Podcast: Faktor-ETFs und Smart Beta – Der Finanzwesir rockt, Folge 40

Podcast: Faktor-ETFs und Smart Beta – Der Finanzwesir rockt, Folge Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. In dieser Folge sprechen wir über Faktor-Investing, auch beworben als Smart Beta.

Das kann auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, denn legt man beide Indizes übereinander, haben sich zwar Euro und MSCI-World Index im Juli gekreuzt, sie laufen aber nicht in vollkommen gegengesetzte Richtungen! Smart Beta Guide Vanguard: Auf der oberen Seite der Möglichkeiten unterstellen wir eine Verdoppelung der Aktien und könnten k erreichen.

Der Finanzwesir antwortet

Einstieg und Überblick. Aufmerksamen Lesern dieses Blogs dürfte der Global X SuperDividend ETF zumindest dem Namen nach bekannt sein. Erstmalig habe ich ihn Mitte September im Beitrag „Geldanlage – Wie starte ich mit Hochdividendenwerten?“ erwähnt.

Dies kann man analog zur Verzinsung eines Bankkontos sehen, bei dem Zinsen auch erst dann gezahlt werden, wenn Geld eingelegt wird. Auf Wunsch bezieht die Rendite-Berechnung auf rentablo.

Der Vergleich zwischen beiden Werten mit und ohne Cash-Bestand gibt Aufschluss darüber, ob zu aggressiv oder zu konservativ investiert wird. Hieraus ergibt sich dann die theoretische Verzinsung des eingesetzten Kapitals, abhängig vom Zeitpunkt der Transaktionen. Dieser Fall ist aber unrealistisch, da Anleger i. In der Praxis wird die Verzinsung durch einen iterativen Algorithmus ermittelt. Wichtig ist zu beachten, dass sich die Definition eines Cashflows unterscheidet, je nachdem ob man nur das Portfolio oder das Portfolio inklusive Cash betrachtet.

Ein Anleger hat 1. Wenn er jetzt seine Investments für 1. Die Summe seines Kapitals hat sich also nicht verändert. Ein Anleger hat am Wenn der Daimler-Anleger zusätzlich noch 1.

Die Realität ist in der Regel wesentlich komplizierter, da Geld eingezahlt und entnommen wird, oder mehrere Käufe und Teil- Verkäufe vorliegen. Ein anderes Beispiel für ein typisches Szenario: Hierbei wird die Zeitgewichtung anschaulich. Da die Anlegerin kontinuierlich zuspart muss sie die Verzinsung ihres Kapitals fairerweise abschnittsweise betrachten.

Entsprechend höher ist die tatsächliche Verzinsung. Hiermit können Sie ganz einfach verschiedene Szenarien durchspielen. Es liegt auf der Hand, dass eine valide Berechnung der Portfolio-Rendite nur möglich ist, wenn alle relevanten Cashflows erfasst werden.

In der Praxis stellt dies eine Herausforderung dar, die mit steigender Aktivität wächst. Dazu zählen natürlich die sich täglich ändernden Börsenkurse, aber auch wie viel Kapital man für Investments bereithält. Habt Ihr eine Idee, wie am besten Genossenschaftsanteile gebucht werden sollen. Auf diese gibt es Dividende, die auf ein extra Konto gebucht wird.

Sollten Sie den Bankimport nutzen, so wird das Depot mit den Anteilen ggf. Danke, sofern die Dividende auf dem seperaten Konto eingeht und die Dividende auch beim Genossenschaft erfasst wird, wird diese Dividende dann nicht doppelt ausgewertet?

Ja, in dem Fall würden Sie die Dividende doppelt erfassen. Für eine korrekte Verbuchung müssen die Genossenschaftsanteile in einem Depot liegen, das Konto auf dem die Dividenden eingehen, sollte dann das zugewiesene Verrechnungskonto sein.

Könnten Sie mir ggf. In der Praxis sind deshalb weitere Faktoren in der Renditeberechnung zu betrachten: Die Ex-Studentin hat dies mit ihrem Kommentar besonders gut formuliert. Die Bedeutung wird überschätzt. Mehr zum Thema findest Du übrigens hier: Der Fairness halber muss man aber auch sagen, dass der Artikel damit eine Frage beantwortet die sicher oft gestellt wird, aber so in der Form nicht von Leser M.

