweit waren Erwerbsarbeitsplätze verloren gegangen. Die Gesellschaften stellten sich ob ihrer Erwerbsarbeitszentrierung nur mühsam darauf ein, eine soziale Absicherung für die Menschen zu organisieren.

Das Problem, wer was mit welchen Daten tun darf, blieb ob der anderen Herausforderungen ungelöst, weil es im nationalstaatlichen Rahmen eben nicht zu lösen war. Die Bildung von Oligopolen hatte sich frühzeitig angedeutet. Sie agierten schon früh international und setzten Regeln, konzentriert auf Profitmaximierung. Unter diesem Gesichtspunkt entschieden sie, wer im Hinblick auf ihre Angebote etwas darf und was mit den übermittelten Daten passiert.

Das ging dann auch häufig mit einem Ausschluss aus der Gesellschaft einher. Und gegen diesen Ausschluss konnte man sich nicht wehren, denn es gab keinen Rechtsweg. Es hatte ja auch keine Rechtsetzung in diesem Bereich gegeben. Zu spät erkannten die nationalen Parlamente, dass sie - um des eigenen Machterhalts Willen - fast alles verloren hatten. Die nationalen Parlamente fanden sich damit ab, dass Rechtsetzung zukünftig vor allem auf der internationalen Ebene stattfinden wird.

Ihre Kompetenz würde sich auf die Verabschiedung von Haushalten, die Verteilung der im immer mehr verschwindenden Nationalstaat noch anfallenden Steuern und auf die Umsetzung der von der UNO vorgegebenen Regelungen beschränken.

Zumindest in den Bereichen, die mit Daten zu tun haben — und das sind fast alle. Die Frage, wer wen unter welchen Bedingungen heiraten darf und welche steuerrechtlichen Auswirkungen eine Hochzeit hat, sollte beispielsweise in nationaler Hoheit bleiben. Erwerbsarbeit, welche durch Menschen geleistet wird, lässt sich ebenfalls noch nationalstaatlich regulieren. Die Durchsetzung des international gesetzten Rechtes wiederum soll den nationalen Polizeien und Gerichten überlassen bleiben. Die Oligopole setzen viele Lobbyisten ein um genau das zu verhindern.

Sie argumentieren, dass es für alle Beteiligten besser wäre, sie würden über ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB die Regeln setzen.

Es scheint zunächst so, als hätten die Lobbyisten Erfolg. Die Nationalstaaten debattieren, ob die Oligopole nicht zu Völkerrechtssubjekten gemacht werden sollten. Dann könnten sie über Verträge zu einem bestimmten Verhalten verpflichtet werden. Aus demokratietheoretischen Erwägungen und aus ganz praktischen Gründen. Oligopole mit Staaten gleichstellen, das ist dann doch zu heftig. Und die Gefahr unterschiedlicher Verträge liegt auf der Hand. Es ist der Gedanke der Rechtseinheit: Allen Beteiligten ist klar, die Setzung gemeinsamer Regeln wird nicht an einem Tag oder in einer Woche möglich sein.

Deshalb gibt es bald eine breite Mehrheit dafür, die Parlamentarierkonferenz als ständig tagendes Gremium zu verankern.

In Arbeitsgruppen sollten Entscheidungen vorbereitet werden. Die Macht der Banken bröckelt seit Jahren, zu spät hatten sie den Nutzen von Blockchain und der daraus entwickelten digitalen Währung erkannt. Die vielen FinTech Unternehmen hatten einen. Alles lief völlig unkontrolliert ab. Mobile Bezahlmodelle waren jenseits irgendeiner Aufsicht entwickelt worden. Gleichzeitig wird eine Aufsichtsbehörde geschaffen. Die Datenschutz-Verfassung sieht auf der Grundlage des Eigentumsbegriffs der sogenannten Internetverfassung ein Eigentum an persönlichen Daten vor.

Nur wenn jemand seine Einwilligung gibt, können die Daten verwendet werden. Jegliche Geschäftsidee, die auf Datennutzung basiert, soll klaren weltweiten Vorgaben genügen. Er berät und vertritt bei Verkehrsunfällen und übernimmt alle notwendige Korrespondenz mit Versicherungen, Gutachtern, Zeugen und Polizei.

Er macht nicht nur den Fahrzeugschaden für Sie geltend, sondern prüft alle denkbaren Ansprüche, vom Verdienstausfall über Schmerzensgeld und Schadensersatz bis zum Ersatz von Mietwagenkosten, Urlaubsverlust bis hin zum Wertverlust bei Fahrzeugen aufgrund von Reparaturen. Er prüft Versicherungsrückstufungen und verhandelt mit Versicherungen über angemessene Entschädigungen.

Er wehrt unberechtigte Ansprüche gegen vermeintliche Unfallverursacher ab. Er vertritt bei Verkehrsordnungswidrigkeiten, von der Geschwindigkeitsüberschreitung bis zur Alkoholfahrt, und hilft bei drohendem Führerscheinverlust oder Punkten in Flensburg sowie bei Verkehrsstraftaten.

Rechtsanwalt Kaiser bereitet derzeit eine Veröffentlichung vor zum Thema:. Die Jury tagte am September und hat über die Preisträger entschieden.

Sie werden im Rahmen der Preisverleihung am September in Stuttgart bekannt gegeben. Am Abend der Preisverleihung, am Juni , stimmten im Stuttgarter Rathaus die am Wettbewerb beteiligten Organisatoren, Jurymitglieder und Studierenden dem Sprecher der FÜNF Stuttgarter Kammergruppen, Thomas Herrmann, in vollem Umfang zu, als er aussprach, was sich viele von ihnen wünschten, "dass dieses Veranstaltungsformat eine feste Einrichtung werden soll.

Über eine von der Kommission eingerichtete Webseite können sich Architekten- und Ingenieurbüros informieren, wenn Sie einen Praktikanten im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Programms aufnehmen wollen. Architekten über Grenzen e.