Sich zu wundern wieso der MSCIW geringer notiert während die Börsenindices fast alle eher nach oben zeigen ist eine durchaus berechtigte Verständnisfrage. Diese Frage konnte hier in den Kommentaren auch entsprechend eindeutig mit Verweis auf die Wechselkurse beantwortet werden. Ich kann verstehen, dass man täglich die Kurse checkt.

Am Anfang schafft das vielleicht auch Beruhigung, wenn es denn nach oben geht. Ich check sie auch oft. Aber ich kann dem Finanzwesir nur zustimmen: Es ist reine Zeitverschwendung. Wer in einen breit gestreuten Indexfonds investiert, sollte einen Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren, besser 15 haben.

Man stelle sich vor man würde jeden Tag in diesen 10 Jahren die Kurse checken, wenn auch nur für ein paar Sekunden. Eine riiiiieesige Zeitverschwendung in der man besser arbeiten geht oder eben nix tut. Die Kurse des Index entscheiden ja nicht darüber, ob man kauft oder verkauft? Falls doch, setze man auf das falsche Pferd und sollte entweder in deutlich volatilere Dinge investieren, die ein tägliches Kurse-Checken sinnvoller machen oder es eben ganz bleiben lassen und beim Tagesgeld bleiben.

Huiii, der sonst so entspannte Finanzwesir ist hier ja geradezu pampig! Ist ja oft auch ganz heilsam. Manchmal müssen die Prioritäten vielleicht mit ein paar Schlägen vom Wesirsszepter geradegerückt werden. Das wäre in meinen Augen aber ein "Thema verfehlt" gewesen. Das Böse lauert unter der Oberfläche. Die Tageskursfixiertheit ist Symptom, nicht Ursache. Das bringt uns zu Cecily. Nicht pampig, sondern müde immer wieder das Gleiche zu erzählen. Ich bekomme einen Haufen Lesermails. Lesermails sagen mir, was der Community wichtig ist und wo der Schuh drückt.

Lesermails sind Inspiration und Basis für neue Artikel. Ein Segment wird allerdings zunehmend nervig: Die Manndecker des Börsenkurses. Sie kleben am Kurs wie eine Klette, messen jedem Fieberzucken eine Bedeutung bei und wollen eine Erklärung.

Dabei sagen doch Mathematik und Psychologie: Permanentes Starren auf die Börsenkurse muss unglücklich machen. Im schlimmsten Fall nicht Leser M. Das Einzige was ich sehe: Junge Männer, die ihre Lebenszeit verschwenden. Als jemand, der definitiv die zweiten Halbzeit seines Lebens erlebt, macht mich das sehr ungehalten.

Es läuft doch immer gleich ab. Mein wohl vermessener Wunsch. Kann man Schritt 1 nicht einfach überspringen? Seht diesen Artikel deshalb eher als etwas nachdrücklich vermittelte Fürsorge, denn als Pampigkeit.

Nun ist der Artikel doch perfekt. Die Community hat die konkrete Ursache beigesteuert und ich die Meta-Ebene. Der Finanzwesir beantwortet nicht die Frage, sondern nutzt sie dazu, ein übergeordnetes Thema aufzugreifen. Manchmal ist es allerdings besser die Frage nicht zu beantworten, sondern der Motivation der Frage nachzugehen. Würde mich ein Freund fragen, ob ein Selbstmord durch Erhängen sicherer ist als sich aufs Gleis zu legen, so würde ich auch nicht die Frage beantworten, sondern die Frage als solche hinterfragen.

Ähnlich ist auch hier die Antwort zu sehen. Sie geht der Ursache auf die Spur. In der Schule könnte man sagen "Thema verfehlt", im realen Leben eher nicht. Dass dieser Vergleich nicht hinkt, müsste die Grundannahme nämlich sein, dass der Selbstmord das Ziel wäre.

Und dann wäre die korrekte Antwort, dass man die Gesamtheit Selbstmord sehen müsse, statt sich im Kleinkarierten "Erhängen oder Gleis" zu verfangen. Etwas makaber, aber dann würde dein Vergleich passen.

Ja, Albert hat es schlicht übersehen und die Bäume vor lauter Wald nicht gesehen. Er geht ja im Bericht auch auf den Spread ein, was ihm ja langfristig auch völlig egal sein kann. Passiert eben und gut ist. Als sonst stiller Mitleser übrigens ein absolut ehrliches Danke Finanzwesir für deinen Blog! Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass auch die Frage "Kann ich als Börseneinsteiger ohne Umwege ein gelassener, passiver Investor in ETFs werden?

Die empirischen Daten zeigen, dass die durchschnittliche Haltedauer von Aktien, aktiven und passiven Investmentfonds immer kürzer wird. Sie ist im Gleichklang mit dem technischen Fortschritt und den ständig und jederzeit verfügbaren Informationen und Handelsmöglichkeiten immer immer kürzer geworden.

Trotz oder genau gegenläufig zum immer breiter verfügbaren Wissen, dass zeigt, das nur langfristiges Agieren erfolgreich sein kann! Dein Blog kann nur dabei helfen, die Lernkurve schneller zu durchlaufen. Wer ein guter, gelassener, erfolgreicher weil meist passiver Anleger in ETFs ist, wäre auch als gelassener, meist passiver Anleger mit Einzelaktien erfolgreich.

Nichts für ungut, aber die Artikel hier und wie ich hoffe auch auf meinem Blog, helfen maximal die Lernkurve zu beschleunigen. Auf dem Blog von Covacoro gibt es hierzu diesen Artikel: Sind sie bereit für ETFs?

Auch ich konnte mich damals hier als Leser D. Das ist ja das schöne an Dir, Albert, das du dich wirklich jedem und allem annimmst. Und auch dieses Thema, gerade für Neulinge interessant, macht solch einen Blog aus.

Das zeigt mal wieder herrlich das nicht ein Trump oder irgendeine Krise, nicht England und Frankreich, auch nicht China oder Bolivien einen Aktienkurs oder Index in der Kursentwicklung bestimmen. Nein, einzig Angebot und Nachfrage regeln den Kurs. Für mich ist es eher ein Luxusproblem, täglich oder gar stündlich die Kurse zu checken. Luxusproblem deshalb, weil ich den Luxus nicht habe. Mein Beruf ist noch nicht "Verwalter des eigenen Vermögens". Zum Finanzwesir bin ich nur gekommen, weil ich mich schon Jahre zuvor mit der Budgetierung meiner Finanzen beschäftigt habe.

Nicht mit einem Haushaltsbuch, in die Vergangenheit zu schauen ergibt für mich insofern keinen Sinn. Das ist wie ein Kredit nur umgekehrt.

Wenn ich das Geld brauche, wartet es schon auf dem Tagesgeld- oder Girokonto. Plötzlich habe ich gemerkt, da bleibt ja was übrig, wenn ich für die Versicherungszahlung schon seit nem Jahr was zurücklege und sie mich nicht wie aus heiterem Himmel trifft. Dann hab ich den Finanzwesir gefunden, das Konzept fand ich sinnvoll. Seitdem schaue ich alle paar Wochen in mein Depot und freue mich. Gestern hab ich mal wieder Portfolio Performance aufgemacht.

Der Stand des Depots hat mir ehrlich gesagt nicht viel gesagt, ich wusste jetzt nicht, ob das gut oder schlecht ist. Erst die Performance-Zahl hat mir gesagt: Sieht ganz gut aus Ich wette das wird ziemlich schnell langweilig. Bin 54 Jahre alt und möchte Geld für den Ruhestand mit 67 anlegen. Sind also 13 Jahre und würde passen, da zwischen 10 und 15 Jahren. Was ist in 3 Jahren und einen Tag? Nein, so dogmatisch ist das sicher nicht gemeint: Je mehr Jahre man hat, umso mehr Zeit kann man der Anlage geben, kurzfristige Verluste über Gewinne hat sich ja noch niemand beschwert ;- wieder aufzuholen und nähert sich immer mehr dem an was so lapidar als "langfristige Durchschnittsrendite" bezeichnet wird.

Das ganze hat also einen gewissen statistischen Hintergrund, zur Illustration hatte ich auch mal einen Artikel geschrieben, den du hier lesen kannst: Anhand der Verteilungsfunktion der Renditen wird auch klar warum vor allem eine langfristige Herangehensweise bei der Aktienanlage empfohlen wird. Oder andersherum gesagt, wenn überall von seriösen Seiten ein "langfristiger Anlagehorizont" von mind. Dort, und vor allem in den Kommentaren, wird dir das Thema aus verschiedenen Perspektiven dargestellt: Nach dem Lesen wirst du sehen dass es eigentlich nicht darum geht, dass du nun dein Depot exakt mit 67 komplett auflösen musst.

Im Gegenteil, da gibt es noch viel mehr mögliche Herangehensweisen und Strategien, und aus den ganzen Ansätzen wirst du auch eine für dich passende Kombination finden. Hallo Totti, ich bin mir nicht so ganz sicher, ob Du diese Frage so ernst meinst: Von einem auf den anderen Tag ändert sich nicht die Welt.

Der Anlagehorizont von dem bei Aktien gesprochen wird, basiert auf historischen Erfahrungen mit Aktien. Will man also weitestgehend sicher sein, dass man in einer Jahre entfernten Zukunft nicht weniger Geld als heute hat, so sollte man nicht mehr in Aktien investieren. Eine Garantie hast Du aber auch bei 15 Jahren nicht. Die Zukunft ist ungewiss. Aber ist das wirklich das, was Du möchtest? Wie wichtig ist es Dir, just an diesem Tag nicht weniger zu haben als heute?

Bist Du an genau diesem Tag in 10 Jahren darauf angewiesen, das gesamte? Geld ausgeben zu müssen? Geld entnehmen zu wollen. Dann könntest Du ggf. Ich hoffe, die Idee hinter der Jahre-Aussage ist aber trotzdem halbwegs klar geworden.

In der Vergangenheit hat es maximal diesen Zeitraum gebraucht, um keine Verluste durch Verkäufe zu erleiden. Es handelt sich hierbei um grobe Richtwerte und keine exakte Wissenschaft, weil niemand die genaue Zukunft kennt. Man sollte wegen den Börsenzyklen nur das Geld in Aktien anlegen, welches man längerfristig nicht benötigt. Nein, das musst du natürlich nicht, aber spätestens mit 67 solltest du dir Gedanken um eine individuelle Entnahmestrategie machen: Danke an allen für die netten Antworten.

Mein Problem ist eher dass ich der Meinung bin dass man nach dem Kauf von Aktien den Kaufpreis vergessen darf bzw. Hans und Peter sind beide 62 Jahre alt und besitzen Euro Vermögen. Beide können mit 67 in Rente gehen. Hans hat für Euro Aktien und für Euro Festgeld. Peter hat Euro Festgeld. Peter überlegt für Euro Aktien zu kaufen. Hans kaufte seine Aktien mit Beide hätten die gleiche Vermögensverteilung und den gleichen Abstand zur Rente.

Also müsste es auch die gleiche Empfehlung für Hans und Peter geben. Entweder muss Hans seine Aktien verkaufen oder Peter darf mit 62 Aktien kaufen.

Um irgendeinen hypothetischen Fall, um Hans, um Peter oder doch irgendwie um Totti? Wenn ich Dir persönlich weiterhelfen kann, dann antworte ich gerne. Ich betreibe ja auch schon ein paar Jahre länger Geldanlage und bin bislang damit gut gefahren, eine gewisse Flexibilität in meiner Anlage zu haben. Können Peter und Hans ggf. Falls nein, dann sollten sie frühzeitig aus der Anlageklasse "Aktien" aussteigen.

Das ist dann genau die gleiche Geschichte wie beim Häuslebauer, der genau in 3 Jahren das Geld für den Kredit braucht - wer so eine Deadline hat, sollte auf die Erfahrungen der Vergangenheit schauen und lieber etwas konservativer operieren.

Eine konkrete Prozentzahl "Was wäre aber der Unterschied im Risiko? Das kann man auf die Vergangenheit bezogen zwar ermitteln, aber Dich oder Hans oder Peter oder Und die ist ungewiss.

Wenn also der absolute Wille da ist, mit 67 den Stecker aus dem Thema "Geldanlage" zu ziehen und fortan eine Sofort-Rente bis zum Lebensende zu beziehen, dann würde ich eher zu einem früheren Ausstieg raten.

Wann genau die Aktienanteile gekauft wurden, ist übrigens egal. Da gebe ich Dir recht. Wenn Hans und Peter heute beide 62 sind und beide das gleiche Vermögen, dann würde ich beiden heute nicht dazu raten, ihr Geld in Aktien zu investieren, wenn sie mit 67 das komplette Geld auf jeden Fall in eine Sofort-Rente stecken wollen.

Dem Jährigen würde ich allerdings schon noch raten, eine Zeit lang das Geld in Aktien zu investieren - allerdings nicht notwendigerweise bis zum 67 Lebensjahr. Läuft es die ersten 5 Jahre gut an der Börse kann man schon anfangen, wieder aus der Aktienanlage auszusteigen.

Ist innerhalb der 5 Jahre jedoch ein Crash erfolgt, dann hat man noch 10 Jahre Zeit, um die Verluste auszusitzen und wieder im grünen Bereich zu landen. Gerade wenn es auf die Zielgerade geht, muss man schauen, dass man seine Ziele auch erreicht.

Wer so ein starres Ziel exakt 67, all-out, basta! Wer zu mehr Flexibilität bereit ist und die finanziellen Möglichkeiten hat kann hier aggressiver vorgehen und länger an der Börse investiert sein. Die Frage ist auch, ob ich als Jähriger den eisernen Wille und die Nerven habe, einen Börsencrash durchzustehen, der in diesen 10 Jahren noch erfolgen könnte. Muss ich mir das überhaupt noch antun?

Habe ich nicht schon genug komisches Wort in einer auf das Maximum geprägten Welt, gell? Wenn ein solcher Typ erst mit 57 erstmalig Geld an der Börse investiert, ist das zum Scheitern verurteilt.

Ist der "Sofort-Renten"-Investor aber ein alter Hase in Sachen Börseninvestments, der vielleicht nur einen Teil des Vermögens in eine Sofort-Rente investieren will - darüber habe ich tatsächlich auch schon nachgedacht - dann würde ich mir weniger Sorgen machen. Wie gesagt, bevor es um konkrete Einzelfälle geht, wirst du nach dem Lesen der verlinkten Artikel den Hintergrund besser verstehen, warum es überhaupt die Empfehlung gibt nochmal, keine "Vorschrift" oder sowas, dass muss sowieso immer auf jede Situation persönlich angepasst werden , welche Rolle die Langfristigkeit des Anlagezeitraumes bei Aktien spielt.

Die Artikel erklären das Prinzip dahinter viel ausführlicher, aber ich wiederhol's halt nochmal Wer nur für ein paar Jahre an der Börse ist, der kann vielleicht wenns gut läuft sein Geld verdoppeln, aber auch genauso wenns schlecht läuft sein Geld halbieren. Je länger man aber der Börse Zeit geben kann, umso weniger "Glückspiel" wird es, sondern man nähert sich immer weiter je länger, desto näher der allgemeinen langfristigen Durchschnittsrendite an.

Wie du ja auch an meinem Artikel siehst, wo ich für knapp Jahre beim SP die Rendite-Ergebnisse und ihre Wahrscheinlichkeitsverteilung für verschiedene Haltedauern gezeigt habe.

Als Extrembeispiel, für jemanden der nur 1 Jahr investiert, ist die Chance, ob er nach dem Jahr mit mehr oder weniger Geld dasteht, nur leicht besser als ein Münzwurf. Je mehr Zeit man der Sache gibt, umso mehr kann sich aber eben die allgemeine Aufwärtstendenz des Aktienmarktes auch durchsetzen. Ähnliches zeigt dir der Wesir ja auch in seinem "MSCI World -Verlust" Artikel, da sind die Wahrscheinlichkeiten aufgrund des freundlicheren Zeitraumes seit sogar noch etwas besser, aber ganz egal ob man nun lieber optimistischer oder pessimistischer rechnet, es geht im allgemeinen erstmal um das Verstehen dieser allgemeinen positiver werdenden Grundtendenz bei der Zeit.

Kommen wir zu "Hans und Peter" - anstatt ihnen jetzt eine "Empfehlung" abzugeben, würde ich lieber so formulieren, dass sich lieber über "ein paar Dinge selbst Gedanken machen" das klingt nicht so autoritär und weist vorallem darauf hin dass jede allgemeine Empfehlung immer noch aufgrund der individuellen Situation und Typsache angepasst werden muss.

Anstelle das nur über den Anlagehorizont zu entscheiden, würde ich viel lieber nochmal auf die Wichtigkeit und die Klärung der jeweils eigenen Risikotoleranz hinweisen. Die wurde noch garnicht erwähnt, ist aber der Dreh- und Angelpunkt bei der Frage, was Hans und Peter jeweils aushalten können, und daher was die passendste Vorgehensweise für sie wäre - ganz wichtig, da müssen sie auch nicht gleich sein!

Auch vernachlässige ich jetzt erstmal mögliche Grundsatzdiskussionen über "warum überhaupt ein so schlaghaftes Komplett-Verkaufen zum Renteneintritt, warum nicht einfach Aktien weiterlaufen lassen oder nur angepasste Entnahme, etc?

Bleiben wir also bei deinem Beispiel - in 5 Jahren soll das Vermögen in eine Sofortrente gesteckt werden. Wenn wir uns nun Hans ansehen: Auf der oberen Seite der Möglichkeiten unterstellen wir eine Verdoppelung der Aktien und könnten k erreichen. Und dazwischen sind eben auch alle Möglichkeiten offen. Die "Empfehlung" an ihn wäre also - wenn er sich darüber schon Gedanken gemacht - bleib dabei.

Wie hingegen Peter tickt, kann unabhängig davon ja ganz anders sein. Vielleicht ist er jemand, der viel mehr Wert auf Planbarkeit und Sicherheit legt, und dafür auch bereit ist oder eben bereit sein muss , für Verlustbegrenzung auch Abstriche beim möglichen Renditepotential zu machen. Je nachdem wo er sich eben selbst einordnet im Spektrum von "k und garantiert nicht weniger" versus "wer was gewinnen will, muss auch was wagen" machen Aktien eben mehr oder weniger Sinn. Ganz wichtig, zwischen den beiden gibt es kein "richtig oder falsch" - beide sollen das machen, was jeweils zu ihnen selbst am ehesten passt.

Investieren ist kein Wettkampf, bei dem irgendeiner jemand anderem was beweisen müsste, sondern jeder seinen eigenen Weg abseits von Extremen wie Übermut oder Übervorsichtigkeit, finden muss.

Der Anlagezeitraum selbst spielt erst nach der viel wichtigeren Klärung der Risikotoleranz nur noch insofern eine Rolle, dass jemand der für länger anlegen kann natürlich auch viel mehr Zeit hat, zwischenzeitliche Verluste wieder aufzuholen: Jemand, der für 30 Jahre anlegt, hat weniger Probleme bei einer Halbierung seiner Aktien im Jahr 3, weil er noch 27 Jahre übrig hat, in denen sie das wieder mehr als aufholen können. Zumal ja auch, bei jüngeren Leuten geht es meist noch um nur geringere Beträge, da wird erst noch angespart, während es bei Älteren oft schon um "existentiellere" Summen gehen kann.

Anhand dieser Fragen welches Risiko kann ich ertragen? Und wie lange will ich es ertragen? Ich würde mir viel eher die Frage stellen, wie viel Geld ich ab Rentenbeginn jährlich brauche. Hans hat vielleicht Peter fängt bei Ziele setzen, Kapitalbedarf ermitteln und dann nachrechnen, wie diese erreicht werden können. Der Unterschied ist, dass Hans bereits 8 Jahre Vorsprung hatte, um ungünstige Kaufzeitpunkte oder Verläufe ,,auszusitzen". Weil die Börsen bislang langfristig immer weiter stiegen, geht es um mögliche Verlustwahrscheinlichkeiten nach Haltedauerjahren.

Sieh das Ganze bitte nicht als Empfehlungen, sondern maximal als Anregungen an, weil hier niemand Garantien für fremde Gelder übernehmen kann und möchte. Hans und Peter müssen sich eigene Gedanken machen und selbst die Verantwortung für getroffene Entscheidungen übernehmen. Ich finde deinen letzten Satz wichtig: Wenn man eine feste Summe zu einem festen Zeitpunkt sicher haben möchte, muss man rechtzeitig Risiko herausnehmen oder darf es gar nicht erst eingehen.

Peters kurze Haltedauer von nur 5 Jahren könnte zu einem Problem werden, muss sie aber nicht. Deshalb ein paar Fragen, die er für sich selbst beantworten muss: Wie viel Risiko möchte Peter generell eingehen? Müssen es die vollen Kann er die feste Grenze notfalls variabel nach hinten verschieben, falls die Kurse ungünstig in genau 5 Jahren stehen sollten? Fachlich besser und klarer als von Dummerchen, ChrisS und Mark85 wirst Du es nicht mehr aufgedröselt bekommen. Die haben alle Nägel, die noch hervorstanden auf den Kopf getroffen.

Ich plane bin 54 ab Rentenbeginn 63 bis zum ca. Geburtstag hängt dann vom Gesundheitszustand ab jeweils anteilig Anteile zu verkaufen und einen schwankenden "Ertrag" dafür in kauf zu nehmen. Damit hätte ich jedes Jahr eine unterschiedliche Zusatzrente. Das finde ich sogar weniger langweilig als eine konstante Zusatzrente. Und Schwankungen gibt es ja wie gesagt sowieso im Arbeitsleben also kann es diese auch in der Rentenzeit geben.

Mich stört nur diese "Anlagehorizont"-Empfehlung", der Horizont ist doch auch bei einem Wanderer immer gleich weit entfernt, egal ob er früh um 6 aufbricht oder erst um Mich würden mal Meinungen interessieren warum man das nicht tun sollte.

Natürlich kann man auch im Alter noch in Aktien investieren. Man kann eigentlich immer in Aktien investieren, solang man sich Gedanken zum Einklang seiner Risikotoleranz und -tragfähigkeit gemacht hat und daraus eine passende Allokation zusammenstellt. Da wir alle dort aber unterschiedlich sind, wird es auch bei gleichem Alter zu verschiedenen Lösungen kommen. Das ist eigentlich schon alles, nichts weiter - ich kann mir kaum vorstellen, dass du das nach unseren ellenlangen Texten nicht auch richtig verstanden hast ;-.

Wenn das beim Anleger auch so ist, dann kann er auch einen Tage vor dem Ableben noch Aktien kaufen. Wörterbuch ist der Anlagehorizont " Darauf würde ich mich nicht verlassen.

Ich vermute, deine Beobachtung beruht darauf, dass dein Vater aufgrund des altersbedingten Rückgangs seiner Leistungsfähigkeit nicht mehr so aktiv ist Hobbies, Reisen, Es ist aber auch sehr gut möglich, dass diese Entwicklung und die Auswirkungen so stark sind, dass mehr Geld als vorher benötigt wird.

Ich kenne genug solcher Beispiele. Du rechnest aber auch mit dem Einstandskurs den Gewinn und Verlust aus. Das mache ich nur für die Steuer. Beim Finanzamt natürlich nur Peter. Ich meine, dass man den Einstandskurs vergessen kann, wenn die Aktien gekauft sind, sind sie gekauft.

Wenn man das so sieht dann ist es doch auch egal ob die Aktien gestern oder vor 7 Jahren gekauft wurden. Und dann spielt natürlich nur der Zeitraum bis zur gewünschten Liquidierung eine Rolle und nicht der gesamte Anlagezeitraum. Beim Wanderer wird der Abstand zum Horizont oder einem anderen Ziel der Wanderung ja auch vom Wanderer aus gemessen und nicht vom Startpunkt seiner Wanderung.

Gut, machen wir aus Hans und Peter Wanderer. Sie möchten beide den gleichen Gipfel erreichen:. Also packt er ein Zelt zum Schutz und mehr Essensvorräte als gewöhnlich ein, um auftretende Schlechtwetterfronten gemütlich aussitzen zu können.

Er wird den Gipfel in jedem Fall erreichen, weil er ausreichend Zeit für alle Eventualitäten eingeplant hat. Als Peter Hans beim Packen zusieht, denkt er sich: Es wäre doch gelacht, wenn ich nicht schneller als er den Gipfel erreichen könnte!

Um dies erreichen zu können, spart Peter Gewicht ein, indem er das Zelt weglässt und nur die allernötigsten Essensvorräte einpackt. Er hofft darauf, dass es unterwegs nur zu Sonnenschein kommen wird. Er wird entweder schneller als Hans den Gipfel erreichen oder unterwegs jämmerlich erfrieren oder qualvoll verhungern.

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich zum Glück nicht in ETF's investiere, die es nicht für nötig halten den zugrundeliegenden Index mit den im Index vorhandenen Aktien komplett physisch abzubilden.

Wenn ich mir ETF's kaufe achte ich darauf, dass ich vergleichsweise kleine Indizes kaufe. Jedoch sind mir Einzelaktien und Stockpicking deutlich lieber, da ich nur Unternehmen kaufe, bei denen ich keine Bauchschmerzen habe, im Gegensatz zu einem ETF. Aber das sei bei dem ganzen Thema einmal dahingestellt. Punkt 2 ist die "plötzliche" Eurostärke im Gegensatz zum Dollar. Das kann auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, denn legt man beide Indizes übereinander, haben sich zwar Euro und MSCI-World Index im Juli gekreuzt, sie laufen aber nicht in vollkommen gegengesetzte Richtungen!

Aber genaueres könnt ihr dennoch Punkt 3 entnehmen. Punkt 3 ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Gründe weswegen diese extreme Diskrepanz zwischen Index und ETF überhaupt stattfinden kann.

Das bedeutet für euch, ihr solltet euch endlich einmal damit beschäftigen was ihr da überhaupt gekauft habt. Das ist übrigens auch genau das, was vorher schon immer wieder einige Investoren und Finanzredakteure z. Wirtschaftswoche gesagt haben, man muss wissen in was man investiert. Hier müsst ihr euch die Halbjahresberichte oder Jahresberichte die ein ETF veröffentlichen muss anschauen, dort steht übrigens auch die Zusammensetzung der Anteile prozentual drin.

Hier könnte auch eine Siemens, oder eine Allianz prinzipiell übergewichtet sein. Denn dann sacken die Kurse der zugrunde liegenden Unternehmen ab und es könnte zu einer Kettenreaktion kommen. Da du auf deinem Blog eine enorme Reichweite hast, hast du in meinen Augen auch die Verantwortung deinen Lesern hier mitzuteilen, dass es sich hierbei um keine Anlageempfehlung handelt.

Im schlimmsten Falle wirst du von Lesern die die Kursverluste doch nicht aushalten und aus dem ETF aussteigen juristisch belangt. Aber das soll nur mein Rat sein, handeln musst du selbst. Letztendlich besitze auch ich keine Glaskugel und kann in die Zukunft schauen. Eventuell sollte ich einmal einen Blog starten und dort ein bisschen von meinem Wissen mit euch teilen. Mein Beitrag stellt keine Anlageberatung oder eine konkrete Handlungsempfehlung im Sinne des Gesetzes dar.

Dieser Beitrag stellt nur meine persönliche Meinung zur Entwicklung der aktuellen Situation dar. Ich hatte es im ersten Kommentar ja schonmal erwähnt, aber das ist halt ein typischer wichtiger Anfängerfehler: Achja und da die meisten ETFs auch auf die "net return"-Variante laufen, muss ich darauf eben auch noch achten.

Wie gesagt, kein Problem, wir alle lernen ja nie aus: Die Abbildung kann man also fast schon als ziemlich vollständig beschreiben. Und bei der Rendite siehts auch gut aus, der ETF trackt relativ genau: Im Gegenteil, gerade durch die höheren Kosten kann es sogar manchmal zu der eigentlich "paradoxen" Situation kommen, das eine vollständig-replizierte Indexnachbildung sogar höhere Tracking-Abweichungen hat als das Sampling.

Der Finanzwesir hat auch schon lange einige Erklär-Artikel zur synthetischen Replizierung geschrieben, du brauchst also nicht zu glauben das wäre hier was neues oder unbekanntes: Das man verstehen muss, in was man investiert, sollte auch jedem klar sein, so kann sich ja auch jeder den's interessiert die Trägerportfolien auf den Anbieterseiten einsehen.

Und es soll sogar Leute geben, die die synthetische Replizierung verstehen und sich dann auch trotzdem noch bewusst dafür entscheiden, weil sie das eben so wollen.

Nur mal so, damit nicht der Eindruck erweckt wird, synthetische Replikation würde nur von dummen Ahnungslosen genutzt, die auf sie "hereinfallen".